Freitag, 05.11.2010, 20.00 Uhr, Erfurt
6 : 2 (4:0 0:1 2:1)
1:0 (04:50) S. Fischer (Nickel, Hopp), 2:0 (07:53) S. Fischer (Nickel, Hopp) PP1, 3:0 (08:39) Vavroch (Marak, Hanfstingl) UZ1, 4:0 (19:00) Manske (S. Fischer, Nickel)
4:1 (27:54) Hecker (Patrzek) PP1
5:1 (46:04) Klein (Nickel, Hopp), 6:1 (47:31) Weise (Marak, Vavroch) PP1, 6:2 (57:26) Schlenker (Seelisch, Johnsson)
BDE: 24 + 10 (Ulitschka) - 4/22/8
FASS: 25 + 10 (Gries) + SpD (Leibrandt) - 4/45/6

2:6 bei den Black Dragons – Christian Gries kugelt sich die Schulter aus – Spieldauer gegen Thomas Leibrandt
Mit der berechtigten Hoffnung auf Punkte waren die Akademiker am späten Freitagabend in die thüringische Landeshauptstadt gereist. Dass man mit einer 0 im Gepäck die Heimreise antreten musste, lag insbesondere an einem ersten Drittel, welches man durchaus mit „verpennt“ abhaken kann.
Von Beginn an setzten beide Teams auf Tempo, die Akademiker dabei sogar einen Tick druckvoller. Was aber dann zwischen der fünften und neunten Minuten passierte, entschied im Nachhinein betrachtet das ganze Spiel. Denn die Black Dragons konnten in dieser Zeit, auch unter gütiger Mithilfe des Teams von Chris Lee auf 3:0 davonziehen. Kann man das 1:0 der Gastgeber noch als gut herausgespielt bezeichnen, war es beim zweiten Erfurter Treffer der Schlittschuh eines Verteidigers, der Sebastian Albrecht keine Chance ließ, und beim 3:0 ein Fehler an der blauen Linie der Erfurter, der den Unterzahltreffer ermöglichte. Die danach genommene Auszeit sorgte zwar zunächst wieder für Ordnung in den Reihen der Akademiker, aber eine Minute vor Drittelende konnten die Erfurter doch noch den Vorsprung auf 4:0 ausbauen.
Der zweite Abschnitt begann dann nach kurzem Abtasten mit einer Serie von Strafen gegen beide Teams und den mittlerweile bekannten Erfurter Verhältnissen, was die Spielleitung betrifft. Bei Erfurt waren es Enrico Manske und Hannes Ulitschka, beim F.A.S.S. Christain Gries, die wegen Stockschlag bzw. unnötiger Härte die Kühlbox aufsuchen mussten. Unverständlich dabei die Disziplinarstrafe gegen Christian Gries, der nicht nur an der Auseinandersetzung unschuldig war, sondern sich auch noch durch die Attacke seines Kontrahenten die Schulter auskugelte (26.). Spielerisch sah es dann aber besser aus, Benjamin Hecker konnte mit einem Hammer von der „Blauen“ in der 28. Minute auf 1:4 verkürzen. Und es wäre vielleicht sogar eine Wende möglich gewesen, aber zum Beispiel Jan Schmidt, Lucien Aicher und Anders Johnsson und Roman Veber vergaben beste Möglichkeiten oder scheiterten an Kai Fischer, der wie schon in Berlin seiner Mannschaft den Vorsprung sicherte. Die Pleiten-, Pech- und Pannenserie sollte aber bei dem Team aus dem Wedding nicht abreißen, denn Verteidiger Thomas Leibrandt musste in der 34. Minute nach einem harten, aber durchaus regelgerechten Check vorzeitig duschen gehen. Auch hier Unverständnis bei den Gästen, da der Angriff höchstens als übertriebene Härte ahndungswürdig war. Das Ganze geschah aber weit genug von der Bande entfernt. Die fünfminütige Unterzahl überstand das Team nicht nur ohne Gegentreffer, es hatte sogar die bereits erwähnten Möglichkeiten.
Im letzten Drittel hieß es dann Hopp oder Top, FASS musste kommen und damit auch aufmachen. Ein Doppelschlag innerhalb von 90 Sekunden beendete dann alle Hoffnungen, Paul Klein und Marcel Weise legten zum 5 bzw. 6:1 nach. Das 2:6 in durch Vincent Schlenker in der 58. Minute war dann nur noch für die Statistik.
