Sonnabend, 23.10.2010, 20.00 Uhr, Chemnitz
6 : 3 (2:1 3:2 1:0)
0:1 (06:02) Czajka (Aicher, Hanusch), 1:1 (07:05) Oertel (Rentzsch, Pohling), 2:1 (09:24) Vymazal (Hofverberg, Schenkel)
3:1 (23:38) Vymazal (Hofverberg, Losch), 3:2 (24:44) Schlenker (Hecker, Czajka), 3:3 (34:43) Schmidt (Harloff, Veber), 4:3 (37:33) Hofverberg (Dvorak, Losch) PP1, 5:3 (39:21) Uhlig (Pohling, Kohlstrunk)
6:3 (57:43) Hofverberg (Vymazal, Kohlstrunk) ENG
ERVC: 8 - 2/4/2
FASS: 4 - 2/2/0

Nach schwacher Leistung gegen Niesky in Chemnitz am „Hexer“ Kondelik gescheitert
Nach den beiden Auswärtsniederlagen ging das Team von Chris Lee motiviert in die Heimparty gegen die Lausitzer. Das erste Drittel verlief noch nach dem Geschmack der 184 Zuschauer. Wenige Unterbrechungen, ein schnelles Spiel und Torchancen auf beiden Seiten. Aber schon da zeichnete sich ab, was wie ein roter Faden durch die gesamte Partie laufen sollte. Die Akademiker rückten zu weit auf und Niesky konterte. Zwar entstand die Führung für die Tornados nicht durch einen Konter, offenbarte aber einen zweiten Mangel. Denn beim 0:1 konnte Viteszlav Jankovich nahezu unbedrängt einen Abpraller verwerten. Die noch beste Chance zum Ausgleich hatte dann Henry Haase in Unterzahl in der 14. Minute. Nach einem schönen Alleingang ging sein Schuss jedoch nur an den Pfosten.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts konnten sich die Akademiker bei Sebastian Albrecht bedanken, dass es dabei blieb. Drei Strafzeiten nacheinander ließen es mehr als einmal vor dem Kasten der Hausherren lichterloh brennen. Und so war es Benjamin Hecker, der in Überzahl den Ausgleich markierte. Wer nun dachte, dass sich das Blatt wendet, sah sich getäuscht. Rene Landgraf schoss die Gäste in der 34. Minute erneut in Führung. Zu allem Überfluss ließ das Team danach knapp zwei Minuten doppelte Überzahl ungenutzt verstreichen. Und wenn man selbst keine Tore macht, macht sie halt der Gegner. Marco Noack sorgte in der 39. Minute für ein Zwei-Tore-Polster.
Im letzten Drittel war das Team zwar bemüht und rannte auf das von Robert Wolfermann gehütete Tornado-Tor, aber Niesky verwaltete mit dem Gefühl der sicheren Führung Spiel und Ergebnis. Sowohl das 1:4 als auch das 1:5 entstanden durch das größte Problem derzeit. Wenn es nicht läuft wird die defensive sträflich vernachlässigt und ist weit offen für Konter, bei denen der beste FASS-Spieler, nämlich Sebastian Albrecht, machtlos war.
Fazit: Der Sieg von Niesky geht voll und ganz in Ordnung. Man könnte beinahe den Eindruck haben, dass die Mannschaft mach den Niederlagen in Schönheide und Jonsdorf verkrampft. Aber viel Zeit, sich über diese Niederlage Gedanken zu machen, bleibt nicht, denn Chemnitz wartet schon.
Im Chemnitzer Eisstadion sollte dann Wende gelingen. Mit einer konzentrierten Leistung wurde der Sturmlauf der Wildboys entgegen getrotzt. Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit vielen Torszenen bei den sich beide Goalies auszeichnen konnten. In der 6. Min konnten die Akademiker durch Patrick Czajka auch mit 1:0 in Führung gehen. Doch die Führung hielt nicht lange an. Nur 69 Sekunden später glich Chemnitz durch Oertel zum 1:1 aus. Nur 2 Min später überraschte Esa Hofverberg mit einem langen Pass wieder die gesamte FASS-Abwehr und Michal Vymazal erhöhte auf 2:1 für die Sachsen. Mit dieser Führung ging es dann auch in die erste Pause.
