Freitag, 17.09.2010, 20.00 Uhr, Adendorf
2 : 6 (1:0 1:5 0:1)
1:0 (00:28) Folkert (Böttger, Czernohous)
2:0 (20:49) Folkert (Czernohous, Böttger), 2:1 (23:24) Hecker (Czajka, Leers) PP2, 2:2 (33:11) Supis (Leers, Czajka) PP2, 2:3 (34:19) Johnsson (Leers, Gries) PP1, 2:4 (35:35) Hecker (Leers), 2:5 (38:28) Czajka (Haase, Schmidt) UZ1
2:6 (53:33) Czajka (Kugler, Haase)
AEC: 28 - 6/16/6
FASS: 14 - 4/6/4

Zwischenzeitliches 0:2 im zweiten Drittel doch noch in einen deutlichen Erfolg umgewandelt - 150 Sekunden entscheiden das Spiel - Neun von elf Spielern scoren - Patrick Czajka trifft in Unterzahl
Als der Bus mit der Mannschaft der Akademiker am gestrigen Nachmittag vom Erika-Hess-Eisstadion in Richtung Adendorf zum dritten Vorbereitungsspiel abfuhr, musste man ernsthaft Sorge um das Zustandekommen des Spiels haben, denn nur neun Spieler befanden sich an Bord. Der Rest der Mannschaft musste aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen in Berlin bleiben. Dass dann doch gespielt wurde und das Team von Chris Lee den dritten Testspielsieg unter Dach und Fach bringen konnte, hatte mehrere Gründe. Erst wurden Jörn Kugler, Benjamin Hecker und Benjamin Nitschke mehr oder weniger direkt von ihren Arbeitsplätzen von Mannschaftsleiter Peter Wagenfeldt noch hinterher gebracht, dann lieferte die Mannschaft auf dem Eis der Walter-Maack-Eissporthalle nicht nur wieder eine starke kämpferische Leistung ab, sondern setzte auch spielerisch Akzente und zudem sollte man nicht außer Acht lassen, dass sich das Adendorfer Team erst seit gut einer Woche auf dem Eis steht. Aber trotzdem, ein auch in der Höhe verdientes 6:2 bei einer Adendorfer Mannschaft, die acht Neuzugänge hat und komplett antrat, lässt aufhorchen.
Dabei sah es aber bis zur Hälfte gar nicht so gut aus. 0:2 lag das Team in der 23. Minute bereits zurück, ehe Benjamin Hecker nach Vorlage von Patrick Czajka bei doppelter Überzahl mit einem Schuss von der blauen den Anschlusstreffer markierte. Bis dahin hatten die gut 400 Zuschauer ein auf beiden Seiten engagiert geführtes Spiel gesehen, in dem die Gastgeber bereits mit dem ersten Angriff nach 28 Sekunden in Führung gehen konnten. Patrick Folkert hatte aus halblinker Position abgezogen und die Scheibe war irgendwie an Benjamin Nitschke vorbeigerutscht. Adendorf drückte danach weiter, aber FASS hielt in diesem ersten Abschnitt dagegen, so dass zwar eine Vielzahl von Chancen auf beiden Seiten zu verzeichnen waren, doch ein weiterer Treffer nicht fallen sollte.
Der fiel dann für die Heidschnucken gleich zu Beginn des zweiten Drittels. Erneut war es Patrick Folkert, der eine Vorlage von Marlon Czernohous am kurzen Pfosten zum 2:0 abnahm (21.). Dann drehte sich aber das Spiel, weil das Team von Chris Lee nun seinerseits den Druck erhöhte und sich die Mannschaft von Lumir Mikesz einige Strafen abholte. Und die wurden dann von FASS eiskalt ausgenutzt. Nach dem Anschlusstreffer von Benjamin Hecker dauerte es noch bis zur 34. Spielminute, dann konnten die Akademiker in gut zweieinhalb Minuten das Spiel drehen. Erst legte Christian-Alexander Leers bei doppelter Überzahl für den heranstürmenden Thomas Supis zum Ausgleich perfekt auf, 60 Sekunden später nahezu identisch für Anders Johnsson zur Führung. Die Gastgeber wollten nun ihrerseits den Ausgleich erzielen, die Folge war ein Break über Christian-Alexander Leers, der dann auf Benjamin Hecker ablegte – 2:4. Marek Michal im Tor der Heidschnucken war bei allen drei Toren machtlos. Die vorzeitige Entscheidung fiel dann in der 39. Minute. Jan Schmidt erkämpfte sich die Scheibe bei Unterzahl im eigenen Drittel, passte auf Henry Haase, der wiederum auf Patrick Czajka. Der lief alleine auf Michal Marek zu – 2:5.
Im letzten Abschnitt schalteten die Akademiker einen Gang zurück, bei den Adendorfern forderte das Spiel seinen kräftemäßigen Tribut, es fiel nur noch das 2:6. Wieder nach einem Break und erneut war Patrick Czajka der Nutznießer.
Fazit: Der dritte Erfolg im dritten Testspiel durch ein Team, das ihn sich nicht nur erkämpft, sondern auch erspielt hat. Neun von elf Spielern konnten sich in die Scorerliste eintragen. Das Team kämpft um jede Scheibe, spielt schnell und arbeitet über 60 Minuten. Es macht Spaß, dieser Mannschaft zuzusehen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass es noch keine Ligaspiele sind. Daniel Kuch (#8) sah es nach dem Spiel daher eher verhalten: „Ich denke, wir haben uns in Adendorf mit elf Spielern gut präsentiert.“
Wer Lust hat, sich ein eigenes Bild über das Team der Akademiker zu machen, kann das schon am morgigen Sonntag tun. Denn um 14.00 Uhr fällt im Erika-Hess-Eisstadion der Puck zum Rückspiel gegen den Adendorfer EC. Und die Heidschnucken werden sicherlich alles versuchen, den Erfolg dieses Mal auf ihre Seite zu ziehen.
F.A.S.S. Berlin: Nitschke - Haase, Kugler, Schmidt, Supis - Czajka, Gries, Hecker, Johnsson, Kuch, Leers, Veber