Fazit: Von den Spielanteilen über weite Strecken gleichwertig, fiel das Ergebnis zu hoch aus. Letztendlich aber ein verdienter Sieg der Erfurter, da die Thüringer in den entscheidenden Situationen in Abwehr wie Angriff kompakter und entschlossener wirkten.
F.A.S.S. Berlin: Aicher, Albrecht, Czajka, Gries, Haase, Hecker, Hertel, Johnsson, Leers, Leibrandt, Patrzek, Seelisch, Schlenker, Schmidt, Supis, Veber
Knapp eine Woche nachdem sich die Drachen den Akademikern noch mit 4:5 geschlagen geben mussten, drehten sie diesmal den Spieß um und siegten am Ende auch in der Höhe verdient mit 6:2 (4:0, 0:1, 2:1). Dabei war im Spiel nach nicht einmal 10 min bereits eine Vorentscheidung gefallen, denn die Gastgeber lagen zu diesem Zeitpunkt bereits mit 3:0 in Führung, letzte Zweifel beseitigten die Drachen kurz vor der ersten Pause mit dem 4:0.
Den besseren Start ins Spiel erwischten die Hausherren, die unbedingt die Scharte vom Hinspiel ausmerzen wollten und so bekam Sebastian Albrecht im Tor der Akademiker früh mehr zu tun als ihm lieb war. Zunächst konnte er mit einigen Glanzparaden seinen Kasten noch sauber halten, doch nach gut 5 Minuten war auch er machtlos. Wie schon in Berlin schnappte sich Sean Fischer im eigenen Drittel den Puck degradierte die Gästespieler allesamt zu Statisten und überwand am Ende auch noch Albrecht, der den ersten Versuch Fischers noch parieren konnte der Rebound landete aber erneut bei Fischer und dann im Tor, zur Führung der Hausherren. Nun kamen auch die Gäste aus der Bundeshauptstadt etwas besser ins Spiel, doch die Drachenabwehr stand sicher und verhinderte einen Ausgleich. In der 8. Spielminute wurde es dann richtig kurios und die 574 Zuschauer bekamen einen Treffer der Drachen geboten, den sie so schnell sicher nicht vergessen werden. Die Drachen agierten im Powerplay, der Puck landete aber bei einem Gästespieler hinter dem Gästetor, dieser wollte den Puck mit einem Befreiungsschlag aus dem Drittel klären, doch dies misslang gründlichst. Denn der Befreiungsschlag landete irgendwie am Rücken von Goalie Albrecht und fiel von dort ins Tor der Gäste zur 2:0-Führung der Gastgeber. "Offizieller" Torschütze war erneut Sean Fischer, da er als letzter Erfurter am Puck war. Dieses Gegentor schien die Gäste tief getroffen zu haben, denn nur 46 Sekunden später schickte Zbynek Marak seinen tschechischen Landsmann Robert Vavroch mit einem Traumpass auf die Reise und dieser traf, in Unterzahl, zum 3:0 Zwischenstand. FASS Trainer Chris Lee nahm daraufhin eine Auszeit um sein Team wieder aufzurichten, gelungen ist ihm dies jedoch zunächst nur teilweise. Zwar konnten die Gäste zunächst weitere Gegentreffer verhindern, eigene Angriffe konnte man jedoch auch nicht erfolgreich abschließen. So blieb es bis in die letzte Minute des ersten Drittels beim 3:0, dann jedoch legten die Drachen noch einen vierten Treffer nach. Enrico Manske war auf Zuspiel von Sean Fischer und Andreas Nickel erfolgreich. Dabei blieb es bis zur ersten Pause.
Im Mitteldrittel ließen es die Gastgeber angesichts des sicheren Vorsprungs etwas ruhiger angehen, was von den Gästen gern ausgenutzt wurde. Diese kamen nun etwas besser ins Spiel und erspielten sich erste gute Möglichkeiten, doch scheiterten sie zumeist am gut aufgelegten Kai Fischer im Drachentor. Nach 6 min im Mittelabschnitt gerieten Hannes Ulitschka und Christian Gries, der schon das ganze Spiel über mit einer sehr nickligen Spielweise aufgefallen war, heftigst aneinander. Beide Protagonisten erhielten hierfür jeweils 2 + 2 + 10 Strafminuten und konnten ihre Gemüter etwas abkühlen. Nur kurz später erhielt auch noch Florian Brink eine Strafe und so spielten die Akademiker in Überzahl. Diese konnten sie auch durch einen Gewaltschuss von Benjamin Hecker zum 1:4 nutzen. In der 34. Spielminute kochten die Gemüter noch einmal hoch, als bei Leibrandt zum wiederholten Mal alle Sicherungen durchbrannten und er gleich drei Drachenspieler mit Checks gegen den Hals niederstreckte. Schon beim ersten Check hatte der HSR eine Starfe angezeigt und kam am Ende der Situation zu dem Schluß, dass Leibrandt sich eine 5 + Spieldauerstrafe redlich "verdient" hatte und schickte ihn zum vorzeitigen duschen. Im folgenden Powerplay blieb den Drachen ein Torerfolg verwehrt, vor allem weil Albrecht mehrfach glänzend parieren konnte. So blieb der Treffer von Hecker der einzige im Mittelabschnitt.
