

Freitag, 19.03.10, 20.00 Uhr, Halle
1 : 2 (0:0 1:0 0:2)
1:0 (37:32) Thiede (Schmitz, Pohling) PP1
1:1 (43:23) Uvira (Pietsch, Kuch), 1:2 (47:50) Leers (Seelisch)
SBH: 13 + SpD (Rusch) - 4/25/4
FASS: 10 - 2/4/4
SBH: Reukauf, Pschibert; Rusch, Burian, Pohling, Hähnlein, Schmitz; Kasperczyk, Gross, Wunderlich, Glück, Thiede, Miklik, Hruby, Zille, Schubert
FASS: Albrecht, Krüger; Schwarzbach, Kugler, Geiseler, Leibrandt, Seelisch, Gerstung; Kuch, Ludwig, Pietsch, Schmidt, Leers, Masche, Uvira, Harloff, Labuhn
Was mussten sich die Spieler von FASS nicht alles von einigen Akteuren der Saale Bulls nach der 2:11-Niederlage am 05. März anhören. Da war von Hobbymannschaft die Rede, von Amateuren, die da unten nie rauskommen. Aber ein Sprichwort besagt, dass man sich im Leben - oder besser - in einer Saison zweimal trifft.
Gut, in diesem Jahr waren es mit dem Pokal nunmehr sechs Aufeinandertreffen mit den Saale Bulls, wobei man in fünf Fällen mehr oder minder heftig den Kürzeren zog. Manchmal bedarf es eben nur eines guten Tages bei dem einen und eines schlechten Tages bei dem anderen Team, um in diesem Fall die fünf vorangegangenen Niederlagen verblassen zu lassen.
Keinen Pfifferling gab man vor diesem Freitagabend auf das Team von FASS-Coach Chris Lee; die Niederlage bei den Saale Bulls, die unlängst den Regionalliga Nord/Ost-Pokal gewonnen hatten, stand eigentlich schon fest, nur die Höhe dieser war die Frage.
Und so begann auch der erste Spielabschnitt. Die Hausherren setzten die Berliner von Beginn an unter Druck, Sebastian Albrecht, der absprachegemäß an Stelle von Christian Krüger den Kasten der Weddinger sauber halten sollte, hatte von Anfang an Schwerstarbeit zu verrichten. Die Chancen der Saale Bulls zeigten sich beinahe im Minutentakt. Miklik (4. Spielminute). Wunderlich (6.) Thiede (7., Latte) und Schubert (8.) sind nur eine kleine Auswahl der Möglichkeiten. In der neunten Minute jubelten dann die Fans der Saale Bulls, aber leider zu früh. Die Scheibe lag zwar im Berliner Gehäuse, dem Treffer wurde wegen eines zu hohen Stocks die Anerkennung verwehrt. Ironie des Schicksals, Jörn Kugler saß wegen des gleichen Vergehens zu diesem Zeitpunkt auf der Strafbank. Die Bulls blieben am Drücker, Erholung gab es für FASS in der 14. und 16. Minute, als kurz nacheinander Alexander Rusch und Kai Schmitz auf die Strafbank mussten. Aber selbst dabei blieben die Hausherren gefährlich, FASS kam in diesem ersten Abschnitt nicht wirklich zum Zuge, hatte aber in den wenigen Kontern durchaus Torgefahr aufblitzen lassen. Unbefriedigend für die Zuschauer endete das erste Drittel gegen FASS wie schon in den beiden anderen Heimspielen zuvor mit 0:0.
