

Sonntag, 14.03.2010, 13.30 Uhr, Paul-Heyse-Str.
18 : 0 (5:0 6:0 7:0)
YSBH:
FASS:
Nach dem hohen Sieg gegen Ilmenau erleben die FASS Knaben gegen den ESV Halle ihre derzeitigen Grenzen
Die FASS Knaben wussten, was im Spiel gegen den Tabellenführer aus Halle auf sie zukommen würde. Mit knapper Besetzung angetreten, aber mit zwei guten Reihen, legten die Hallenser vom Eröffnungsbully an ein hohes Tempo vor. FASS, auch heute wieder mit vier Reihen spielend, versuchte, die Angriffe abzuwehren und selbst Chancen zu erarbeiten.
Bis in die Mitte des zweiten Drittels hinein lieferten die Berliner ein einsatzfreudiges Spiel ab. Obwohl FASS bald deutlich in Rückstand geriet, zeigte sich die Mannschaft zunächst recht kompakt. Die Partie war schnell und ansehnlich. Die dritte und vierte Berliner Reihe versuchte immer wieder mit einigem Erfolg das eigene Tor zu verteidigen, während die ersten beiden Reihen manchmal sogar für Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse sorgen konnten. In der 10. Spielminute gab es sogar einen Penalty für FASS, den der gute Hallenser Goalie entschärfen konnte.
Vom FASS-Anhang wurde dieser Einsatz der eigenen Mannschaft aber kaum honoriert. Während die mitgereisten Hallenser ihre Lieblinge kräftig anfeuerten, waren die kritischen Berliner Zuschauer eher neutral und abwartend. So gab es im Paul-Heyse eine beim Eishockey seltene Stimmung: voller Einsatz auf dem Eis, aber zurückhaltendes Gemurmel auf den Rängen. Wahrscheinlich war dies auch für die Berliner Spieler keine sehr angenehme Erfahrung. Das offensichtlich fehlende Zutrauen in die Mannschaft war fast spürbar - und tatsächlich war es mit dem Widerstandsgeist mancher Spieler vorbei, als sich FASS mit einem vermeidbaren Gegentor in der 36. Minute das 0:7 eingefangen hatte. Die Berliner waren danach nicht mehr konsequent in der Rückwärtsbewegung und handelten sich dazu noch unnötige Strafzeiten ein. Ab diesem Zeitpunkt wurde den Hallensern das Leben sehr leicht gemacht. Bis zum Ende des dritten Drittels fielen noch drei weitere Tore. Im letzten Spielabschnitt konnte dann der ESV einen Gang zurückschalten und seinen schwächeren Spielern mehr Eiszeit gönnen.
Halle wurde mit diesem Spiel verdient Meister der Meldeklasse II. Besonders auffällig war auch heute wieder, wie schnell beim ESV mit dem Puck kombiniert wurde. Ob es allerdings sinnvoll ist, schon in der Altersgruppe der Knaben auf so wenig Spieler zu setzen, wird sich erst in einigen Jahren zeigen. Die hohe Zahl der eingesetzten Spieler bei FASS führt dazu, dass sich immer wieder Fehler einschleichen und zum Teil noch große spielerische Mängel offensichtlich sind. Solange die Spieler Fortschritte machen und an sich arbeiten, ist dies trotzdem der richtige Weg, um auch in den nächsten Altersklassen noch mit einem konkurrenzfähigen Team antreten zu können.
Am kommenden Sonntag (13:00 im Paul-Heyse-Stadion) empfangen die Berliner im letzten Saisonspiel die Knaben von Fortuna Leipzig. Aus Sicht von FASS noch einmal ein wichtiges Spiel, denn Leipzig sollte in der Tabelle möglichst hinter den Berliner bleiben. Fast noch wichtiger wird es aber für die Mannschaft sein, ihre Fans von sich zu überzeugen und in diesem Spiel zu zeigen, was sie sich für die kommende Saison vorgenommen haben.
FASS spielte mit Björn Nickel, Benedikt Stöckl; Christopher Groß (C), Dan Engelmann, Norman Schumann, Patrick Fritz, Shaun Postelnik; Max George, Helen George, Steven Antweiler, Florian Höhne, Andrej Renner; Björn Bögner, Felix Meintz, Jakub Kadlec, Jonas Küller, Moritz Gerlach; Sarah Wyrwas, Anton Sonsalla, Tom Höttl, Sonja Wyrwas
EG/16. März 2010