Sonnabend, 13.11.2010, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
7 : 1 (2:0 2:0 3:1)
1:0 (01:17) Hanusch (Hecker) PP1, 2:0 (03:31) Hecker (Hanusch, Czajka)
3:0 (24:57) Hecker (Leibrandt), 4:0 (26:02) Hecker (Bielke, Pohl)
4:1 (41:53) Gulda (Buda, Kohl), 5:1 (42:50) Seelisch (Schlenker, Hecker) PP1), 6:1 (51:47) Pohl (Czajka), 7:1 (53:56) Bielke (Czajka)
FASS: 14 - 6/2/6
JDF: 10 + 10 (Rösler) - 2/12/6

7:1 gegen die Jonsdorfer Falken - 36:36 Torschüsse - Dominik Bielke, Steve Hanusch und Patrick Pohl treffen zum Einstand
Die Marschrichtung für die Akademiker vor dem Spiel war klar. Gewinnen musste man gegen die Gäste aus dem Erzgebirge, um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu halten. Um es vorweg zu nehmen: Den Hausherren gelang der erhoffte Erfolg in einer Höhe, die sicherlich für Überraschung gesorgt hat. Trotz einer Reihe von Umstellungen, die das Trainergespann des F.A.S.S. vornehmen musste, fehlten doch mit Jörn Kugler, Andre Winkler, Christian Gries, Christian-Alexander Leers (alle verletzt/erkrankt) sowie Henry Haase (U18-Nationalmannschaft) gleich fünf Spieler. Dafür kamen aber erstmals Dominik Bielke, Steve Hanusch, Jari Pietsch sowie Patrick Pohl zum Einsatz, die sich nahezu nahtlos in die Mannschaft einfügten.
Wenn ein Trainer schon nach dreieinhalb Minuten die Auszeit für sein Team nimmt, muss das schwerwiegende Gründe haben. Im Spiel der Akademiker gegen die Jonsdorfer Falken nahm Falken-Coach Jaroslav Stastny diese Auszeit, da seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt bereits mit zwei Toren zurück lag. Steve Hanusch hatte die Mannschaft von Chris Lee bereits nach 77 Sekunden im Powerplay in Führung geschossen, Benjamin Hecker etwas über zwei Minuten später nachgelegt. Nach der Auszeit fingen sich die Gäste aus Jonsdorf zwar und hatten eine Vielzahl an Torchancen, aber ausnutzen konnten sie in der weiteren Folge des Spiels davon nur eine. 36:36 lautete die Torschussbilanz nach dem Spiel, bei 35 Jonsdorfer Schüssen hieß die Endstation Sebastian Albrecht, sein Gegenüber Dustin Strahlmeier hatte zur Freude der FASS-Fans hingegen nicht so viel Glück.
Auch im zweiten Drittel setzten die Akademiker das um, was der Trainer unlängst gefordert hatte; sie zogen ihr Spiel konstant durch. Wenn es sein musste, sogar auf den Knien, wie beim 3:0 durch Benjamin Hecker. Thomas Leibrandt war auf der rechten Seite durchgegangen, wurde gefoult und konnte noch auf den Knien zum Torschützen abspielen (26.). Und nur 65 Sekunden später sogar die vermeintliche Vorentscheidung, laut Statistik zwar Benjamin Hecker, aber tatsächlich war es Patrick Czajka, der den Konter auf Vorlage von Patrick Pohl und Steve Hanusch zum 4:0 abschloss.
Mit diesem Spielstand ging es auch in die letzten 20 Minuten, aber da waren es die Falken, die besser aus der Kabine kamen. Den Ehrentreffer, so lapidar wie es klingt, erzielte Petr Gulda bereits in der 42. Minute. Schade für Sebastian Albrecht, der den Shut out an diesem Abend verdient gehabt hätte. Aber die Antwort des F.A.S.S. ließ nicht lange auf sich warten, nur 57 Sekunden dauerte es bis zum 5:1 durch Jan-Hendrik Seelisch, Vincent Schlenker hatte seinen Verteidiger mit einem Zuspiel quer durch das Falkendrittel bedient. Entschieden war das Spiel, aber weitere Treffer sollten noch fallen. Patrick Czajka ging zweimal über links durch und spielte zur Mitte, Patrick Pohl (52.) und Dominik Bielke (54.) zeigten sich als dankbare Abnehmer, erzielten die Treffer zum Endstand von 7:1 gegen Falken, die seit dem 3. Oktober in fünf Spielen nicht mehr nach regulärer Spielzeit verloren hatten.