Im zweiten Drittel sollte die Wende gelingen. Bereits nach 11 Sekunden musste Kohlstrunck auf der Strafbank Platz nehmen, Aber das Powerplay brachte nicht den erhofften Treffer. Dann zieht Michal Vymazal direkt vom gewonnenen Bully ab und trifft zum 3:1 ins Dreiangel. FASS setzte sofort nach und Vincent Schlenker kann nur 54 Sekunden später den 2:3 Anschlusstreffer erzielen. Beide Mannschaften zeigten schöne Kombinationen, aber bei den beiden gut aufgelegten Goalies war jederzeit Schluss. Die Akademiker übernahmen immer mehr die Hoheit auf dem Eis. Nur Wildboy Roman Kondelik trotzte den Berliner Angriffen. Jan Schmidt schloß einen schönen Konter zum 3:3 Ausgleich ab. Chemnitz Coach Mannix Wolf nahm daraufhin erst einmal eine Auszeit für die Wildboys. FASS jetzt drückend überlegen und wollte den Führungstreffer. Henry Haase wurde dann vom gut agierenden Schiedsrichter Morlock mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt und Esa Hovferberg holte in der 38. Minute seinen Hammer raus, so dass Jimmy Hertel überraschend hinter sich greifen musste. Man merkte, dass die Konzentration durch den überraschenden Treffer plötzlich weg war. Ales Dvorak passte aus vollen Lauf hinter dem eigenen Tor bis an die zweite blaue Linie, wo Toni Uhlig lauerte, die Scheibe aufnahm und eiskalt Jimmy Hertel verlud. Mit diesem Doppelschlag zur 5:3 Führung der Wildboys ging es in die zweite Pause.
Im letzten Drittel zeigten die Akademiker endlich wieder den Angriffsschwung den man aus der Vorbereitung und den ersten Spielen gewohnt war. Die Wildboys wurden in ihr eigenes Drittel gedrängt und Roman Kondelik wurde seinem Namen „Der Hexer“ vollauf gerecht. Tore waren aber Fehlanzeige und die Zeit lief den Weddingern davon. Immer mehr wurde die Brechstange rausgeholt aber ein Tor wollte nicht fallen. 2:32 waren noch zu spielen und Coach Chris Lee nahm Jimmy Hertel für einen zusätzlichen Stürmer vom Eis, aber das Bully wurde verloren und die Wildboys erzielten per Empty Net Goal den 6:3 Siegtreffer.
Trotz klarer Überlegenheit ab der 30. Minute konnten die Akademiker wegen eines erneuten Doppelblackouts zum Ende des 2. Drittels wieder kein Kapital aus der Überlegenheit erzielen. Ein überragender Roman Kondelik und Esa Hofverberg waren die Väter für den Sieg der Chemnitzer. Die starke spielerische Leistung ab dem 2. Drittel lässt aber für die nächsten Spiele gegen die Black Dragons hoffen.
Gerald Hagen/Red

Mit einem 6:3 (2:1,3:2,1:0) Heimsieg über FASS Berlin feiern die Wild Boys ihren dritten Sieg in Folge und finden sich vor den Sonntagspielen auf Platz 3 der Tabelle wieder. Zu ungewohnter Samstagabendzeit kamen 365 Zuschauer in die Küchwaldarena und sollten ihren Besuch nicht bereut haben.
