Sonntag, 12.09.2010, 19.00 Uhr, Wurmbergstadion/Braunlage
1 : 2 n. P. (0:1 1:0 0:0 - 0:1)
0:1 (15:55) Veber (Gries)
1:1 (24:38) Öttl UZ1
1:2 (65:00) Supis GWS
ESCB: 6 - 2/2/2
FASS: 8 + 10 (Roubicek) - 2/14/2
Chris Lee: „Ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft, sie hat, wie schon am Freitag, gekämpft und gearbeitet. Zum Schluss war die Mannschaft ein bisschen müde, denn wir hatten nicht genug Spieler dabei. (...) Alexander Grunwald hat gut gehalten, besonders im Penaltyschießen.“
Marc Garthe: „Ich bin auch zufrieden mit meiner Mannschaft, wir haben sogar besser gespielt als am Freitag, nur unsere Chancen nicht genutzt. Aber auch wir waren heute ein bisschen müde, die Mannschaft hat ja auch viel trainiert.“

Akademiker auch im zweiten Testspiel siegreich
Ohne sechs Spieler und ohne ihre Stammtorhüter mussten die Akademiker am Sonntag zum Rückspiel reisen, denn Fabio Patrzek (rekonvaleszent), Lucien Aicher (familiäre Gründe), Daniel Kuch (Beruf), Andre Winkler (Beruf), Thomas Leibrandt, Tim-Tarkan Harloff sowie die Torhüter Sebastian Albrecht (Einsatz in der DEL), Christian Krüger (Beruf) und Jimmy Hertel (ebenfalls rekonvaleszent) mussten auf ihren Einsatz verzichten. Kein leichtes Unterfangen also für die Mannschaft von Chris Lee, die mit insgesamt 12 U21-Spielern antrat. Aber sie hat auch dieses Problem gemeistert und das zweite Spiel gegen Braunlage gewonnen. 1:2 stand nach dem Penaltyschießen auf der Anzeigetafel und auch dieser Sieg war verdient.
Alexander Grunwald von den Salzgitter Icefighters stand im Harz bei den Akademikern zwischen den Pfosten und, um es vorweg zu nehmen, dieser machte seine Sache mehr als ordentlich. Bei dem einzigen Treffer, den er an diesem Abend kassiert hat, war er machtlos und beim Penaltyschießen ließ er keinen Treffer zu.
Die Gastgeber begannen engagiert und drückten FASS in den ersten 90 Sekunden ins eigene Drittel, aber die Antwort kam schon kurz darauf. Den ersten Konter schloss Roman Veber mit einem Schuss an die Latte ab. Alois Öttl auf Seiten der Wölfe machte es dann in der dritten Minute ähnlich, er traf den Pfosten. So entwickelte sich eine abwechslungsreiche Partie mit Chancen auf beiden Seiten, die dann in der 16. Spielminute ihren ersten Höhepunkt hatte. Christian Gries startete im Mitteldrittel durch, passte überlegt zum mitgelaufenen Roman Veber und der verwandelte direkt zum 0:1. In der 19. Minute fast sogar das 0:2. FASS mit einem Mann mehr auf dem Eis hatte sich im Braunlager Drittel festgesetzt, Patrick Czajka passte auf den vor dem Tor lauernden Benjamin Hecker. Dieser ließ Mario D’Antuono sogar noch aussteigen, nur sein Schuss geriet etwas zu hoch.
Im zweiten Drittel startete FASS besser und hatte in der 24. Minute einen weiteren Vorteil, da Erik Pipp eine zweiminütige Auszeit nehmen musste. Aber durch einen krassen Fehler im eigenen Drittel war dieser Vorteil dahin. Einen Fehlpass nahm Alois Öttl dankend an und vor allen Dingen direkt ab; der Schuss schlug hinter dem chancenlosen Alexander Grunwald ein (25.). Danach verlor FASS ein wenig die Linie, die Braunlager versäumten es jedoch, ihre Möglichkeiten in Zählbares umzuwandeln und daher blieb es beim 1:1, da auch das Team von Chris Lee seine Möglichkeiten nicht verwertete. Steve Roubicek holte sich kurz vor dem Drittelende bei einem zu heftigen Einsatz vor dem eigenen Tor noch 2 + 10 Minuten wegen Check von Hinten ab und Vincent Schlenker hatte sich zudem noch verletzt, dass der letzte Spielabschnitt nicht unter den günstigsten Bedingungen beginnen sollte.
