Sonntag, 07.11.2010, 14.00 Uhr, Eisstadion Neukölln
0 : 8 (0:1 0:3 0:4)
0:1 (05:59) Soyka (Müller)
0:2 (20:39) Lüttcher (Kislat, Gasde), 0:3 (25:13) Schulz UZ1, 0:4 (37:35) Lüttcher
0:5 (42:25) Hartmann (Lüttcher, Gasde), 0:6 (43:37) Srinamueang (Bagger), 0:7 (47:34) Gasde (Lüttcher, Kislat) PP1, 0:8 (50:51) Lüttcher UZ2
SGOH: 2 - 0/0/2
FASS: 12 - 0/6/6
Trainer Jörg Dymke: "Wie kann man in einer Woche alles vergessen? Nur in wenigen Szenen hat man gesehen, was heute möglich gewesen wäre. Aber dazu wurde zu wenig gelaufen und gekämpft."
Dustin Schulz: "Es ging einigermaßen, wir haben, außer im ersten Drittel, da haben wir zu viel geträumt, ganz gut gespielt. Leider kein 10:0, aber richtig ordentlich war es nicht."

Acht Tore geschossen, kein Gegentor, trotzdem unzufrieden? Ja, und äußerst widerwillig sitzt der Chronist der Ereignisse im Stübchen und versucht etwas über diese Spiel zu schreiben.
Es war kalt in Neukölln, das erste Derby gegen den OSC/Halle stand an. Die Sonne schien, aber es wurde uns trotzdem immer kälter. Den Schritt der Entwicklung aus dem zweiten Spiel vor Wochenfrist in Dresden, sahen wir nicht. Eher zwei zurück.
Die FASS-Schüler begannen völlig lustlos und zerfahren. Ja man war im gegnerischen Drittel aber mit Standhockey erreicht man nichts. Die ersten fünf Minuten waren schrecklich anzuschauen. Das erste FASS-Tor in der fünften Minute durch Danny auf Vorarbeit von Leroy ließ kurz Hoffnung aufkeimen, dass das Spiel nun besser werden könnte. Diese starb dann aber schnell. Allein eine Kombination von Paul und Vanessa aus der 12. Minute ist noch der Erwähnung wert, aber Vanni schlug einen Haken zuviel, die Torhüterin des OSC mit dem Schoner...
Die Trainer mit dickem Hals und finsterer Mine auf dem Weg in die Kabine. Ich glaube es war sehr laut.
Aber egal was die Trainer in der Kabine unseren Kindern gesagt hatten, lange hatten sie es nicht in den Köpfen. Es wurde etwas besser, Paul L. erzielte kurz nach Beginn des Mitteldrittels das 0:2 und kurze Zeit später Dustin das 0:3 – aber das Stellungsspiel, die Laufbereitschaft, die Passgenauigkeit, von der Chancenverwertung gar nicht zu sprechen. Nur wenn der OSC in Überzahl war, schien es so als wenn man sich konzentrierte, denn das waren die besten Szenen des Spiels. Paul L. in der 35. Minute dann im sehenswerten Alleingang nach eigenem Bullygewinn zum 0:4. Das Mitteldrittel war besser, aber dazu gehörte auch nicht viel.
Endlich ging es in das Schlussdrittel, hoffentlich bald vorbei. Treffer fünf durch Nico und sechs durch Ta wieder zum Anfang des Drittels. Dann der OSC/Halle mit seiner stärksten Phase. Aber so richtig Mühe hatte die FASS-Verteidigung nicht und den Rest erledigt Paul S. mit viel Routine und nach Torwartwechsel Nils ab der 52. Minute.
Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es aber doch noch: Es war die 50. Spielminute. Bullygewinn im eigenen Drittel, Erik zu Paul L. dieser schön ins Angriffsdrittel, Christian auf der Bank sah es als erster: „Vanessa steht frei!“ Paul erhörte ihn und der genaue Pass wurde von Vanni schön verwertet. Die sich anschließende drei gegen fünf Unterzahl war wieder kein Problem. Sollte uns dass Hoffnung geben? Wenn die FASS-Schüler gefordert werden, können sie es? Der letzte Treffer des Spieles war das Spiegelbild dieses Derbys. Paul L. holt sich den Puck, zum gegnerischen Tor und irgendwie kullert das Ding, so wie das gesamte Spiel, dann rein.
Fazit des Spieles: Die von Eishockeyspielern nicht so oft gemochten Fußballer sagen in solchen Situationen: Egal drei Punkte und morgen kräht darüber kein Hahn mehr, naja, mir fiel das Krähen heute schon schwer ...
AS, 8.11. 2010