Sonnabend, 25.09.2010, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
4 : 9 (1:2 0:2 3:5)
1:0 (01:32) Graul (Pohl) 1:1 (02:09) Gräber (Radziejewski, Balski), 1:2 (15:13) Grundmann (Windler, Neumann) UZ1
1:3 (20:15) Windler (Grundmann), 1:4 (24:52) Dannbeck
1:5 (40:54) D’Heureuse (Rogosch, Schindler), 1:6 (44:45) Radziejewski (Soltani, Balski), 2:6 (46:05) Graul (Maier, Pohl), 3:6 (52:51) Kloster (Müller, Gilbert) PP1, 3:7 (54:21) Flynn (Otto) PP1, 4:7 (55:27) S. Reinhardt (Gilbert, Frege), 4:8 (58:04) Soltani (Radziejewski), 4:9 (58:23) Wilke (Windler) UZ1
FASS: 12 - 4/4/4
ESCB: 16 - 8/2/6
Mit 4:9 (1:2/0:2/3:5) unterlag das Sachsenligateam von FASS Berlin gegen Ligakonkurrenten Schlittschuh-Club Berlin. Da beim Club im Vergleich zum FASS das Licht überwog, geht dieser Sieg auch völlig in Ordnung.
Beide Teams haben einige Zugänge in ihren Reihen. Während bei den Akademikern viele Spieler der ehemaligen Juniorenmannschaft in das Sachsenligateam rutschten und dazu noch einige „Neue“ ihr Debüt gaben, präsentierte der Club neben Patrick Flynn fünf weitere Neuzugänge, von denen vier in den letzten Jahren inaktiv waren. Entsprechend wichtig war dieses Spiel, um den jeweiligen Reihen die Möglichkeit zu geben, sich einzuspielen. Der Club nutzte dieses Spiel, um alle drei vorhandenen Goalies zu testen. Sven Gall, Marco Guthke und Piere Schwach standen in dieser Reihenfolge im Kasten der Gäste. Bei FASS hütete Daniel Klindt das Gehäuse.
Im ersten Abschnitt merkte man beiden Teams die fehlende Spielpraxis an. Viel lief zunächst nicht zusammen. Beim Club hatte ein Spieler schon vor dem Spiel in dieser Hinsicht gewisse Bedenken. Denn schließlich ist es ein Unterschied, ob man auf dem Holpereis im Hangar 3 trainiert oder auf einem sehr gut vorbereiteten Untergrund, wie er im Eisstadion Wedding zur Verfügung steht. Den besseren Start erwischten dann auch die Gastgeber. Bereits nach 92 Sekunden konnte Christopher Graul ein Break erfolgreich abschließen. Doch der Club ließ sich nicht beeindrucken und kam nach 129 Sekunden durch Peter Gräber zum Ausgleich. Nach diesem recht vielversprechenden Beginn verflachte die Partie zunächst. Zwar blitzte auf beiden Seiten zwischendurch das Können durch, insgesamt lief aber nicht mehr viel zusammen. Zählbares gab es erst wieder in der 16. Minute. Kapitän Sebastian Grundmann den Club in Unterzahl mit 2:1 in Führung bringen. Diese Führung verteidigte der Club bis zur ersten Pause.
Ab dem Mittelabschnitt übernahmen die Gäste immer mehr das Kommando. Begünstigt wurde das auch durch das 1:3 durch Routinier Harald Windler nach 15 Sekunden des 2. Drittels. Nach 25 Minuten stand es gar 1:5. Marc Dannbeck traf von der blauen Linie. Die Weddinger wirkten nun verunsichert. Spielerisch lief nicht viel zusammen, nur kämpferisch konnten die Akademiker mithalten. Das es am Ende des Drittels „nur“ 1:4 stand, verdankten die Gastgeber ihrem Goalie, der einige gute Chancen des Clubs zunichte nachte. Doch auch Marco Guthke konnte sich einige Male gut in Szene setzen. Er hielt seinen Kasten sauber.
Das letzte Drittel ging für die Weddinger so schlecht los, wie der Mittelabschnitt. Nach 54 Sekunden erzielte Phillip D’Heureuse das 1:5. Vier Minuten später belohnte sich Arek Radziejewski für seine gute Leistung mit dem 1:6. Nun ließen es die Gäste etwas ruhiger angehen. Die Abwehrarbeit wurde etwas vernachlässigt und das nutzten Christopher Graul (47.) und Alexander Kloster (53.) um auf 3:6 zu verkürzen. Patrik Flynn machte mit dem 3:7 nach 55 Minuten den Sack endgültig zu. Das 4:7 durch Sebastian Reinhardt vier Minuten vor dem Ende war nur noch Ergebniskorrektur. Poya Soltani und Dustin Wilke sorgten in der 59. Minute mit einem Doppelschlag innerhalb von 17 Sekunden für den 4:9 Endstand.
Für Trainer Alexander Paulick (FASS) und dem Trainergespann Marco Rentzsch/Oliver Miethke (Club) können mit der Leistung ihres Teams nur bedingt zufrieden sein. Vor allem der FASS-Coach hat noch eine Menge Arbeit vor sich. Zwar gab es einige schöne Spielzüge, aber im Abwehrverhalten besteht noch starker Verbesserungsbedarf. Beim Club lief allerdings auch nicht alles rund. Auch hier gab es einige Schwächen in der Abwehr. Dennoch dürfte der Club auf einen guten Weg sein. Die Neuzugänge haben sich in diesem Test durchaus als Verstärkungen präsentiert.
Es gibt noch zwei Meldungen zum Club. Die schlechte Meldung: Der Club muss seine Heimspiele im Paul-Heyse-Stadion austragen. Ein Antrag auf Spielgenehmigung wurde abgewiesen. Vom den Verantwortlichen des Wellis gibt es zwar eine Zusage, dafür gibt es verschiedene Aussagen, warum der Club keine Spielgenehmigung für den Welli bekommt. Dem Club wird damit die Möglichkeit genommen, Zuschauer zu gewinnen. Und wenn es ganz schlecht läuft, muss der Club seine Heimspiele im Hangar austragen.
Die gute Meldung: Der Club hat seinen Anhängern eine Überraschung in Aussicht gestellt. Die Planungen hierfür sind sehr weit fortgeschritten, die Fans vom Club sollten sich den 07.11.2010 vormerken. An diesem Tag wird die Überraschung stattfinden. Weitere Einzelheiten folgen.