Knaben
Archiv 2009/10

FASS - Young Lions Leipzig

Sonntag, 21.03.2010, 13.00 Uhr, Paul-Heyse-Str.

 

6 : 4 (3:2 1:1 2:1)

Tore

0:1 (7:26), 1:1 (9:16) Höttl (Meintz), 2:1 (12:48) Höhne (Meintz), 2:2 (13:02), 3:2 (15:33) Postelnik (H. George)

 

3:3 (24:56), 4:3 (38:18) Fritz

 

5:3 (41:09) Höhne (Bögner), 5:4 (48:59), 6:4 (50:37) Groß (Schumann)

 

PIM

FASS: 16 + 10 + SpD (Postelnik) - 2/40/4

YLL: 6 + 10 (Wunderlich) - 4/0/12

Berichte

Auch die FASS Knaben sind erfolgreich

Gegen die Young Lions Leipzig zeigt FASS eine geschlossene Mannschaftsleistung

 

Dieser Sonntag hatte es in sich für die Berliner Sportfans: Hertha mit ihrem unerwarteten Erfolg beim VfL Wolfsburg, die FASS Regio mit ihrem bravourösen Sieg gegen den Meister aus Leipzig. Aus Sicht der FASS Knaben und ihrer Fans war das allerbeste aber ihr heutiger Sieg gegen die Young Lions Leipzig. Mit dem 6:4 (3:2, 1:1, 2:1) fand die Saison für die Berliner doch noch einen halbwegs versöhnlichen Ausklang.

 

Die Anspannung war vor dem Spiel im Paul-Heyse-Stadion fast mit den Händen zu greifen. FASS kam zunächst nur schwer ins Spiel. Manche Spieler der ersten Reihe benötigten mehr als vier Minuten, um das erste Mal zur Auswechselbank zu kommen. Kein flotter Start also, sondern eher ein langsames Sonntagnachmittagseislaufen.

 

Nachdem die Leipziger in Führung gehen konnten, war dann aber doch der Ehrgeiz der FASSler geweckt. Tom Höttl, Florian Höhne und Shaun Postelnik konnten, bei einem Gegentor der Leipziger, eine 3:2 Führung nach dem ersten Drittel herstellen. FASS war im zweiten Drittel zunächst feldüberlegen, aber wohl auch etwas überheblich aus der Kabine gekommen. Nachdem die Young Lions in der 25. Minute den Ausgleich erzielt hatten, wurde zunächst das Spielsystem von FASS und dann auch einzelne Spieler immer undisziplinierter. Minutenlang mussten die Berliner mit 3 gegen 5 ihr Tor verteidigen. Gut, dass Torwart Björn Nickel heute, trotz einiger Unsicherheiten, seine beste Saisonleistung zeigte und seine Mannschaft im Spiel hielt.

 

Spielentscheidend war dann wohl die 39. Minute: in doppelter Unterzahl schickte FASS-Trainer Kevin Ritter seine erfahrensten Spieler aufs Eis. Patrick Fritz schnappte sich im eigenen Drittel den Puck und zog unwiderstehlich bis vor den Leipziger Keeper. Ein trockener Flachschuss, und großer Jubel beim diesmal wieder etwas lautstärkeren FASS-Anhang. Patrick Fritz nach dem Spiel: "Kevin hat mich aufs Eis gelassen und mir noch gesagt, dass ich nach vorne gehen soll, wenn ich eine Chance dazu habe. Das habe ich gemacht - und schon war das Tor da. Ich war mir sicher: bekomme ich die Chance, mache ich ihn auch rein!"

 

Besonders große Zuversicht herrschte beim Berliner Anhang trotz der Führung jedoch noch nicht. Überraschung dann aber im dritten Drittel: FASS kam wie ausgewechselt aus der Kabine und spielte nun diszipliniert und mit einiger Ordnung. Offensichtlich hatte das Trainerteam in der Pause die richtigen Worte gefunden. Auffällig war in diesem Drittel der Einsatzwillen auch der Spieler, die läuferisch, technisch und taktisch noch Nachholbedarf haben. Insgesamt präsentierten sich die FASS-Knaben als Einheit. Nachdem Florian Höhne mit seinem zweiten Tor zwischenzeitlich schon eine beruhigende Führung hergestellt hatte, gelang Christopher Groß dann kurz nach dem Leipziger Anschlusstor das abschließende 6:4. Diesmal hatte er es nicht allein versucht, sondern konnte nach einem schönen Doppelpass mit Norman Schumann eine gelungene Angriffsaktion vollenden.

 

In den letzten zehn Minuten geriet der FASS-Sieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Nach dem Spiel großer Jubel und wohl noch größere Erleichterung bei den Berliner Spielern und ihrem Anhang. Auch Co-Trainer Kevin Ritter, der heute Coach Pascal Kube vertrat und auf der Bank von zwei Kollegen aus der (gestern übrigens auch siegreichen) FASS Landesligamannschaft unterstützt wurde, war nach dem Spiel zufrieden: "Wir haben dank einer geschlossenen mannschaftlichen Leistung im dritten Abschnitt gesiegt. Manche Spieler haben wirklich wie mit einem Löwenherz gekämpft. Die Undiszipliniertheiten im zweiten Drittel hätten uns fast in Gefahr gebracht. Das mussten wir abstellen, und das ist uns auch gelungen."

 

Die Punktspielrunde ist für die FASS-Knaben damit beendet. Trainiert wird aber weiter. Obwohl noch einige Freundschaftsspiele anstehen, beginnt wohl ab morgen schon die Vorbereitung auf die neue Saison. Die Berliner wollen dann auch gegen stärkere Gegner jubeln, aber dafür wird noch einiges an Arbeit zu tun sein.

 

FASS spielte mit Björn Nickel; Christopher Groß (C), Dan Engelmann, Helen George, Shaun Postelnik, Norman Schumann; Patrick Fritz (A), Björn Bögner, Tom Höttl, Florian Höhne, Sarah Wyrwas; Max George (A), Felix Meintz, Jakub Kadlec, Andrej Renner, Steven Antweiler; Sonja Wyrwas, Anton Sonsalla, Moritz Gerlach.

 

AG, 4. OKT. ’09