Oberliga
Archiv 2010/11

FASS Berlin - EHV Schönheide

Freitag, 26.11.2010, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

7 : 6 (5:2 1:2 1:2)

Tore

1:0 (03:00) Patrzek (Veber, Czajka), 2:0 (04:02) Hecker (Czajka, Schlenker), 2:1 (05:42) Jenka (Krehl, Jun), 3:1 (08:38) Aicher (Gries, Haase), 4:1 (10:43) Czajka (Schlenker, Supis) PP1, 4:2 (18:16) Jenka (Krehl, Jun), 5:2 (19:03) Czajka (Patrzek, Veber)

 

5:3 (24:57) Jun (Jenka, Krehl) PP1, 6:3 (27:49) Hecker (Johnsson, Supis) PP1, 6:4 (34:01) Jun (Krehl, Jenka)

 

7:4 (46:27) Veber (Czajka, Seelisch), 7:5 (50:05) Jenka (Krehl, Jun), 7:6 (52:23) Jun (Jenka, Vojcak) PP1

PIM

FASS: 10 - 4/2/4

EHVS: 8 + 10 (Heumann) - 4/14/0

Berichte

„Drei Punkte sind drei Punkte“

Patrick Czajka, Benjamin Hecker (je 2), Fabio Patrzek, Lucien Aicher und Roman Veber schossen Team zum Sieg - Starkes erstes Drittel mit 5:2 sicherte Vorsprung

 

Einigkeit herrschte nach dem Spiel darüber, dass es wohl nicht der stärkste Auftritt der Akademiker in dieser Saison war; das 7:6 brachte aber sowohl drei wichtige Punkte als auch den fünften Sieg in Folge und zumindestens für gut 24 Stunden den zweiten Tabellenplatz in der Oberliga Ost. Dass es am Ende noch ziemlich eng wurde und Sebastian Albrecht mit Sicherheit mehr zu tun bekam, als ihm lieb war, lag aber nicht nur an kleinen Nachlässigkeiten in der Abwehr der Mannschaft. Denn zum einen musste das Trainergespann des F.A.S.S. zum und im letzten Drittel einige Umstellungen in den Reihen vornehmen, da sowohl der bis dahin zweifache Torschütze Benjamin Hecker (aus beruflichen Gründen) und Verteidiger Jan Schmidt, der schon angeschlagen ins Spiel gegangen war, nicht mehr teilnehmen konnten und zum anderen hatte der sowieso schon als Paradereihe bekannte erste Block der Wölfe aus Schönheide einen seiner „Sahnetage“ erwischt und konnte von der Akademiker-Abwehr nicht ausgeschaltet werden. Daniel Jun und Miroslav Jenka schossen nicht nur jeweils drei Tore, sondern erzielten mit Matthias Krehl 17 von 18 Scorerpunkten bei den Wölfen.

 

Im ersten Drittel dominierte das Team von Chris Lee die Gäste und ging bereits nach drei Minuten durch Fabio Patrzek in Führung, nur 62 Sekunden später konnte Benjamin Hecker den Vorsprung auf zwei Tore ausbauen. Auch der Anschlusstreffer durch Miroslav Jenka (6. Spielminute) brachte die Mannschaft nicht aus ihrem Schwung; Kapitän Lucien Aicher (9.) und Patrick Czajka (in Überzahl, 11.) erhöhten den Vorsprung auf drei Tore. Auch der zweite Treffer von Miroslav Jenka in der 19. Minute wurde nur 47 Sekunden später mit dem zweiten Tor von Patrick Czajka beantwortet. Mit einem 5:2 ging es somit in die erste Pause.

 

Sowohl im zweiten als auch im letzten Drittel zeigten dann die Wölfe aber, dass sie trotz eines deutlichen Rückstandes nicht aufgeben wollten und es ging mit dem Vorsprung munter hin und her. Zunächst war es Miroslav Jenka, der den Rückstand auf zwei Tore verkürzte (5:3, 25.). Benjamin Hecker erhöhte ihn in der 28. Minute wieder auf drei, Daniel Jun setzte ihn in der 35. wieder runter, Roman Veber in der 47. wieder rauf. Dann konnten aber die Wölfe durch ihr dynamisches Duo bis auf einen Treffer herankommen (51./53.), dank der Kombination aus Sebastian Albrecht, einem ergebnisorientiert spielenden FASS-Team, einigen ungenauen Schüssen und ein wenig Glück blieb es bei diesem 7:6, womit die Mannschaft erneut bewiesen hat, dass sie nun in der Lage ist, auch in kritischen Situationen die Nerven zu behalten.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Chris Lee: „Drei Punkte sind drei Punkte. Es war wieder ein wichtiger Sieg, aber bei einer 5:2- und 7:4-Führung müssen wir das klüger zu Ende spielen. Schönheide ist in der Offensive unheimlich stark, aber wie schon gesagt, wir müssen es klüger spielen. Ich bin aber zufrieden mit den drei Punkten.“

 

Anders Johnsson, #7: „Es war heute ein nicht so gutes Spiel von uns, wir haben aber die drei Punkte geholt.“

 

Fazit: Sicherlich gab es von der Mannschaft schon bessere Spiele, die hat sie aber zum Teil verloren. Und wenn man wählen kann zwischen „gut spielen und verlieren“ oder „mal nicht so gut spielen und die Punkte holen“ – diese Wahl fällt wirklich nicht schwer.

