Freitag, 22.10.2010, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
1 : 5 (0:1 1:2 0:2)
0:1 (11:39) Jankovych (Greulich, Becher)
1:1 (31:04) Hecker (Supis, Czajka) PP1, 1:2 (33:28) Landgraf (Musil, Jankovych), 1:3 (38:14) Noack (Mazurek, Wimmer)
1:4 (52:13) Schwabe (Becher, Leyva), 1:5 (53:35) Greulich (Becher, Noack)
FASS: 16 + 10 (Hecker) - 4/16/6
ELVN: 16 - 4/6/6
… das war wohl nix, FASS Berlin. Mit 1:5 (0:1,1:2,0:2) verlor man nun schon das dritte Spiel in Folge - diesmal sogar daheim und gegen den Tabellenletzten Tornado Niesky.
Es klingt wahrscheinlich wie Hohn, aber das die Berliner diese Partie mit „nur“ vier Toren Unterschied verloren haben, war für sie das Positivste an diesem Abend. Aber man sah den Gästen die Überraschung auch an, hatten sie doch bestimmt mit einem stärkeren Gegner gerechnet. So fand das Spielgeschehen fast ausschließlich vor dem Tor der Akademiker statt. Diesmal stand wieder Sebastian Albrecht im Kasten, der als einziger eine solide Leistung ablieferte. Ihm konnten die Hausherren auch nach dem ersten Drittel dankbar sein, dass sie nur mit 0:1 zurücklagen; Vitezslav Jankovych reagierte am Schnellsten, als er in der 12. Minute einen Abpraller einnetzte.
Auch im zweiten Abschnitt wurden die meisten der 184 Zuschauer enttäuscht. Die Akademiker vollkommen von der Rolle, egal ob beim Spielaufbau, Checken oder beim Passspiel Es war schon sehr kläglich, was sie zeigten. So versuchten sie es denn immer wieder mit Alleingängen unter anderem von Patrick Czajka, Vincent Schlenker oder Benjamin Hecker, aber die Abwehr von Niesky hatte wenig Mühe, die Angriffe abzuwehren.
Aber in der 32. Minute völlig überraschend der Ausgleich. Benjamin Hecker nutzte einen Fehler von Schlussmann Robert Wolfermann aus, der einen Schuß von Thomas Supis nach vorne abprallen ließ.
Es dauerte aber nicht einmal zwei Minuten, da führte das „Kellerkind“ wieder. René Landgraf traf nach einem schnellen Pass von Mojmir Musil, der Patrick Czajkas vertendelte Scheibe hinter dem eigenen Tor aufnahm. Kurz vor Drittelende erhöhte Marco Noack noch zum 3:1 für Niesky, als die Akademiker die Scheibe wieder einmal nicht aus dem eigenen Drittel herausbekamen und er aus dem Gewühl heraus abstaubte.
In den letzten 20 Minuten war es schon fast Arbeitsverweigerung was die Hausherren boten.
Dabei hätten sie das Spiel locker drehen können, denn zwei Tore sind im Eishockey bekanntermaßen nicht viel, aber dazu muss dann auch der Wille da sein und der war an diesem Abend bei den Hauptstädtern völlig „flöten“. Niesky war jetzt auch nicht die „Übermannschaft“, aber sie haben konsequent verteidigt und durch hastige Spielabschlüsse oder „Schönspielerei“ war es lange Zeit eben nur eine 2-Tore-Führung.
Erst in der 53. Minute fiel die endgültige Entscheidung durch Jens Schwabe, der ein gewonnenes Bully mit der Rückhand abschloß. Den letzten Treffer erzielte nur gut eine Minute später Sebastian Greulich mit einem Schlagschuss von der blauen Linie genau in den Torwinkel.
Fazit: Für die Gäste ein idealer Aufbaugegner, bei dem sie allerdings auch locker zweistellig hätten gewinnen können. Für FASS heißt es jetzt ganz schnell aufwachen, denn sonst ist man selbst ein „Kellerkind“.