Sonntag, 20.11.2010, 19.00 Uhr, Eisstadion Neukölln
4 : 11 (1:2 0:4 3:5)
1:0 (03:46) Schmidt, 1:1 (07:47) Schulz (Müller, Srinamueang), 1:2 (13:24) Schulz (Müller, Srinamueang)
1:3 (23:58) Schulz (Müller), 1:4 (25:17) Soyka, 1:5 (30:49) Blandin (Soyka, Patermann), 1:6 (35:16) Müller (Schulz, Gasde)
2:6 (44:35) Schmidt (Adomat, Clausen), 3:6 (48:25) Schumann (Fabian), 3:7 (49:14) Müller (Schulz, Srinamueang), 3:8 (51:03) Lüttcher (Levin), 4:8 (53:28) Schumann PP1, 4:9 (54:14) Lüttcher PP1, 4:10 (57:34) Lüttcher (Hartmann, Gasde), 4:11 (59:29) Reiche UZ1
SGOH: 4 - 0/2/2
FASS: 9 + SpD (Müller) - 0/2/27
Trainer Jörg Dymke:
"Wir haben viel umgestellt. Durch die Ausfälle wollten wir verschiedene Möglichkeiten ausprobieren. Wir hatten heute mehr Zug zum Tor als vor einer Woche und man spielt auch immer so, wie es der Gegner zulässt."
Jerome Blandin:
"Ich fand die Leistung der Mannschaft heute sehr gut. Man hat gesehen das wir viel vom Training umsetzten konnten. Langsam verstehen wir was die Trainer von uns wollen. Die Umstellungen waren sehr lehrreich, so können wir besser auf Notsituationen reagieren."

Ja, so richtig schien die Arithmetik des beliebten Kartenspieles beim zweiten Aufeinandertreffen der Berliner Schülermannschaften von FASS-Berlin und der SG OSC/Halle nicht zu passen.
Die Trainerbank der Weddinger war gut gefüllt, einer hätte beim Skat immer Pause gehabt oder sich um die Getränke kümmern können. Dies machte am heutigen Abend aber Tim, der so wie zwei weitere seiner Mannschaftskollegen verletzt oder krank ausfiel. Euch von dieser Stelle gute Besserung und kommt bald zurück, die Mannschaft braucht Euch! Aber auch die verbliebenen FASS-ler schienen dem Trainergespann vor dem Spiel einige Rätsel aufzugeben. Die Zusammenstellung der Reihen und der Positionen war anfangs doch sehr ungewöhnlich. Wurden die Trümpfe neu verteilt? Waren sich die sportlich Verantwortlichen nach dem klaren, aber getrost in den Skat zu drückenden Spiel, vor Wochenfrist ihrer Sache so sicher?
Der Himmel über Neukölln war dunkel, das Flutlicht erhellte die Eisfläche, das Spiel begann. FASS versuchte von der ersten Minute an Druck zu machen. Einige Spielerinnen und Spieler hatten aber Probleme, sich auf ihren neuen Positionen zu recht zu finden. Und so kam es: Was den Neuköllnern im ersten Spiel nicht gelang: in der vierten Minute die Führung. Danach wütende Angriffe der Weddinger, und als Dustin in seiner dynamischen Art als Neu-Stürmer allein durchs gegnerische Drittel startete, in der siebenten Minute der Ausgleich! Aber was dann folgte, erinnerte eher an ein lahmes Nulln-Spiel bei dem oben erwähnten Kartenspiel. Zu viele Luschen, kaum mal ein Trumpf ... So dauerte es bis zur 13. Minute bis sich die Weddinger endlich mal wieder auf Eishockey besinnten und zur verdienten Führung (Dustin) trafen.
Der Mittelabschnitt begann besser. Die Tore drei, vier, fünf und sechs (Dustin, Danny, Jerome, Leroy) sollten das Spiel beruhigen. Und das war dann auch so... Wieder erinnerte mich das Geschehen auf der beleuchteten Eisfläche an einige eher langweilige Kartenspielabende mit meinem Schwager und Schwiegervater.
Als nun alle dachten, der Schlussabschnitt wird so weiter vor sich hinplätschern, rieben sie sich nach 8 Minuten verwundert die Augen. Die Neuköllner konnten durch ihre Tore zwei und drei wieder Spannung in das langsam erlahmende Spiel bringen. Aber da hatten die Neuköllner die Rechnung ohne die konditionellen Vorteile der Weddinger geplant. Strategisch geschickt, wie mit einem guten Blatt beim Kartenspiel, konnte hinten heraus wieder gut gepunktet werden. Vor allem Paul L. wollte noch etwas für das Torverhältnis machen, und seine Tore zum Endstand von 4 : 11 brachten den zu jeder Zeit verdienten Sieg beim zweiten Derby nach Hause.
AS/21.11.10