Auch im letzten Spielabschnitt taten die Gastgeber nur noch das allernötigste um das Spiel über die Zeit zu bringen. Doch nun verwerteten sie auch sich bietende Torchancen. So war Paul Klein in der 47. Minute mit einem satten Schuss zum 5:1 erfolgreich. Nur knapp 90 Sekunden später erhöhte Kapitän Marcel Weise im Powerplay noch auf 6:1, dabei wurde das Überzahlspiel gnadenlos ausgenutzt. Henry Haase hatte gerade in der Kühlbox Platz genommen, da durfte er diese auch schon wieder verlassen, ganze 4 Sekunden dauerte sein Aufenthalt. Den Schlusspunkt unter einen ereignisreichen Abend setzte dann der Gast aus Berlin knapp 2 min vor Spielende mit dem 2:6, Vincent Schlenker war erfolgreich. Doch mehr wie Ergebniskosmetik war dieser Treffer nicht mehr.
Mit diesem Erfolg konnten sich die Drachen nicht nur für die letztwöchige Niederlage revanchieren, sie kletterten vor Teil 2 des Berliner Wochenendes auch auf den 2. Platz. Damit kommt es am Sonntag im Hangar 3 gegen die Preussen Berlin zum Duell des Tabellendritten gegen den Tabellenzweiten.
Mit einem deutlichen 6:2 (4:0;0:1;2:1) für die Black Dragons endete der Besuch der Akademiker von FASS Berlin in der thüringischen Landeshauptstadt.
Ein starkes erstes Drittel reichte dabei dem neuen Tabellenzweiten, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Zweimal Sean Fischer, Vavroch und Manske sorgten frühzeitig für eine Vorentscheidung nach nur 19 Minuten.
Danach beschränkte sich Erfurt vor allem auf die Verwaltung des Ergebnisses und nahm deutlich Tempo aus der Partie. Dadurch kam FASS im 2. Drittel besser ins Spiel und konnte durch Hecker in Überzahl den ersten Treffer gegen den sehr guten Kai Fischer erzielen. In der Folge berannten die Berliner das Tor der Gastgeber, aber Kai Fischer zeigte, dass er immer noch zu den besten Goalies dieser Liga gehört. Immerhin gab es im zweiten Drittel kein weiteres Gegentor. Allerdings wurde das Spiel nun deutlich ruppiger. Nach einer handfesten Auseinandersetzung gab es für Erfurts Ulitschka und Berlins Gries jeweils 2+2+10 Strafminuten und in der 34. Minute musste Thomas Leibrandt wieder einmal vorzeitig in Erfurt unter die Dusche. Grund hierfür war ein überflüssiger Check gegen einen Erfurter, nachdem das Spiel bereits unterbrochen war. Die 5 Strafminuten überstand FASS allerdings ohne größere Probleme, da es den Black Dragons in dieser Phase etwas an Konzentration mangelte.
So geschwächt ging FASS ins letzte Drittel, in dem nach 6 Minuten Paul Klein für die endgültige Entscheidung sorgte. 93 Sekunden später traf Erfurts Kapitän Weise sogar zum 6:1. Damit war auch die Kampfkraft der Berliner am Ende und sie versuchten, das Ergebnis nicht noch drastischer ausfallen zu lassen. Das gelang, zum einen, weil Erfurt versuchte, Kräfte für das Auswärtsspiel am Sonntag im Hangar 3 zu sparen und zum anderen, weil Vincent Schlenker in der 58. Minute noch das zweite Berliner Tor erzielen konnte.
Am Ende aber ein hoch verdienter Sieg der Erfurter, die bereits im ersten Drittel alles klar machten und hinterher das Ergebnis sicher verwalteten. FASS vergab ein besseres Ergebnis vor allem im Mitteldrittel, als man zu viele Chancen ungenutzt ließ und sich durch Undiszipliniertheiten selbst schwächte.