Regionalliga
Archiv 2009/10

FASS Berlin - ECC Preussen

Dienstag, 23.03.2010, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

3 : 1 (3:0 0:1 0:0)

Tore

1:0 (06:33) Ludwig (Leers, Supis), 2:0 (09:35) Supis (Kugler) UZ1, 3:0 (13:35) Pietsch (Uvira, Leers)

 

3:1 (25:53) Leciejewski (Scholz)

PIM

FASS: 16 - 6/6/4

ECC: 8 - 0/2/6

Berichte

"Ein gutes Drittel hat gereicht"

Mit 3:1 (3:0,0:1,0:0) gewann FASS Berlin auch das Pokal-Rückspiel gegen den Lokalrivalen ECC Preussen und sicherte sich somit den fünften Platz im Pokalwettbewerb - Gäste-Goalie Leonhardt musste nach einem unglücklichen Zusammenprall ins Krankenhaus

 

Den Akademikern war von Beginn an anzumerken, dass ihnen die Siege am Wochenende gegen die beiden Liga-Obersten gut getan hatten. Sie kombinierten gut und spielten schnell. Innerhalb der ersten 90 Sekunden hatten sie schon 3 große Chancen, die aber von ECC-Goalie Leonhardt gut pariert wurden. Kurz darauf dann die Schock-Szene des Spiels, als FASS-Stürmer Ludwig einen Pass nicht mehr erreichte und Leonhardt heraus rannte, um die Scheibe weg schlagen zu wollen und dabei unglücklich mit ihm zusammenrauschte. Der Goalie blieb auf dem Eis kurz liegen, konnte aber erstmal weitermachen.

In der 7. Minute dann das 1:0 für FASS durch Ludwig, der im dritten Nachstochern die Scheibe ins Tor setzte, nachdem Leers und Supis scheiterten. Gute drei Minuten später erhöhte Supis in Unterzahl mit einem Break nach doppelten Doppelpass mit Kugler zum 2:0. Bei beiden Toren hatte Leonhardt keine Chance. In der 13. Minute ließ sich der ECC-Goalie auswechseln. Leonhardt kam zur Beobachtung ins Krankenhaus, wo ein Loch im Trommelfell und eine schwere Nackenprellung diagnostiziert wurden. Er konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Jan Kremer übernahm nun. Und er war noch nicht mal richtig drin, da jubelten die FASS-Anhänger zum dritten Mal. Ganze 41 Sekunden hatte es gedauert, bis es bei ihm einschlug durch Pietsch. Der ECC kam kaum aus dem eigenen Drittel raus, so dominant agierten die Gastgeber. Und die Führung hätte bis zur Drittelpause noch höher ausfallen können, wenn FASS seine Spielzüge konsequenter beendet hätte. Der ECC versuchte es zwar mit Kontern, aber die FASS-Abwehr und Goalie Albrecht standen sicher.

 

Im zweiten Drittel nahm FASS dann etwas Fahrt raus aus dem Spiel und der ECC bekam nun mehr Spielanteile und ließ sich nun auch öfter vorm FASS-Tor blicken.

In der 26. Minute dann ein kapitaler Fehlpass von Leers genau auf ECC-Stürmer Scholz. Er gab dann schnell auf Leciejewski weiter, der dann mutterseelenallein auf Albrecht zulief und eiskalt zum 1:3 einnetzte. Da FASS auch nach dem Tor nicht an seine Form vom ersten Drittel zurückfand, hatten die Gäste noch durch Schertz, Hurbanek und Jentzsch gute Torchancen, aber die Akademiker konnten sich an diesem Abend auf ihren Goalie verlassen.

Der ECC spielte jetzt sein Spiel runter und FASS passte seine Spielweise denen der Gäste an.

Nach 36. Minute sorgte dann Schiedsrichter Winnekens für Diskussionsbedarf, denn er hatte ein Tor von Supis nicht anerkannt, da der Puck wohl angeblich „nur“ den Innenpfosten traf, und nicht wie es viele der 332 Zuschauer sahen, das hintere Tor-Gestänge. So blieb es beim 3:1 für FASS nach 40 Minuten.

 

Im letzten Drittel das selbe Bild wie im zweiten Abschnitt. FASS zwar jetzt wieder spielbestimmender, sodass sich das Spiel mehr im ECC-Drittel abspielte, aber absolut kein Vergleich zum Beginn des Spiels. Umso länger das Spiel jetzt dauerte, desto mehr plätscherte es so dahin. Von einem Pokal-Fight war man mittlerweile Welten entfernt. Erst in der 52. Minute wurde es mal wieder gefährlich vor einem der beiden Tore. ECC-Stürmer Scholz versuchte es mit einem Schlagschuß und war dicht dran am Anschlusstreffer, aber der Pfosten rettete die Akademiker. Das war es aber auch schon an großen Szenen. Danach spielten beide Teams ein Spiel, um möglichst schnell die Uhr herunterlaufen zu lassen…

 

Nach der Schluss-Sirene resümierte FASS-Mannschaftsleiter Peter Wagenfeldt: „Ein gutes Drittel hat gereicht.“ Dem ist nichts hinzuzufügen ...

 

 Carsten Ruschke für Radio Eiskalt