 

F.A.S.S. Berlin: Albrecht, Hertel; Haase, Balko, Schmidt, Supis, Seelisch, Leibrandt, Winkler; Johnsson, Schlenker, Roubicek, Czajka, Aicher, Gries, Patrzek, Veber, Leers, Konietzky, Hecker

 

Red

Glücklicher Sieg für FASS

Unnötig schwer machte es sich FASS Berlin beim 7:6 (5:2/1:2/1:2) - Erfolg gegen den EHV Schönheide. Vor allem das Duo Jun/Jenka durfte an diesem Abend fast unbedrängt agieren.

 

Nach den guten Leistungen und den dazu gehörigen Ergebnis wollten die Weddinger gegen die Wölfe den nächsten Dreier einfahren. Das Spiel begann cirka 15 Minuten später, da die Gäste einige Schwierigkeiten bei der Anreise hatten. Das merkte man ihnen auch an. Die ersten Minuten gehörten den Gastgebern, die durch Fabio Patrzek (4.) und Benjamin Hecker (5.) schnell mit 2:0 in Führung gingen. FASS drückte zwar weiter, vernachlässigte aber die Abwehrarbeit. Und das bestrafen Spieler wie Daniel Jun und Miroslav Jenka. Letzterer verkürzte nach sechs Minuten auf 2:1. Doch auch bei den Gästen haperte es an der nötigen Konzentration im Abwehrbereich. Das ermöglichte erst Lucien Aicher das 3:1 (9.), zwei Minuten später dürfte Patrick Czajka ungehindert nachstochern und so das 4:1 erzielen. Die Torhüter Sebastian Albrecht (FASS) und Sebastian Modes (Schönheide) mussten auch weiterhin immer wieder die Fehler ihrer Vorderleute ausbaden. Den nächsten Treffer erzielte dann wieder Miroslav Jenka (19.). Eine Minute Später stellte Patrick Czajka den alten Abstand wieder her.

 

Ab dem Mittelabschnitt ließen die Weddinger immer mehr nach. Wurde im 1. Drittel noch mit viel Tempo gespielt, wirkte es nun, als wollten die Gastgeber nur noch den Vorsprung verwalten. Und das war eine Einladung für Schönheides tschechisches Sturmduo. Immer wieder tauchten sie vor dem Berliner Tor auf. Und so war es keine Überraschung, dass Daniel Jun nach 25 Minuten auf 5:3 verkürzte. Ein schönes Break nutzte Benjamin Hecker drei Minuten später zum 6:3. Doch die Wölfe setzten nach. Erneut Daniel Jun sorgte nach 35 Minuten für den 6:4 Pausenstand.

 

Im letzten Drittel sahen die 168 Zuschauer einen ähnlichen Verlauf wir im Mittelabschnitt. Schönheide drückte und FASS tat sich weiterhin schwer. Die Berliner fanden einfach nicht mehr ihren Rhythmus. Als Fabio Patrzek dann in der 47 Minute das 7:4 erzielte, schien das Spiel entschieden. Aber die Wölfe kämpften weiter. Miroslav Jenka (51) und Daniel Jun (53.) machten mit ihren Toren zum 7:6 das Spiel wieder Spannend. Mit viel Glück retteten die Akademiker aber den Vorsprung über die Zeit.

 

Die Abwehr der Berliner war an diesem Abend einfach nicht in der Lage, das Sturmduo Jun/Jenka in den Griff zu bekommen. Es ist klar, dass solche Stürmer nicht ganz ausgeschaltet werden, FASS gelang dies aber überhaupt nicht. Da auch Schönheide eine schlechte Abwehrleistung zeigte, bekamen die Zuschauer 13 Tore zu sehen. Um in der Liga mithalten zu können, müssen sich beide Teams in dieser Hinsicht verbessern. Den Wölfen würden aber auch andere Stürmer gut tun, die zwischendurch einige Tore erzielen. Denn nur das Duo Jun/Jenka ist auf Dauer auch zu wenig.

 

Quelle:  Norbert Stramm für Radio Eiskalt