Fazit: Ein schnelles Spiel mit wenigen Unterbrechungen, vielen Torchancen auf beiden Seiten und einem verdienten Sieger. Hauptschiedsrichter Linnek, der die Partie unauffällig und souverän leitete, hatte wenig Mühe damit. Mit viel Einsatz zogen die Akademiker konsequent ihre Linie durch. Es klingt ein wenig lächerlich, aber die Falken können sich bei ihrem Torhüter bedanken, dass es an diesem Abend nicht zweistellig ausging. Andererseits muß der Dank auch Sebastian Albrecht gelten, dass es so deutlich wurde. Denn unter den „35 Torschüssen“, die er entschärfte, waren auch mehrere Alleingänge auf seinen Kasten.
Logischerweise zeigte sich auch Chris Lee nach dem Spiel zufrieden: „Die Mannschaft hat super gespielt und gekämpft. Sie war von Beginn an voll da und hat ihr Spiel über 60 Minuten durchgezogen. Und sie hat heute ihre Torchancen genutzt. (...) Sebastian Albrecht war ein starker Rückhalt heute.“
F.A.S.S. Berlin: Albrecht, Hertel - Balko, Schmidt, Supis, Seelisch, Leibrandt, Hanusch, Bielke - Johnsson, Pietsch, Schlenker, Roubicek, Czajka, Aicher, Patrzek, Pohl, Veber, Konietzky, Harloff, Hecker
Red

Die Gastgeber traten mit allem an, was der Berliner Kader zu bieten hatten. Mit von der Partie waren somit auch neun Doppellizenzspieler, darunter ein paar Vertreter der Eisbären Berlin. Und Fass erwischte auch eindeutig den besseren Start. Durch eine Unachtsamkeit der Jonsdorfer Abwehr gingen sie bereits in der zweiten Spielminute in Führung. Der an der blauen Linie lauernde B. Hecker erhält zwei Minuten später den Pass auf die Kelle und kann relativ ungestört ein netzen. Ein sehr ernüchternder Beginn und Anlass für Coach Jaro Stastny, in der vierten Minute eine Auszeit zu nehmen. Doch der EHC wirkt weiterhin hektisch und findet erst nach ungefähr zehn Minuten ins Spiel. Es ergeben sich zwar noch einige Möglichkeiten, aber als der Pausenpfiff ertönt, steht es immer noch 0:2 aus Sicht der Jonsdorfer.
Eigentlich erhofften die zahlreich mitgereisten Jonsdorfer Fans auf eine Steigerung im zweiten Drittel. Aber es waren die Gastgeber, die zwar nicht unbedingt das Spiel machten, aber durch aggressives Forechecking den Jonsdorfer Spielaufbau störten. Auch im Powerplay lief es bei den Falken nicht und so konnte selbst in zahlenmäßiger Überlegenheit keine Tore erzielt werden. Die Gastgeber benötigten wiederum nur zwei Minuten im Spiel (25./27.), um ihren Vorsprung auf 4:0 auszubauen.
Der Start ins letzte Drittel gelang dann schon etwas besser und in der 42. Minute erzielte Petr Gulda den ersten aber leider auch einzigen Treffer für den EHC. Das erhoffte Aufbäumen blieb aus und durch unnötige Strafen schwächte man sich selbst. Aufbaupässe, wenn es welche sein sollten, landeten allzu oft direkt beim Gegner. Zwar versuchten die Falken immer wieder, vor das gegnerische Tor zu kommen, aber richtig gefährlich wurden sie dabei nicht. Im Gegenteil dazu die Berliner, die zahlreiche Konter liefen und diese auch erfolgreich abschlossen. Am Ende stand ein ziemlich deutlicher 7:1 Erfolg der Gastgeber auf der Anzeigetafel und es bleibt zu hoffen, dass die Spieler um “C“ Christian Rösler, dieses Spiel möglichst schnell abhaken und morgen gegen die Preußen ihr eigentliches Können abrufen.