Aber die erste Chance hatte das Team der Weddinger bereits nach zehn Sekunden, doch Christian-Alexander Leers zog gegen den Wölfe-Schlussmann den Kürzeren. In der Folge war es ein ständiges Hin und Her, beide Mannschaften hatten ihre hochkarätigen Möglichkeiten, die beste wohl Jan Schmidt in der 56. (?) Minute. Von Jan-Hendrik Seelisch glänzend in Szene gesetzt, war die Braunlager Verteidigung geradezu klassisch ausgespielt und er lief alleine auf Mario D’Antuono zu. Aber der blieb erneut Sieger und es daher auch beim Unentschieden. Das Penaltyschießen musste nun die Entscheidung bringen, da eine Verlängerung nicht gespielt wurde. Thomas Supis verwandelte den ersten Penalty für FASS und es sollte auch der einzige an diesem Abend bleiben. Alexander Grunwald hielt seinen Kasten sauber und damit war der zweite Sieg im zweiten Vorbereitungsspiel perfekt.
Fazit: Ein verdienter Sieg in einer fairen, abwechslungsreichen und spannenden Partie. Das Team hat sich diesen Erfolg erarbeitet, aber die Arbeit steht ja bekanntermaßen vor diesem. Die Mannschaft von Chris Lee zeigte sich in den diesen beiden Spielen kampfstark, einsatzfreudig und vor allen Dingen schon in der Lage, auch zweimal über 60 Minuten zu gehen.
Nun geht der Blick nach Adendorf, wo am nächsten Wochenende die nächsten beiden Spiele anstehen. Zuerst wird am Freitag in Adendorf gespielt, Beginn ist dort um 20.00 Uhr. Das Rückspiel folgt dann am kommenden Sonntag, Spielbeginn im Erika-Hess-Eisstadion ist um 14.00 Uhr.
F.A.S.S. Berlin: Grunwald (Salzgitter Icefighters/G) - Haase, Balko, Kugler, Supis, Schmidt, Seelisch - Schlenker, Roubicek, Czajka, Gries, Leers, Veber, Labuhn, Hecker
Nur zum Teil gelungen war das Heimdebüt der Harzer Wölfe. Vor 251 Zuschauern im Braunlager Wurmbergstadion unterlag der Eishockey-Oberligist im Testspiel gegen FASS Berlin mit 1:2 (0:1, 1:0, 0:0 ? 0:1) nach Penaltyschießen. Auch wenn der Auftakt auf Harzer Eis nicht mit einem Sieg beendet wurde, so war Trainer Marc Garthe mit seiner Mannschaft doch zufrieden. Die Chancenverwertung bemängelte er jedoch.
"Wir wollten unbedingt mit einem Sieg vor den eigenen Fans starten. Leider hat das nicht geklappt. Die Chancen waren da, aber vielleicht haben wir uns auch selbst etwas zu viel unter Druck gesetzt. Wir waren etwas müde, auch die Nervosität der ersten Heimspiels war zu spüren", sagte Garthe nach Spielschluss. Dass es mit dem Toreschießen nicht so richtig klappte, lag vor allem am starken Alexander Grunwald im Berliner Tor. Der junge Keeper, in der vergangenen Saison noch im Wölfe-Dress aktiv, spielt eigentlich für die Icefighters Salzgitter. Als Leihgabe war er für das Spiel bei den freien Akademikern eingesprungen. "Unsere Nummer Eins Sebastian Albrecht war mit den Eisbären Berlin in der DEL aktiv, unsere weiteren Torleute waren verletzt oder beruflich verhindert. Über Kontakte zu Salzgitters Trainer Uwe Gräser sind wir dann auf Alex gekommen", erklärte Berlins Mannschaftsleiter Peter Wagenfeld.
Besonders bei zwei Sololäufen von Stefan Bilstein und Marc Garthe sowie in der Schlussphase, als die Harzer auf den Siegtreffer drängten, behielt Grunwald die Ruhe. Da auf der Braunlager Seite auch Mario D'Antuono ein starkes Spiel ablieferte, blieben Tore Mangelware. Für die Berliner hatte Roman Veber im ersten Drittel die Führung erzielt (16.). Alois Öttl besorgte mit einem mächtigen Schlagschuss in Unterzahl den verdienten Ausgleich (25.). Im abschließenden Penaltyschießen traf lediglich Berlins Thomas Supis, während alle weiteren Schützen vergaben.
