Freitag, 19.11.2010, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
2 : 1 (1:0 0:1 1:0)
1:0 (06:03) Czajka (Veber, Supis)
1:1 (33:54) Leciejewski (Hurbanek, Janke)
2:1 (41:53) Haase (Schlenker, Hecker) PP1
FASS: 10 - 4/0/6
ECC: 4 - 0/2/2

820 Zuschauer sehen tolles Oberligaspiel - Über-/Unterzahl entscheidet - Youngster schießt Akademiker zum dritten Sieg in Folge - Sebastian Albrecht erneut Garant für den Erfolg - Zusammenfassung auf tv.berlin
Chris Lee war nach dem Spiel nicht nur von seiner Mannschaft begeistert: „Das Spiel war das, was die Zuschauer sehen wollen. Es war richtiges, wahres Eishockey mit allem, was dazugehört. Beide Teams haben mit enormer Intensität auf sehr hohem Niveau gespielt. (...) Die 3-gegen-5-Unterzahlsituation im letzten Drittel war der Knackpunkt des Spiels, da haben die Jungs absolut diszipliniert und taktisch klug gespielt, ebenso wie in den letzten beiden Minuten. Der ECC war stark und wird sicher auch weiter oben mitspielen. (...) Das waren heute drei sehr wichtige Punkte für uns.“
Bereits in der sechsten Minute waren die Akademiker in Führung gegangen. Thomas Supis leitete aus dem eigenen Drittel den Angriff ein, bediente Roman Veber, der dann wiederum auf den am Tor lauernden Patrick Czajka passen konnte. Dabei sollte es auch im ersten Abschnitt bleiben, denn beide Torhüter, sowohl Sebastian Albrecht als auch sein Gegenüber Björn Leonhardt hatten einen von diesen Tagen, die sich ein Stürmer nicht wünscht. Zudem ließ der ECC zwei Überzahlsituationen ungenutzt verstreichen.
Im zweiten Abschnitt bot sich das selbe Bild. Das Team von Chris Lee hatte zwar die eine oder andere Einschussmöglichkeit mehr, der ECC blieb aber mit seinen Tempo-Gegenstößen gefährlich. Und einer dieser führte auch in der 34. Minute zum Ausgleich, obwohl Benjamin Hecker wenige Sekunden zuvor die Akademiker auf die sichere Seite hätte bringen können. Alleine war er auf den ECC-Schlussmann zugelaufen, der blieb aber in diesem Duell Sieger und die Scheibe im Spiel. Max Janke erfasste die Situation als Erster, spielte auf Kay Hurbanek, der dann Stefan Leciejewski in Szene setzte - die Akademiker-Abwehr war ausgehebelt, Sebastian Albrecht chancenlos. Aber wie schon im ersten Drittel sollte es bei einem Treffer bleiben.
So fiel die Entscheidung im letzten Drittel und sie fiel früh. Philip Reuter musste in der 41. Minute auf die Strafbank, es war erst die zweite und zugleich auch letzte Strafzeit für die Gäste. Ganze 16 Sekunden durfte der „Sünder“ dort verbringen, denn auf Zuspiel von Benjamin Hecker und Vincent Schlenker war es dem Jüngsten im Team von Chris Lee vorbehalten, die Akademiker erneut in Führung und, was zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnen konnte, auch zum Sieg zu schießen: Henry Haase. Aus einem nahezu unmöglichen Winkel schoss er dem ECC-Goalie an die Matten und die Scheibe rutschte durch. In der 46. Minute dachten dann wohl alle ECC-Fans, dass der Ausgleich schon beschlossene Sache ist, da im Abstand von nur fünf Sekunden sowohl Thomas Leibrandt als auch Thomas Supis auf die Strafbank mussten, aber der ECC vermochte jedoch kein Kapital aus der zweiminütigen doppelten Überzahl zu schlagen. Überaus geschickt machten die drei Spieler der Hausherren alle Lücken zu, so dass Sebastian Albrecht lediglich zwei Schüsse auf sein Tor bekam, die er beide mit Bravour meisterte. Und so lief die Uhr dem Ende zu, beide Teams hatten zwar noch ihre Einschussmöglichkeiten, es blieb aber letztlich bei diesem 2:1. Dass die Gäste in den letzten beiden Minuten noch nicht mal ihren Torhüter rausnahmen, lag mit Sicherheit nicht daran, dass sie es nicht gerne getan hätten; sie hatten nur keine Möglichkeit mehr dazu. Entweder waren die Akademiker an der Scheibe oder es gab Bully im Drittel des ECC.
Fazit: In den entscheidenden Situationen stellte sich das Team von Chris Lee cleverer an und ging damit auch als verdienter Sieger vom Eis. Drei Faktoren brachten drei Punkte: Das bessere Über-/Unterzahlspiel, ein erneut glänzend aufgelegter Sebastian Albrecht und ein frecher Henry Haase. Ausruhen darf sich die Mannschaft aber nicht lange, denn Niesky wartet schon.
Anm. d. Red.::
tv.berlin sendet am Sonnabend ab 17.00 Uhr (im stündlichen Rhythmus) in der Sendung tv.berlin die Woche eine Zusammenfassung des Spiels.
Red