Regionalliga
Archiv 2009/10

FASS Berlin - ELV Niesky

Sonntag, 28.02.2010, 14.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

4 : 2 (1:0 1:1 2:1)

Tore

1:0 (11:29) Patrzek (Leers, Kugler)

 

2:0 (28:40) Masche (Schmidt, Kuch) PP1, 1:1 (33:38) Schwabe (S. Schlicht) PP1

 

2:2 (53:48) S. Schlicht (Wimmer), 3:2 (54:40) Kugler (Seelisch), 4:2 (59:30) Leers (Kugler) ENG

PIM

FASS: 18 - 4/6/8

ELVN: 12 + 10 + SpD (Jankovich, 2 x 10, damit autom. SpD) - 2/4/36

Berichte

Volle Punktzahl für die Akademiker

Es war ein Spiel auf hohem Regionalliganiveau, das die 207 Zuschauer in der Erika-Hess Eishalle zu sehen bekamen. Gegen den ELV Niesky wollten die Akademiker ihre Chance auf Platz 6 wahren. Einfach wollten es die Tornados den Berlinern nicht machen, schließlich hatten sie am Vortag den Tabellenzweiten aus Halle sensationell hoch mit 8:2 geschlagen, doch letztlich mussten sich die Lausitzer den starken Weddingern mit 4:2 geschlagen geben. Mangelnder Einsatz kann den Tornados nicht vorgeworfen werden, doch Sebastian Albrecht im Tor der Akademiker sicherte den Berliner Sieg.

 

Beide Mannschaften lieferten sich von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Der erste Treffer gelang Fabio Patrzek, als er eine Unachtsamkeit im Mitteldrittel zu nutzen wusste (12. Minute). Im zweiten Drittel erhöhten die Akademiker den Druck auf Tornado-Goalie Robert Wolfermann, aber Rumid Masche und Fabio Patrzek scheiterten am gut aufgelegten Schlussmann der Lausitzer, ehe kurz darauf Rumid Masche die Führung auf 2:0 ausbauen konnte. Trotz vieler Gelegenheiten brachten die Tornados zunächst den Puck nicht gefährlich vor das Berliner Tor. Dazu brauchte es schon ein Überzahlspiel, bei dem „Theo“ Schwabe aus einer Konfusion Kapital schlagen konnte und den Anschlusstreffer für die Gäste (34.) erzielte. Auftrieb gab dieser Ausgleich den Lausitzern aber nicht, denn plötzlich waren wieder die Berliner am Drücker. Phillip Labuhn und Fabio Patrzek vergaben dabei Großchancen. Im Schlussabschnitt hatten beide Teams beste Möglichkeiten, aber die Torhüter hielten jeweils ihre Mannschaft im Spiel. Spannend wurde es noch einmal, als Nieskies Sven Schlicht in der 54. Spielminute den 2:2-Ausgleich erzielt hatte, aber Verteidiger Jörn Kugler packte nur 52 Sekunden später den Hammer aus und „zimmerte“ den Puck mit einem gewaltigen Schlagschuss zur 3:2 Führung ins untere Toreck. Die Gäste steckten aber nicht auf und versuchten mit aller Macht, sich gegen das drohende Unheil zu stemmen, wobei sie alles auf eine Karte setzten. Tornado-Schlussmann Robert Wolfermann verließ zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers sein Gehäuse. Nutznießer war Christian-Alexander Leers, der 30 Sekunden vor Spielende ins leerstehende Lausitzer Tor zum entscheidenden 4:2 einnetzte.

 

Durch diesen Sieg konnten die Berliner an den Jonsdorfer Falken vorbeiziehen und belegen nun den 6. Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende stehen im Erika-Hess-Eisstadion zwei weitere Heimspiele an. Am Freitag empfangen die Akademiker um 19.30 Uhr die Saale Bulls aus Halle und am Sonntag steht dann um 14.00 Uhr das letzte Berliner Derby in der Regionalliga Ost gegen den ECC Preussen Juniors an.

 

Gerald Hagen

Schönes Wochenende

Nach dem 3:2-Sieg am letzten Sonntag in Chemnitz hat FASS Berlin auch das heutige Heimspiel gegen die Tornados aus Niesky mit 4:2 (1:0,1:1,2:1) gewonnen.

