

Dienstag, 16.03.2010, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
2 : 3 (1:0 0:3 1:0)
1:0 (03:46) Neugebauer (Hurbanek)
1:1 25:07) Uvira (Pietsch, Kuch), 1:2 (33:57) Uvira (Harloff, Kuch), 1:3 (34:22) Geiseler (Kuch)
2:3 (53:42) Neugebauer (Schertz) PP1
ECC: 8 - 2/4/2
FASS: 8 - 0/4/4

Einen verdienten Sieger gab es im Regionalliga-Nord/Ost-Pokalderby am Dienstagabend in der Erika-Hess Eishalle. Im ersten Spiel um Platz 5 gegen den ECC Preussen Juniors konnten die Akademiker die Auswärtspartie mit 3:2 (0:1, 3:0, 0:1) gewinnen.
Die Charlottenburger legten zu Beginn los wie die Feuerwehr, zeigten eine offensive Spielweise und aggressives Forechecking. Zur Freude der ECC-Fans fand dann ein Schlagschuss von Patrick Neugebauer in der vierten Minute ein Schlupfloch im gut gehüteten Tor der Akademiker. Danach übernahmen die „Gäste“ das Kommando auf dem Eis. Angriffswelle um Angriffswelle rollte auf den Kasten von ECC-Goalie Jan Kremer, der an diesem Abend scheinbar acht Arme hatte. Die Mannen von ECC-Coach Heiko Awizus zogen sich wie schon im letzten Spiel zurück und hielten bis zum Drittelende die Führung.
Im zweiten Drittel dominierten die Akademiker weiter das Spielgeschehen. Der ECC kam nur noch mit vereinzelten Kontern zur gegnerischen blauen Linie. In der 26. Minute „tänzelte“ der 17jährige Sebastian Uvira durch zwei Verteidiger und überwand Jan Kremer zum längst verdienten Ausgleich. Und die Angriffe auf ECC-Tor gingen weiter, zeitweise sah es im Angriffsdrittel der Akademiker bei Fünf gegen Fünf wie ein Powerplayspiel aus. Ein Doppelschlag innerhalb von 25 Sekunden brachte dann einen Zwei-Tore-Vorsprung für das Team von Chris Lee. Erst tankte sich Sebastian Uvira erneut durch die gesamte Abwehr und verlud ECC-Goalie Jan Kremer (34.); dann netzte Roberto Geisler nach einem „Zuckerpass“ von Daniel Kuch zum verdienten 3:1 ein (35.). Von den Gastgebern war nun nichts mehr zu sehen, mit Mann und Maus verteidigten sie ihr Tor. Das gelang den Charlottenburgern dank Jan Kremer auch, wodurch das Team von Chris Lee einen höheren Erfolg und die endgültige Entscheidung verpasste. Dadurch wurde es in der 54. Minute noch einmal spannend, als Patrick Neugebauer im Powerplay den Anschlusstreffer erzielte. Direkt danach musste Thomas Leibrandt auf die Strafbank und nun war der ECC wieder da. Aber Christian Krüger, der weitaus weniger zu tun hatte als sein Gegenüber, zeigte wieder einmal, dass auf ihn Verlass ist, wenn es brenzlig wird: Mit mehreren schönen Paraden brachte er den Sieg unter Dach und Fach.
Fazit des Spiels: Einsatzwillen und Laufbereitschaft gaben den Ausschlag für den dritten Sieg im fünften Derby. Die Akademiker haben vorgelegt und die Entscheidung in der „Berliner Stadtmeisterschaft“ fällt im Rückspiel am nächsten Dienstag (23.03.2010). Spielbeginn im Erika-Hess-Eisstadion ist um 19.30 Uhr.
F.A.S.S. Berlin: Krüger, Albrecht; Schwarzbach, Balko, Kugler, Geiseler, Kruggel, Leibrandt, Seelisch, Gerstung, Winkler; Kuch, Ludwig, Supis, Pietsch, Schmidt, Schlenker, Leers, Uvira,, Harloff, Labuhn
Gerald Hagen

Im Rahmen der Pokalrunde gab es eine Neuauflage des ewigen Berliner Schlagers "Preussenfass". Die Preussen unterlagen in der Pokalrunde dem Lokalrivalen FASS mit 2:3. Der Pokal ist bereits entschieden, Pokalsieger sind die Saale Bulls aus Halle, die den Ligaprimus Leipzig schlagen konnten.
Für die Berliner geht es noch um die "Stadtmeisterschaft", nachdem in den Ligaspielen jedes Team zwei Spiele gewinnen konnten, muss in der Pokalrunde die Entscheidung fallen, wer ist in Berlin auf Platz zwei, hinter den Eisbären.
Den zweiten Satz vergaben die Preussen leichtfertig, die 1:0 Führung aus dem ersten Drittel konnte man nicht ausbauen, sondern überließ leichtfertig dem Gegner das Geschehen auf dem Eis. Der konnte das Blatt wenden und mit drei Treffern im Mitteldrittel die Führung mit 3:1 übernehmen.
Die erneute Wende schienen auch die Akademiker von Fass einzuleiten, Interimskapitän Thomas Leibrandt musste für zwei Minuten auf die Strafbank, die Preussen wurden wach und konnten auf 2:3 verkürzen. Doch das war es dann auch, die Preussen versuchten noch mit gutem Einsatz den Spielstand zu ändern, doch alle Mühe war vergebens. Die Akademiker konnten nach einem, von beiden Seiten schwachem, aber fairem Spiel das Eis als Sieger verlassen.
Am kommenden Dienstag 23.03. stehen sich beide Mannschaften erneut gegenüber und dann muss der Stadtmeister gefunden werden. Davor gibt es für die Preussen noch zwei harte Ligaspiele. Die Spitzenmannschaften der Liga, Blue Lions Leipzig und die Saale Bulls aus Halle geben sich am Freitag 19:30 Uhr, bzw. Samstag 15:00 Uhr die Ehre auf dem Berliner Eis im Erika-Hess-Eisstadion in Wedding und für die Preussen gilt es für die Fans einen positiven Eindruck zu hinterlassen, um in der neuen Saison wieder voll angreifen zu können.
Voraussichtlich werden beim Spiel am Samstag gegen die Saale Bulls aus Halle bereits die Heimtrikots der Preussen versteigert, da das letzte Spiel der Saison am 27.03. in Schönheide stattfindet.