Von Spielbeginn an waren die Chemnitzer bemüht eine frühe Führung zu erzielen. Die erste richtige Chance im Spiel hatte dann Mike Losch in der dritten Minute. Streckenweise konnten sich die Chemnitzer im Drittel der Berliner richtig festsetzen, ohne aber aus ihrer Überlegenheit Kapital zu schlagen. Dann kam die sechste Minute und das Spiel war auf den Kopf gestellt, denn Lucien Aicher schickte Patrick Czajka und der verwandelte eiskalt zum 0:1. Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffer wurden war. In der letzten Saison gewannen die Berliner 3:2, bei gefühlten 60:10 Torschüssen für die Wild Boys. Aber das war Geschichte und die Wild Boys 2010/11 fackelten nicht lange und glichen nur eine Minute später durch Matthias Oertel aus. Dann wiederum eine Chance für die Berliner, doch Roman Kondelik blieb Sieger gegen Benjamin Hecker und schon ging es wieder in Richtung FASS Tor, welches vom Eisbärengoalie Jimmy Hertel gehütet wurde. Ein langer Pass findet dann Michal Vymazal, der allein aufs Tor zuläuft, den Goalie clever verlädt und schon führten die Wild Boys mit 2:1. Die ersten Überzahlsituationen für beide Teams brachten keinen Erfolg und so ging es mit 2:1 in die erste Pause.
Gleich nach der Pause Unterzahl der Wild Boys, doch die Abwehr um Roman Kondelik stand wie eine Mauer und ließ zunächst wenig zu. In der 24.Minute gewannen die Wild Boys einen Bully, Michal Vymazal zieht direkt ab und die Scheibe landet im Dreiangel des Berliner Tores. Wer nun aber dachte die Wild Boys befinden sich schon sicher auf der Siegerstrasse sah sich schnell getäuscht. Nur wenig später verhalf ein folgenschwerer Aussetzer der Chemnitzer Verteidigung zum schnellen Berliner Anschluss durch Vincent Schlenker, ebenfalls ein Doppellizenzspieler der Eisbären. Durch diesen unnötigen Treffer verloren die Wild Boys plötzlich den spielerischen Faden und die Gäste drehten nun mächtig auf. Ein ums andere Mal stand Roman Kondelik im Brennpunkt und zeigte immer wieder seine Klasse. Als sich die Chemnitzer so langsam wieder gefangen zu haben scheint und selbst wieder mehr nach Vorne agierten, fingen sie sich wieder einen Konter ein. Diesen schloss Jan Schmidt mit dem 3:3 Ausgleich ab. Dies nahm Mannix Wolf als Anlass eine Auszeit zu nehmen, um seine Jungs wieder auf Linie zu bringen. Egal welche Worte er gefunden hatte, es waren die Richtigen. Begünstigt von einer Strafe für den Berliner Haase nutzen die Wild Boys ihre Chance und gingen durch den überragenden Esa Hofverberg erneut in Führung. Es standen noch 21 Sekunden auf der Uhr des zweiten Drittels da brachte Toni Uhlig mit seinem ersten Oberligator die Wild Boys erstmals mit zwei Toren nach vorn. Hinter dem eigenen Tor passte Ales Dvorak direkt an die blaue Linie der Berliner, dort lauerte Toni Uhlig und verlud im Alleingang den Goalie der Gäste.
Zu Beginn des Schlussdrittels machte FASS wieder enorm Druck. Wenn es aber gefährlich für das Chemnitzer Tor wurde, war da ja noch ein Roman Kondelik. Zu allen Überfluss kamen die Gäste in ihrer Drangphase auch noch zu einem Überzahlspiel. Aber selbst dieses überstanden die Wild Boys unbeschadet. Die Zeit lief nun für Chemnitz und der Berliner Coach Chris Lee sah sich gezwungen seinen Goalie Jimmy Hertel für einen sechsten Feldspieler zu opfern. Diese Einladung nahm Esa Hofverberg, der zum Spieler des Tages gewählt wurde, dankend an und erzielte per Empty-Net-Goal das Spiel entscheidende Tor zum 6:3.
Quelle:
Wild Boys Chemnitz