Sonntag, 19.09.2010, 14.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
6 : 2 (2:1 2:1 2:0)
0:1 (04:32) Folkert (Czernohous, Heideck) 1:1 (08:30) Czajka (Schlenker, Hecker), 2:1 (16:04) Schmidt (Supis) PP1
3:1 (20:37) Schlenker (Czajka), 3:2 (22:51) Richardt (Stibitz, Exner), 4:2 (30:10) Schlenker PP1
5:2 (45:12) Kugler (Leers, Schmidt) PP1, 6:2 (51:58) Haase (Gries)
FASS: 15 + SpD (Supis) - 2/31/2
AEC: 20 - 6/6/8

Erneut 6:2 gegen Adendorf - Jan-Hendrik Seelisch verletzt - Spieldauer gegen Thomas Supis - Vincent Schlenker (2), Patrick Czajka, Henry Haase, Jörn Kugler und Jan Schmidt die Torschützen
„Ich bin sehr zufrieden. Siege sind unser Ziel und wir wollen so viele Spiele wie möglich gewinnen. Und damit sind wir auf dem richtigen Weg ...“ lautete der kurze, aber deutliche Kommentar von Coach Chris Lee nach dem Spiel.
Dass die Akademiker auf dem richtigen Weg sind und zumindest eine sehr gute Vorbereitung bestreiten, zeigte sich nicht nur in den letzten drei Spielen, sondern auch an diesem Sonntag. Gegner war zum zweiten Mal an diesem Wochenende der Adendorfer EC und wie schon am Freitag konnte FASS das Spiel mit 6:2 für sich entscheiden.
Auf einigen Positionen verändert zeigte sich das Team aus dem Wedding. Im Tor stand diesmal Christian Krüger für Benjamin Nitschke; Patrick Balko, Jan-Hendrik Seelisch und Andre Winkler kamen in der Verteidigung hinzu sowie im Sturm Steve Roubicek und Vincent Schlenker. Dafür waren Daniel Kuch und Roman Veber (spielte am Vormittag für das DNL Team der Eisbären) nicht dabei. Somit standen Chris Lee 14 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung.
Die Gäste aus der Heide traten nahezu unverändert an, lediglich Peter Hofmann fehlte. Und auf der Back Up-Position war Mario Kluckow für Christian Stanik im Kader.
Die Adendorfer zeigten von Beginn an, dass sie die Hinspiel-Niederlage vergessen machen wollten und attackierten sehr früh, die ersten Möglichkeiten hatte aber FASS. Trotzdem gelang Patrick Folkert die Führung für den Adendorfer EC, nach gut viereinhalb Minuten konnte er Christian Krüger zum 0:1 überwinden. Fast genau vier Minuten später war es aber vorbei mit dieser Führung, Patrick Czajka glich im Nachschuss nach Vorarbeit von Vincent Schlenker und Benjamin Hecker aus. Je eine Strafzeit gegen beide Mannschaften blieben dann ohne Folgen, lediglich beide Torhüter konnten sich auszeichnen. Die nächste Strafe gegen die Gäste sollte es dann aber in sich haben und das auf beiden Seiten. Denn Jan-Hendrik Seelisch musste nach einem hohen Stock von Frank Richardt verletzungsbedingt vom Eis ins Krankenhaus. Dieser kassierte dafür nur 2 + 2 Strafminuten (ein Umstand, der später nicht nur unter den Fans für reichlich Gesprächsstoff sorgen sollte) und FASS ging dann in Überzahl in Führung. Dafür sorgten zwei sturmerfahrene Verteidiger, denn Thomas Supis legte für Jan Schmidt auf; 2:1 in der 17. Minute. Damit ging es dann auch in die erste Pause.
Ob die Gäste im zweiten Abschnitt mit ihren Gedanken noch in der Kabine waren oder FASS ein wenig wacher sei dahingestellt; aber nach nur 37 Sekunden stand es 3:1 durch Vincent Schlenker, der von Patrick Czajka bedient worden war. In der 23. Minute verkürzte dann Adendorf auf 2:3 durch Frank Richardt. Aber auch dadurch ließen sich die Akademiker nicht von ihrem Weg abbringen, denn ein weiteres Powerplay (Jeff McDowall saß eine kleine Strafe ab) und ein Vincent Schlenker im Alleingang sorgten für das 4:2 (31.). Christian Gries freute sich nach diesem Treffer aber nicht gleich mit seinen Mannschaftskollegen; er knöpfte sich zunächst Tim Exner vor, der Vincent Schlenker bei seinem Treffer nicht regelkonform mit dem Stock malträtiert hatte. Hauptschiedsrichter Marcel Metzkow sah aber diese Art der Diskussion ebenfalls als nicht regelkonform an und schickte die Kontrahenten auf die Strafbank. Die unglücklichen Zusammenstöße sollten kein Ende haben. In der 33. Spielminute war für Thomas Supis vorzeitiges Duschen angesagt, denn der hatte Dennis Szygula an der Bande erwischt, wonach dieser mit einer Verletzung an der Nase ausschied. Trotzdem war es kein überhartes oder gar unfaires Spiel (wobei es die Betroffenen, sei es nun Jan-Hendrik Seelisch oder Dennis Szygula, sicherlich anders sehen – gute Besserung und schnelle Genesung für beide), aber die Grenzen zwischen erlaubt/unerlaubt oder fair/unfair sind in dieser schnellen Sportart eben sehr schmal. Die Gäste aus der Heide ließen die fünfminütige Überzahl zwischen der 33. und 38. Minute übrigens ungenutzt, es blieb beim 4:2.
