Sonnabend, 27.11.2010, 19.00 Uhr, Paul-Heyse-Str.
6 : 3 (0:1 2:1 4:1)
0:1 (08:04) Marowski
1:1 (22:42) Böttcher (Breitner, Deichmann), 1:2 (25:06) Weigel (Schreiber, S. Dictus), 2:2 (36:39) Hummel (Böttcher)
3:2 (40:53) Gaab, 4:2 (46:32) Böttcher (Rogga) PP1, 4:3 (47:13) Marowski (Leffelsender), 5:3 (58:25) Grunwald (Rogga, Gaab), 6:3 (59:29) Gaab ENG
ECB: 8
FASS: 4 + 10 (S. Dictus)
Im ersten Aufeinandertreffen der Topfavoriten auf die Meisterschaft behielt der EC Bärlin gegen FASS Berlin 1c mit 6:3 (0:1/2:1/4:1) die Oberhand.
Zweiter gegen Erster, beide in den bisherigen fünf Saisonspielen ungeschlagen, im Schnitt 11,8:3,6 (EC Bärlin) zu 13:3,2 (FASS) Tore pro Spiel, Neuauflage des Finale der letzten Saison - es sprach alles für ein hochinteressantes Landesligaspiel, in dem es keinen Favoriten gab.
Beide Teams mussten auf einige Akteure verzichten. Die Ausfälle beim EC waren allerdings schwerwiegender. Dennoch entwickelte sich ein interessantes Spiel, in dem Torchancen jedoch Mangelware blieben. Denn beide Teams lieferten eine hervorragende Abwehrarbeit ab. Die Goalies Mario Kändler (EC Bärlin) und Fabian Theil (FASS) konnten schon im 1. Drittel zeigen, dass sie einen guten Tag erwischt hatten. Das erste Tor der Partie fiel dann auch erst durch einen Nachschuss. Jules Marowski brachte FASS in der 9. Minute in Führung. Mehr Treffer ließen die Torhüter nicht zu, so ging es trotz leichter Vorteile für die Gastgeber mit diesem knappen Ergebnis in die erste Pause
Die Angriffsbemühungen des EC wurden zu Beginn des Mittelabschnitts mit dem verdienten Ausgleich belohnt, Ulrich Böttcher hieß der umjubelte Torschütze (23.). Die Freude über den Ausgleich hielt jedoch nicht lange an. Denn drei Minuten später brachte Roman Weigel die Gäste erneut in Führung. Nun war wieder der Meister gefordert. Doch die Bemühungen der Bärliner endeten spätestens beim Goalie des Vizemeisters. Auch FASS hatte einige Möglichkeiten, vergab diese aber ebenfalls. Drei Minuten vor der Pause erzielte Kai Hummel dann den verdienten Ausgleich. So blieb die Spannung auch für das letzte Drittel erhalten.
53 Sekunden waren im letzten Drittel gespielt, da stellten die Gastgeber mit dem 3:2 durch Danny Gaab die Weichen auf Sieg. Und die Bärliner setzten nach. In Überzahl sorgte Ulrich Böttcher nach 47 Minuten auf 4:2. Zwar konnte Jules Marowski 42 Sekunden später ein Break erfolgreich zum 4:3 abschließen, das war es dann aber auch für FASS. Denn statt eines Sturmlaufs der Weddinger griff der EC weiter fröhlich an. Von FASS kamen nur gelegentliche Angriffe, die aber beim EC-Goalie endeten. Die endgültige Entscheidung fiel dann 95 Sekunden vor dem Ende durch Phillip Grunwald. FASS nahm zwar noch den Goalie vom Eis, dass half aber auch nicht mehr. 31 Sekunden vor der Schlusssirene versenkte Danny Gaab den Puck im leeren FASS-Gehäuse.
Es war ein verdienter Sieg der Bärliner, die ihre Ausfälle einfach besser kompensieren konnten. Außerdem konnten die Top-Scorer der Akademiker nicht wie gewohnt in Szene setzen. Auch FASS-Coach Andreas Schreiber erkannte den Sieg des EC an: "Wir mussten zwar Umstellungen in der Abwehr vornehmen, das soll aber keine Entschuldigung sein. Wir haben einfach schlecht gespielt. Aber die wichtigen Spiele folgen ja noch." Sacha Breitner (EC Bärlin): „Wenn man bedenkt, dass bei uns Leute wie unser Leitwolf Dirk Franetzki oder Thomas Kirchner und Mathias Renner gefehlt haben, war das schon eine tolle Leistung der Mannschaft.“