Im zweiten Drittel machten die Saale Bulls da weiter, wo sie aufgehört hatten. FASS kam aber besser in dieses Drittel rein und spielte nun auch mehr mit. Das Forechecking lief bedeutend besser und auch in der Vorwärtsbewegung klappte das Zusammenspiel weitaus flüssiger als im ersten Abschnitt. Eine Folge davon war bei einem Angriff der Akademiker ein Foul an Sebastian Uvira, der mit Jari Pietsch und Daniel Kuch eine Reihe bildete, das dem Sünder, in diesem Fall Alexander Rusch, wegen eines Kniechecks eine Spieldauerdisziplinarstrafe einbrachte. Aber leider konnte die Mannschaft von Chris Lee aus der fünfminütigen Überzahl, die sogar für über 30 Sekunden doppelt bestand, kein Kapital schlagen: Die Hallenser ließen nicht viel zu und das, was in diesem Powerplay auf das Tor der Bulls kam, wurde eine Beute von Erik Reukauf. In der 38. Minute war es dann aber vorbei mit dem vernagelten Tor der Berliner. Eine doppelte Überzahl war gerade überstanden und 20 Sekunden später wäre FASS vollständig gewesen, als Kai Schmitz hart auf den vor Albrechts Gehäuse lauernden Benjamin Thiede passte und der nur noch sein „Arbeitsgerät“ hinhalten musste. Mit diesem 1:0 ging es dann auch in die letzte Pause.
Im letzten Drittel wollte der Pokalsieger dann die Entscheidung erzwingen, aber FASS wollte nicht aufgeben. Mit Mann und Maus wurde verteidigt; auf Konter wurde weiterhin gelauert. Einem Warnschuss von Tim Harloff in der 42. Minute folgte gut 60 Sekunden später der überraschende Ausgleich durch Sebastian Uvira. Daniel Kuch hatte Jari Pietsch auf die Reise geschickt und der bediente den 17jährigen, der aus halblinker Position einfach trocken abzog. Über die Schulter von Erik Reukauf fand die Scheibe ihren Weg und es stand 1:1. Die Berliner spielten nun frech mit und die Hallenser mussten dem Tempo, das während der gesamten Partie hoch war, doch wohl ein wenig Tribut zollen. Jedenfalls nahmen sie nun ihrerseits das Tempo raus, was den Akademikern genau in die Karten spielte. Christian-Alexander Leers nahm kurz hinter dem eigenen Drittel einen Pass von Jan-Hendrik Seelisch auf und fuhr, ohne energisch genug attackiert zu werden, bis ins Drittel der Saale Bulls. Dort waren sich dann zwei Hallenser Verteidiger nicht einig, wer nun die Scheibe vom Tor weg befördert. Leers war der lachende Dritte und konnte in der kurzen Konfusion Reukauf zum zweiten Mal überwinden (48.). Die Gastgeber antworteten daraufhin mit wütenden Angriffen, um noch den Ausgleich zu erzwingen, aber das Tor von FASS blieb für den restlichen Abend geschlossen. Selbst eine Auszeit und die Herausnahme von Erik Reukauf brachte für den Tabellenzweiten keinen Erfolg mehr und es blieb schließlich bei diesem 1:2, womit die Mannschaft von FASS neben Leipzig das einzige Team in der Liga ist, das die Festung Gimritzer Damm geknackt hat.
Wie schon im Pokalspiel gegen den ECC waren erneut die taktische Disziplin, die Laufbereitschaft und der Einsatzwillen der Schlüssel zum Erfolg. Dazu kamen noch Sebastian Albrecht und ein bisschen Glück. Aber mehr braucht man ja auch nicht, um Spiele zu gewinnen.
