Schüler
Archiv 2010/11

FASS - SG Chemn./Schönh./Crimm.

Sonntag, 13.02.2011, 13.00 Uhr, Paul-Heyse-Str.

 

5 : 4 n. P. (0:0 3:3 1:1 - 1:0)

Tore

... folgen

PIM

FASS: ??

SGSC: ??

Stimmen zum Spiel

Trainer Jörg Dymke: "Der Beginn hat mir gar nicht gefallen. Im zweiten Drittel war es dann besser. Ein ganz anderes Spiel. Teilweise konnten wir an die guten Leistungen des letzten Jahres anknüpfen. Aber die Chancenverwertung! Manchmal glaube ich die Mannschaft will, dass wir Trainer Magengeschwüre oder Herzattacken bekommen. Der Sieg wäre auch in der regulären Spielzeit möglich gewesen."

 

Dustin Schulz: "Das Spiel war nicht schlecht. Wir haben nie aufgegeben, wollten gewinnen. Der Anfang war nicht gut, aber ab dem zweiten Drittel war es dann besser."

 

Berichte

Ta - Tor - Sieg!

In der DEL ist Pause, die Nationalmannschaft hat das Vorbereitungsturnier beendet. Was tun am Sonntagmittag in Berlin? Hertha spielt auswärts. So richtig grün ist das Berliner Umland trotz der nun endlich wieder häufiger scheinenden Sonne auch noch nicht. Eine Möglichkeit wäre das Spiel der FASS-Schüler im Paul-Heyse-Stadion. Aber nach den letzten Spielen ... Sollte man sich das wirklich antun?

 

Mit gemischten Gefühlen fuhren Trainer, Spieler und damit notwendiger Weise verbunden, Eltern und auch einige Großeltern, in die bekannte Halle in Friedrichshain. Gegner war die SG Chemnitz, Chrimmitschau und Schönheide, immerhin Tabellenzweiter und beim ersten Spiel klarer Sieger.

 

Das Spiel ging munter los. Erster guter Wechsel der Weddinger, die SG mit der bekannten Taktik: immer ein freier Spieler an der blauen Linie, der auf den entscheidenden Pass wartet. Das Tempo ließ nach. Icings auf beiden Seiten zeigten den mangelnden Spielaufbau, aber auch den Respekt voreinander. Chancen sahen wir wenige, erst in der achten Minute die SG mal vor dem FASS-Tor, aber die Defensivabteilung mit solider Arbeit. Strafen gegen beide Mannschaften in der neunten und zehnten Spielminute belebten das Spiel. Es folgte ein munteres Rauf und Runter. Aber der Torjubel war nicht zu vernehmen. Es gab Phasen im Startdrittel da bestimmte die SG das Spiel dann wieder viel Druck der Hauptstädter. Ohne Tore ging es in die erste Pause.

 

Entweder hatten die Trainer in den Pausenansprachen die Spieler erreicht, oder jene hatten sich im ersten Drittel geschont, was in den folgenden zehn Minuten geschah war unglaublich. In der ersten Minute des Mitteldrittels Bully in der Verteidigungszone der SG. Der alte Spruch: Bully – Tor war fast Realität, der Pfosten rettete für die Sachsen. Kurze Zeit später wieder Einwurf vor dem Tor der SG, verloren, schneller Konter 0 : 1. Nur wenige Sekunden später: Dustin durch die Verteidigungslinien hindurch zum Ausgleich! Aber sofort wieder die SG vorm Tor der Weddinger, Gestochere und die erneute Führung der Gäste. Es waren erst zwei Minuten von der Uhr gelaufen ... Und dann in der dritten Minute der erneute Ausgleich, Erik K. im Nachfassen. Es war ein schnelles schönes Eishockeyspiel. FASS machte jetzt richtig Druck. Die SG kam kaum aus ihrem Drittel. Fast folgerichtig dann die erstmalige Führung in der 27. Minute durch Paul L. Diese hielt aber nicht lange. Ein unnötiger Fehler beim Wechseln in Unterzahl bescherte der SG den erneuten Ausgleich. Dann nahmen sich beide Mannschaften eine kurze Auszeit. Chancen auf beiden Seiten, die Torhüter hatten heute viele Möglichkeiten zu zeigen was sie können. Zum Ende des Mitteldrittels dann wieder mehr Druck der Akademiker aber mit dem Unentschieden ging es in die zweite Pause.

 

Scheinbar war die Luft in der Kabine des Tabellenzweiten dünn. Noch bevor die Eismaschine ihren Dienst versehen hatte, waren die Spieler der SG an der Bande. Hatten sie sich etwas für den Schlussabschnitt vorgenommen? Die Weddinger mit dem besseren Start. Gute Chance kurz nach Beginn. Aber dann wieder einmal nicht konsequente Defensivarbeit. Gestochere vor Erik, kein Verteidiger stört nachhaltig 3 : 4 in der 42. Minute. Die Qualität des Mittelabschnittes wurde nicht mehr erreicht. Strafen folgten. FASS versucht viel, es gelang aber wenig. Aber auch die SG wollte scheinbar nicht gewinnen. In der 53. Minute trafen sie das leere Tor nicht. Und dann wie immer: bange Blicke zur Uhr noch fünf Minuten. Was wird geschehen? Aber dann, das Aufbäumen der Weddinger, der Einsatz stimmte, die kleineren Sachsen spürten, dass ihre Gegner den Ausgleich wollten. Viele Möglichkeiten, aber immer wieder auf die gefährlichen Konter achten. Irgendwann hatte Dustin die Nase voll. Puckeroberung im eigenen Drittel, ab durch die nun auch ermüdeten Sachsen und zum Ausgleich! Und FASS wollte mehr. Der Sieg in der regulären Spielzeit war möglich. Noch drei Minuten. Ein schneller Gegenzug der SG, Strafe FASS. Noch 1 : 45 auf der Uhr. Hoffentlich Unterzahl bis zur Schlusssirene denn das wäre der verdiente Punkt. Dramatische Szenen in den letzten Sekunden. Beide Teams wollten den Sieg. Das Horn blies – Penaltyschiessen!

 

Eishockeybeobachter sind ja Anhänger von Statistiken. Erstes Pealtyschiessen dieser Saison wurde ja hier im Paul-Heyse-Stadion gewonnen. Wird die Serie ausgebaut? Die Trainer bestimmten ihre Schützen. Aber keiner der sechs konnte treffen. Entweder war es Unvermögen oder die Torhüter machten ihren Job. Dann Verlängerung der Verlängerung. Wer nun trifft ist im Vorteil. Die SG beginnt, der Spieler läuft an, will es zu schön machen und verliert den Puck. Dann FASS: Ta nimmt den Puck an der Mittellinie auf, dynamisch Richtung Tor, den ganzen Gram der vergebenen Chancen im Kopf, wunderschön ins TOR! SIEG! Zusatzpunkt.

 

AS 13.2.2010