Im letzten Drittel waren es dann nochmal zwei Verteidiger, die für den Endstand verantwortlich zeichneten. In der 46. Minute Jörn Kugler, dem „Mr. Vorlage“ Christian-Alexander Leers zuarbeitete und in der 52. Minute nach Vorarbeit von Christian Gries der Youngster im Team, Henry Haase, zum 6:2
Fazit: Vier Spiele, vier Siege – was will man mehr?
Mannschaftsleiter Peter Wagenfeldt sieht die Fortschritte des Teams: „Die Mannschaft hat erneut das bestätigt, was sie auch schon in den letzten Spielen gezeigt hat.“
Christian-Alexander Leers sah es übrigens ebenso deutlich wie sein Trainer (siehe oben), formulierte es aber noch kürzer: „War gut.“
Am nächsten Wochenende steht die nächste Standortbestimmung an, denn es geht zweimal gegen den Favoriten der Oberliga Nord – die Piranhas aus Rostock. Am Freitag trifft man sich ab 19.30 Uhr im Erika-Hess-Eisstadion, am Sonntag um 19.00 Uhr in der Schillingallee.
F.A.S.S. Berlin: Krüger, Nitschke - Balko, Haase, Kugler, Schmidt, Seelisch, Supis, Winkler - Czajka, Gries, Hecker, Johnsson, Leers, Roubicek, Schlenker
Wie vor 2 Tagen in Adendorf gewannen die Akademiker auch das Rückspiel im heimischen Erika-Hess-Eisstadion mit 6:2 (2:1/2:1/2:0). Schlenker doppelter Torschütze – Supis bekam eine Spieldauerstrafe.
Zu Beginn des Spiels gehörten die ersten Minuten klar den Berlinern. Es war ihnen anzumerken, dass sie diesmal schnell in Führung gehen wollten. Aber AEC-Torwart Marik und seine Vorderleute kamen hellwach aus der Kabine. Stattdessen zeigten die Gäste, wie man ein Tor schießt. In der dritten Minute konnte FASS-Goalie Krüger einen Schuß von Richardt noch abwehren, aber nur 2 Minuten später war er gegen Folkerts machtlos. Danach war die Defensive der Berliner etwas von der Rolle, so dass nur 60 Sekunden später es fast zum zweiten Male eingeschlagen hätte, aber Zawadzki verzog knapp. Anschließend übernahmen die Berliner wieder das Kommando. In der neunten Minute fiel dann auch der Ausgleich durch Czajka. Fünf Minuten später war dann für FASS-Verteidiger Seelisch das Spiel zu Ende, denn durch eine Verletzung im Gesicht, durch einen hohen Stock von Richardt, konnte er nicht mehr weiterspielen. Schiedsrichter Metzkow war dann allerdings gnädig zum Schuldigen und gab ihm „nur“ eine 2+2-Minuten-Strafe wegen „unabsichtlicher Verletzungsfolge“….
Aus dem anschließenden Überzahlspiel fiel dann auch die Führung zum 2:1 für die Akademiker durch Schmidts Abstauber.
Im 2. Drittel zeigten die Hauptstädter, dass auch sie schnell Tore erzielen können. Das Eröffnungsbully gewonnen und schnurstracks nach vorne - Czajka auf Schlenker und nach 37 Sekunden stand es 3:1. Doch ruhig sollte es danach nicht weitergehen. Adendorf zwar etwas beeindruckt, aber sie spielten ihr Spiel weiter und wurden in der 23. Minute mit dem Anschlusstreffer zum 2:3 belohnt, als Frank Richardt sich im eigenen Drittel die Scheibe schnappte, quer übers Eis spazierte und auch noch Goalie Krüger überwand. Kurz darauf hatte Hofmann sogar die Chance zum Ausgleich, aber er scheiterte am Torwart. In der 31. Minute sorgte Schlenker mit seinem zweiten Treffer wieder für den 2-Tore-Abstand, als er (s)ein gewonnenes Bully eiskalt einnetzte. Zwei Minuten später musste FASS-Stürmer Supis auf die Strafbank wegen eines Bandenchecks an Szygula, doch die „kleine Strafe“ war für die Gäste nicht genug. Also debattierten sie minutenlang mit Schiedsrichter Metzkow, dass er das Strafmaß doch erhöhen solle. Und er tat es dann auch - wegen Verletzungsfolge durfte Supis dann Duschen gehen. Aus dem darauffolgenden fünfminütigen Überzahlspiel konnten die Adendorfer aber keinen Nutzen ziehen. Es blieb beim 4:2 nach 40 Minuten.
Die letzten 20 Minuten waren dann Schonkost. Beide Teams machten nicht mehr, als sie unbedingt mussten. Den fünften Berliner Treffer erzielte nach gut fünf Minuten Kugler in Überzahl, nachdem bereits nacheinander Schmidt und Leers an Torwart Marik scheiterten. Acht Minuten vor dem Ende hatte Adendorfs Goalie denn auch noch Pech, als er einen Schuss von Haase zwar abwehren konnte, die Scheibe allerdings genau an den Pfosten sprang und von dort dann ins Tor zum 6:2-Endstand kullerte.
Adendorfs Stürmer Szygula hat sich bei dem Bandencheck die Nase gebrochen. Radio Eiskalt wünscht ihm alles Gute und eine schnelle Genesung!