Chris Lee nach dem Spiel: „Wenn wir führen, gucke ich nie auf die Uhr. Ich warte dann immer auf die Ansage der letzten zwei Minuten und die Schlusssirene. Als dann aber kurz vor dem Ende die Scheibe aus unserem Drittel rausflog und die Spieler anfingen zu jubeln, habe ich nach oben geschaut und die Uhr war bei sieben Sekunden. Da wusste ich, dass wir es geschafft haben. Kompliment an mein Team.“
F.A.S.S. Berlin: Albrecht, Krüger; Geiseler, Gerstung, Kugler, Leibrandt, Seelisch, Schmidt; Harloff, Kuch, Labuhn, Leers, Ludwig, Masche, Pietsch, Uvira, Schwarzbach
red

Am vergangenen Wochenende standen für den ESC Halle 04 e.V. zwei Punktspiele auf dem Plan, die – gemessen an dem Gegner und bei allem sportlichen Respekt vor Selbigen – getrost als „David-gegen-Goliath“-Spiele bezeichnet werden konnten. Dass beide Partien gegen Mannschaften aus der Bundeshauptstadt bestritten werden mussten, ist ein Kuriosum am Rande.
Den Anfang machte am Freitagabend die Partie der Saale Bulls gegen die Akademiker von F.A.S.S. Berlin. Noch Minuten nach Spielende hörte man in den Gästekabinen das aus Stadien bestens bekannte Lied „Auswärtssiege sind schön!“, denn den Underdogs aus Berlin gelang DIE Überraschung schlechthin – sie siegten gegen die haushohen Favoriten aus Halle mit 2:1 (0:0, 0:1, 2:0) und somit schlug David Goliath.
Von Beginn an machten die Gastgeber klar, wer der Herr in der EissportHalle ist, scheiterten jedoch immer wieder am überragenden Gäste-Goalie Albrecht. Somit ging es für beide Teams sicherlich überraschend mit einem 0:0 in die erste Drittelpause.
Nach Wiederanpfiff verflachte die Partie zusehends, leider jedoch eher auf Seiten der Saale Bulls. Ob am Ende einer langen Saison die Kräfte nachgelassen haben oder aber ob es an der Motivation lag – zwar konnten die Bulls mit 1:0 in Führung gehen, doch im letzten Spielabschnitt kämpften und ackerten die Gäste aus Berlin deutlich mehr als die Hausherren und konnten verdientermaßen auch den 1:1-Ausgleich erzielen. Beflügelt dadurch, den „Goliath Halle“ am Rande der Niederlage zu haben, steckte „David Berlin“ zu keinem Zeitpunkt auf und erzielte folgerichtig die Führung zum 2:1. Die Niederlage gegen den Underdog vor Augen zogen die Bulls die Zügel noch einmal an, doch leider zu spät. Das Tor der Akademiker war wie vernagelt und auch die Herausnahme von Torwart Erik Reukauf zugunsten eines sechsten Feldspielers kurz vor Spielende brachte nicht den erhofften Erfolg des Ausgleichs-Treffers. Dieser wäre Angesichts des Spielverlaufes auch ehrlicherweise unverdient gewesen, war F.A.S.S. Berlin an diesem Abend einfach den Tick hungriger und aufopferungsvoller und hat somit auch verdientermaßen als einzige Mannschaft neben Leipzig die Punkte vom Gimritzer Damm entführen können.
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• zum 50.Mal in der Vereinsgeschichte ein „Null-Punkte-Spiel“ am Gimritzer Damm, zum ersten Mal überhaupt zuhause gegen F.A.S.S. Berlin verloren
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Quelle:
ESC Halle 04 - Saale Bulls, wo ihr auch den gesamten Artikel lesen könnt
Hallenser erleiden 1:2-Niederlage - Alexander Rusch muss mit Spieldauerstrafe vom Eis
Mit einer blamablen 1:2-Niederlage endete das vorletzte Heimspiel von Saale-Bulls in der Eishockey-Regionalliga gegen Fass Berlin. Benjamin Thiede brachte Halle in der 38. Minute in Führung, im letzten Drittel war Fass zwei Mal gegen die enttäuschenden Gastgeber mit ihrem zweiten Torwart Erik Reukauf erfolgreich. Im zweiten Drittel bekam Alexander Rusch eine Spieldauerstrafe, nachdem ein Berliner, der später wieder munter mitspielte, theatralisch auf dem Eis liegen blieb.
Quelle:
MZ-Web.de