Sonntag, 14.11.2010, 14.00 Uhr, Eisstadion Neukölln
12 : 4 (2:2 3:1 7:1)
1:0 (07:31) Connolly (Ristow), 2:0 (07:38) Leffelsender (Krämer), 2:1 (10:29) Sippel (Thiele), 2:2 (17:05) Thiele (Sippel)
3:2 (31:41) Hobrecht (Weigel, Müller), 4:2 (33:11) Müller (Krämer). 4:3 (34:29) Thiele (Schulz), 5:3 (37:48) Müller (Leffelsender, Krämer)
6:3 (41:44) Ristow (Connolly, Kube) PP1, 7:3 (45:25) Connolly, 7:4 (46:19) Schulz (Müller, Thiele), 8:4 (49:39) Connolly (Ristow, Kube), 9:4 (51:27) Kube (Connolly, Trach), 10:4 (53:33) Müller (Leffelsender, Krämer), 11:4 (56:27) Connolly (Müller, Kube), 12:4 (58:43) Trach (Leffelsender) PP1
FASS: 8 - 0/4/4
BSGE: 10 - 0/4/6
FASS schlägt die BSG Eternit nach einem torreichen Schlussdrittel 12:4
Die Landesligamannschaft von FASS Berlin, die am Sonntag ihr Heimspiel im Eisstadion Neukölln austragen musste, bekam es an diesem zu sonnigen und zu warmen Nachmittag mit der BSG Eternit zu tun, deren Namen auf den gleichnamigen Hersteller von Baustoffen zurückgeht. Dessen Firmengründer hatte am Ende des 19. Jahrhunderts einen Faserzement entwickelt und ihm eben jenen Namen, Eternit („Gestein für die Ewigkeit“), gegeben. Obwohl die Mannschaft der BSG Eternit heute nicht mehr viel mit der Betriebssportgruppe zu tun hat, als die sie einst gegründet wurde, so stellen sich deren Mitglieder immer noch stolz in die Tradition der Firma und rühren in ihrer Abwehr fleißig Zement an. Obwohl dieser nicht ganz so steinhart ist wie das Produkt des österreichischen Firmengründers Ludwig Hatschek, hat diese Taktik zumindest zeitweise einigen Erfolg, da die BSG Eternit mit Dennis Heyll einen Torwart hat, der in der Lage ist, die Fehler seiner Vorderleute ein ums andere Mal auszubügeln. Und so schafften es die bisher sieglosen Betriebssportler gegen die klar favorisierten Akademiker, die neben den suboptimalen Eisbedingungen vor allem auch mit ihrem eigenen Schlendrian zu kämpfen hatten, die Partie immerhin für die Hälfte der Spielzeit offen zu halten. Dabei ließen sie sich nicht mal durch einen frühen Doppelschlag von FASS durch Connolly und Leffelsender stoppen, die innerhalb von nur 7 Sekunden auf 2:0 vorlegten. Die wenig durchdachten Angriffe der Akademiker blieben nun meistens im Abwehrzement oder an Dennis Heyll hängen und das mangelhafte Backchecking lud die BSG zum Kontern ein, die durch Sippel und Thiele das Spiel wieder ausgleichen konnten.
Das zweite Drittel bot zunächst ein ähnliches Bild, allerdings konnte FASS mit zunehmender Spieldauer immer öfter durch die massive Eternit-Abwehr durchstoßen, was sich dann auch mehr und mehr in Toren niederschlug. Diesmal war es Johannes Hobrecht, der zur Führung traf, gefolgt von zwei Toren durch Maximilian Müller, der quasi als vierter Stürmer den eigentlichen Offensivkräften unter die Arme griff. Einen der wenigen Entlastungsangriffe konnte abermals Nico Thiele zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer nutzen.
Mit einem vorentscheidenden 5:3 ging es dann in den letzen Spielabschnitt, in dem die Akademiker nun frei aufspielten und mit sieben weiteren Toren doch noch für einen klaren Sieg sorgten, der Treffer von Schulz blieb lediglich Ergebniskosmetik.
Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel befindet sich FASS weiterhin ungefährdet auf dem zweiten Tabellenplatz, nähert sich aber dem punktgleichen Spitzenreiter EC Bärlin bis auf 2 Tore. In der nächsten Woche treffen die Akademiker dann aber auf den ersten echten Prüfstein der Saison, wenn sie am Samstagabend im Erika-Hess-Eisstadion gegen den Halbfinalgegner der letzten Saison, den SCC, antreten müssen.
WDK/15.11.10