Quelle:
Harzer Wölfe Braunlage
Mit einem 1:2-Sieg (0:1/1:0/0:0) nach Penaltyschießen bei den Harzer Wölfen Braunlage startet FASS Berlin in die Auswärtssaison 2010/11.
Beide Teams traten mit einem leicht veränderten Kader an. Bei Braunlage fehlte der an der Schulter verletzte Benjamin Schulz, dafür waren mit Sören Krebs und Sven Eichler zwei Talente mit dabei. FASS musste auf Lucien Aicher, Daniel Kuch und André Winkler verzichten. Außerdem stand kein Goalie zur Verfügung. Mit Alexander Grunwald half ein Keeper der Salzgitter Ice Fighters aus. Hier zeigt es sich, dass es möglich ist, dass Vereine sich untereinander helfen. In Berlin erscheint so eine Aktion als eher unwahrscheinlich.
Das Spiel begann mit guten Offensivaktionen auf beiden Seiten. Die Wölfe agierten längst nicht so defensiv wie beim Hinspiel am Freitag, was dem Spiel sichtlich gut tat. Mario D’Antuono und Alexander Grunwald konnten sich einige Male auszeichnen. Nach 16 Minuten war der Goalie der Gastgeber dann nach einen Break der Berliner geschlagen. Roman Veber konnte ein Zuspiel von Christian Gries zur Führung für FASS verwandeln. Nach insgesamt ausgeglichenem Spielverlauf blieb es bis zur Drittelpause bei der Führung für die Akademiker.
Im Mittelabschnitt übernahmen zunächst die Gäste von der Panke das Kommando. Und kassierten doch den Ausgleich. Alois Öttl fängt einen Pass eines Berliners ab und überlistet Berlins Gastgoalie zum 1:1 Ausgleich. Und das auch noch bei Überzahl der Gäste… Es folgte ein weiterhin ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Da an diesem Abend ein Schiedsrichter die Partie leitete, der auch über Finderspitzengefühl verfügte, blieb es ein munteres Spiel mit wenigen Strafzeiten. Die Gastgeber hatten allerdings einige Torchancen mehr als die Berliner. „Berlins“ Keeper hielt „seine“ Farben vor allem zum Ende des Drittels mit guten Paraden im Spiel. 50 Sekunden vor der Drittelsirene kassierte Berlins Steve Roubicek nach einem Check von Hinten die dafür vorgesehenen 2 + 10 Minuten Strafe.
Es ging also für FASS mit 70 Sekunden Unterzahl in den Schlussabschnitt. Verzichten mussten die Akademiker dabei auf Vincent Schlenker, der auf Grund von Rückenproblemen passen musste. Die Strafe wurde unbeschadet überstanden. In der Folge ging es hin und her, wobei beide Teams eine hohe Einsatzbereitschaft zeigten. Trotz Chancen auf beiden Seiten blieb es aber beim leistungsgerechten 1:1 nach 60 Minuten.
Auf eine ab dieser Saison in der Oberliga übliche fünfminütige Verlängerung wurde verzichtet, es ging gleich ins Penaltyschießen. Hier konnte als einziger Schütze Thomas Supis seinen Penalty verwandeln und sicherte FASS damit den Sieg.
Nach dem Spiel waren sich beide Trainer in zwei Punkten einig. Die Spieler waren nach dem sehr kräftezehrenden Spiel von Freitag etwas müde und der Schiedsrichter war wesentlich besser als am Freitag. FASS Co-Trainer Rumid Masche lobte außerdem den guten Goalie Alexander Grunwald und bedankte sich außerdem dafür, dass er bei FASS ausgeholfen hatte. Auch mit der Leistung des Teams war er zufrieden: „Sie haben gut gekämpft und gearbeitet.“
Auch Braunlages Coach Marc Garthe war zufrieden mit seinem Team zufrieden. Nur die schlechte Chancenverwertung bemängelte er. „Daran werden wir noch arbeiten müssen.“
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Berliner in beiden Spielen gegen die Harzer einen guten Eindruck hinterlassen haben. Wenn die Weddinger diese Form auch in den anderen Vorbereitungsspielen bestätigen können, muss mit ihnen in der Liga gerechnet werden.