Quelle:
Jonsdorfer Falken
Wie im Hinspiel führte FASS Berlin nach dem 1. Drittel mit 2:0. Aber diesmal spielten sie konzentriert weiter und ließen den Jonsdorfer Falken keine Chance, das Spiel zu drehen. Am Ende stand es 7:1 (2:0,2:0,3:1) für die Akademiker.
Für FASS ging es bei diesem Spiel schon um einiges, wollte man in der Tabelle nicht weiter am Ende herumdümpeln. Somit ließ man sich zahlreich verstärken mit Doppellizenzspielen, die dann auch gleich zu Beginn des Spiels ihr Können zeigten. Es dauerte keine 90 Sekunden, da zappelte die Scheibe schon im Jonsdorfer Kasten, als die Berliner ihr erstes Überzahlspiel ausnutzten und Steve Hanusch ein Zuspiel von Benjamin Hecker eiskalt vollendete. Die Gäste wollten schnell den Ausgleich, aber in der vierten Minute ein Fehler im Spielaufbau und diesmal andersherum - Steve Hanusch mit einem schnellen Pass auf den freistehenden Benjamin Hecker, der zum 2:0 einnetzte. Ein Start nach Maß für die Berliner und Jonsdorfs Trainer Jaro Stastny nahm daraufhin eine Auszeit, um sein Team wach zu bekommen. Die Gäste kamen zwar jetzt besser ins Spiel und verlagerten das Geschehen auch mehr vor das Tor von Sebastian Albrecht, aber die Abwehr der Hausherren stand an diesem Abend solide. Selbst bei drei Strafzeiten gegen die Berliner konnten die Gäste ihre Chancen nicht nutzen. So blieb es beim 2:0 nach 20 Minuten.
Das zweite Drittel verlief wie das erste aufhörte. Jonsdorf mit Schüssen aus allen Lagen, die aber vielfach das Tor verfehlten, und FASS mit ruhigem Spielaufbau, um dann aber blitzschnell vorne zuzuschlagen. Eine Devise, die voll aufging, und dank Benjamin Hecker (25.) aus dem Gewühl heraus und Patrick Czajka (27.), der einen Abpraller von Falken-Goalie Dustin Strahlmeier genau auf seinen Schläger bekam, konnten die Akademiker wieder mit einem Doppelschlag auf 4:0 davonziehen.
Im letzten Abschnitt keimte bei den Gästen nochmal etwas Hoffnung auf, als Patrick Gulda in der 42. Minute für die Falken auf 1:4 verkürzen konnte. Aber sie machten sie selber wieder zunichte, weil nur 30 Sekunden nach dem Treffer Marc Hemmerich eine Strafzeit absitzen musste. 27 Sekunden Überzahl reichten den Berlinern aus, um auf 5:1 zu erhöhen durch Jan-Hendrik Seelisch. Das war die Entscheidung und FASS zog sich jetzt sehr zurück und dafür wurde die Abwehrarbeit „etwas“ stärker beansprucht. Vor allem Steve Hanusch und Dominik Bielke räumten ab, was das Zeug hielt. Und sollte doch mal ein Schuss „durchgehen“, dann hatte man ja noch Sebastian Albrecht im Tor stehen, der sich auszeichnen konnte. Dadurch, dass sich die Gäste im FASS-Drittel fast einnisteten, ergaben sich für die Stürmer Kontersituationen. Patrick Czajka war dann zweimal als Vorlagengeber der Nutznießer; Patrick Pohl (52.) und Dominik Bielke (54.) „bedankten“ sich ihrerseits mit Toren und erhöhten somit auf 7:1 für die Akademiker.
Ein Sieg, der etwas zu hoch ausfiel, denn die Gäste waren nicht so schlecht, wie man es vielleicht denken könnte, aber die gute Abwehrarbeit der Weddinger sorgte schon bei dem Einen oder Anderen fast für Verzweiflung...
Mit diesem Sieg klettern die Berliner in der Tabelle auf den sechsten Rang, die Falken rutschen einen Platz ab und sind jetzt Vierter.