 

Dass den Berlinern ein hartes Stück Arbeit vorlag, war jedem klar. Aber da man ja diesmal mit 14 Feldspielern auflaufen konnte und auch das erste Heimspiel gegen Niesky gewann, hatte man schon die Hoffnung, dass drei Punkte keine Utopie sind. Aber die Sachsen, die am Vortag etwas überraschend daheim Halle vom Eis wegfegten, wollten nun auch nicht nur einen Betriebsausflug machen. Zumal es ihnen wahrscheinlich die gut 50 Schlachtenbummler, die sie begleiteten, wohl etwas übel genommen hätten...

 

Also haben die Gäste zu Beginn des Spiels gleich ordentlich Druck gemacht, aber die Berliner konnten immer klug dagegenhalten und lauerten ihrerseits auf Konterchancen. So entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel, bei dem sich beide Goalies durch zum Teil spektakuläre Paraden auszeichnen konnten. Es dauerte bis zur neunten Minute, bis Nieskys Jankovych alleine vor FASS-Torwart Albrecht stand, aber der Berliner die größte Chance der Gäste vereitelte. Besser vollendete dagegen auf der anderen Seite Patrzek, der nach einem Pass von Leers alleine die gesamte Abwehr durchlief und auch noch Goalie Wolfermann zum 1:0 überlisten konnte. Dies war auch der Stand nach 20 Minuten.

 

Im zweiten Drittel übernahmen dann die Hausherren immer mehr das Spiel. In der 22. Minute verzog Masche ganz knapp und zwei Minuten später war es Patrzek, der diesmal an Nieskys Schlußmann scheiterte. Weitere fünf Minuten später hatte man sogar eine doppelte Überzahl, aber das zweite Tor wollte einfach nicht fallen. Erst als Niesky gerade wieder zu viert war, da hatte Masche nach Vorlage von Schmidt endlich die Lücke gefunden und konnte zum 2:0 einnetzen. Danach ging dann bei Niesky ein Ruck durch die Mannschaft und sie störten die Berliner jetzt früher beim Spielaufbau, sodass sich das Spielgeschehen wieder etwas mehr vor dem Tor von Albrecht abspielte. In der 33. Minute wurde Kuch bei einem Konter gehakt und jeder dachte, Schiedsrichter Linnek schickt den Nieskyer auf die Strafbank. Aber stattdessen durfte der Berliner dort Platz nehmen, denn (was kaum einer sah) kurz zuvor hatte er den Schläger des Gegners gehalten. Und dieses aus FASS-Sicht „Geschenk“ der Überzahl nutzten die Kreisstädter zum 1:2-Anschlusstreffer durch Schwabe. Kurz vor Drittelende hatten sie sogar die Riesenchance zum Ausgleich, als gleich zwei Stürmer vor Albrecht auftauchten, aber der Goalie rettete die Führung in die Pause.

 

Im letzten Spielabschnitt wollten die Gastgeber schnell alles klar machen, aber die Tornados taten ihnen den Gefallen nicht - im Gegenteil. Nachdem FASS einige große Chancen nicht verwerten konnte und (mal wieder) den Puck nicht aus dem eigenen Drittel hinausbekam, sorgte Sven Schlicht zum 2:2-Ausgleich für die Gäste nach 54 Minuten. Jetzt war das Spiel auf des Messers Schneide. Aber nur 52 Sekunden. Dann durften die Hauptstädter wieder jubeln, durch einen Schlagschuss von Kugler von der blauen Linie, dank eines Fehlpasses eines Nieskyer Verteidigers. Mit dieser „Antwort“ pflasterten die Berliner den Weg zur Siegerstraße. Auch wenn Niesky danach noch einige Chancen hatte, so richtig gefährlich waren sie nicht. Die Akademiker hätten schon in der 58. Minute alles klar machen können, aber Masche und Patrzek vertändelten, als sie nur noch Wolfermann vor sich hatten. Eine Minute später gelang sogar das Kunststück, dass vier (!) FASS-Spieler vorm Nieskyer Torwart standen und die Scheibe nicht hinein bekamen…

Stattdessen durfte 41 Sekunden vor dem Ende FASS-Verteidiger Seelisch auf die Strafbank und die Gäste nahmen eine Auszeit und ihren Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, um vielleicht doch noch wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Aber das anschließende Bully gewann Kugler - schneller Pass auf Leers, der dann zum 4:2-Endstand ins leere Tor traf.

 

Mit diesem Sieg klettert FASS auf Platz 6, Niesky bleibt auf 3.

 

 Carsten Ruschke für Radio Eiskalt