Schüler
Archiv 2010/11

FASS - SG Jonsd./Weißw./Niesky

Sonntag, 05.12.2010, 13.00 Uhr, Paul-Heyse-Str.

 

4 : 3 n. P. (1:1 0:1 2:2 - 1:0)

Tore

1:0 (02:53) Lüttcher PP1, 1:1 (06:57) Kuschel (Israel, Schreiber)

 

1:2 (42:45) Israel (Nontel), 2:2 (50:16) Blandin, 2:3 (54:05) Schulze, 3:3 (55:57) Srinamueang (Schulz, Levin)

 

4:3 (P) Kislat GWS

PIM

FASS: 8 - 0/2/6

SGJWN: 6 - 2/2/2

Stimmen zum Spiel

Trainer Jörg Dymke: "Vor allem wie wir gewonnen haben, hat mir gefallen. Das Penaltyschießen war unnötig. Heute haben wir aber gezeigt, dass wir ein Spiel auch drehen können."

 

Erik Kislat: "Was soll man dazu sagen ... wir hatten viel Glück, in der Verteidigung einige Defizite, die wir im Training abstellen müssen. Die Chancenverwertung muss besser werden. Im Penaltyschießen hatten unser Keeper und unsere Schützen die besseren Nerven.

Berichte

Beste Werbung für Nachwuchseishockey

Liebe Leserinnen und Leser dieser Zeilen. Wenn Ihnen am Wochenende mal langweilig ist, Sie etwas Aufregung im festgefahrenen Leben brauchen: Kommen Sie doch zu einem Heimspiel der FASS-Schüler.

 

Beste Unterhaltung, Spannung und dazu noch Nachwuchshockey, das den Namen auch verdient. Zumindest waren das die Attribute, mit denen man die letzten Spiele belegen konnte.

Doch was heute im Paul-Heyse-Eisstadion passierte, setzte dem leidenschaftlichen Spiel gegen Leipzig noch die Krone auf.

 

Aber nun zum Spiel. Gegner war die SG aus Jonsdorf/Weißwasser/Niesky. Das erste Spiel wurde mit 5:0 gewonnen, aber nur weil die SG einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatten. Eigentlich hatten die Weddinger 13:0 verloren. Nach den letzten Spielen und der kontinuierlichen Entwicklung seit der knappen Niederlage in Dresden wurden die Karten aber neu gemischt. Trainer Dymke vertraute den Reihen des Spieles gegen Leipzig. Nur die Positionen wechselten etwas.

 

Das Spiel begann und es war schnell zu sehen, dass sich heute zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber standen. Dynamischer Beginn auf beiden Seiten, erst FASS im Drittel der Falken, dann die Kapitänin der Jonsdorfer im Alleingang. Strafe SG, Versuch des Aufbaus, aber zu wenig Ruhe im Spiel. Die hatte dann Paul L., schaute, schoss, traf! Schöner Schlagschuss von der blauen Linie – Führung für FASS Berlin! Vier Minuten bis dahin gespielt. Das Spiel war ausgeglichen, auch die Jonsdorfer mit Chancen, aber die Defensive arbeitete gut. Leider nicht immer, siebente Minute Überzahl in FASS-Drittel, Ausgleich. Aber sofort wieder Druck der Weddinger, Chancen, es sah so aus als wollten die Weddinger das Spiel mehr gewinnen als die SG. Das erste Drittel ging ohne weitere Tore zu Ende. Die zahlreichen Zuschauer sahen gutes Nachwuchseishockey beider Mannschaften.

 

Der Mittelabschnitt begann etwas zerfahren. Jonsdorf versuchte es mit langen Pässen, sie suchten immer den freien Spieler an der blauen Linie. FASS mit Kampf dagegen. In der 23. Minute Strafe FASS. Die Falken mit wütenden Versuchen im Sekundentakt, aber die Verteidigung stand. Die Unterzahl wurde schadlos überstanden, den folgenden Alleingang der Falken entschärfte der Schoner von Paul S. Es ging rauf und runter. Ein sehr intensives Spiel. Als Ta am gegnerischen Torwart scheiterte, rauften sich viele Berliner Zuschauer die Haare. Die Sachsen waren eher stolz auf ihren guten Torwart. Danach etwas Ruhe im Spiel. Dieses hohe Tempo kann man auch nicht ein Drittel hintereinander spielen. Die Chancen auf beiden Seiten waren verteilt, eine Überzahl zum Ende des Mittelabschnittes konnten die Weddinger nicht nutzen.

 

Der Schlussabschnitt begann. Wieder druckvoller Beginn beider Mannschaften. Und diesmal war die Taktik der SG erfolgreich. Ein Spieler an der Blauen frei, der Pass kommt an und 1:2 in der 42. Minute. Aber die FASS-Schüler davon nicht verunsichert. Die Siege der letzten Spiele gaben Selbstbewusstsein. Aber auch die SG versuchte jetzt den Vorsprung auszubauen. Als sie sich im FASS- Drittel festgesetzt hatten und mehrere Male gefährlich vors FASS Tor gekommen waren, folgte die spielerische Befreiung und Jerome zum verdienten Ausgleich in der 51 Minute! Danach ein kämpferisches Spiel. Es wurde um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Noch sieben Minuten. Was sollte heute passieren? Dann vier gegen vier und vom Bully weg, die erneute Führung der SG. Noch knapp fünf Minuten. Die gute Leistung sollte nicht belohnt werden? Auszeit SG. Die Trainer gaben die letzten Anweisungen. Jörg hatte anscheinend die besseren gegeben. 56. Minute Ta zum erneuten Ausgleich! Was war denn hier los? Die FASS-Schüler zweimal im Rückstand und immer wieder zurückgekommen! Spannung pur! Die SG wieder mir einem langen Pass, Icing. Es wurde härter. Beide Mannschaften wollten nicht verlieren. Dann die letzten zwei Minuten. Strafe FASS. Es war klar: Bis zum Schlusspfiff Unterzahl. Bully im Drittel der Weddinger, dann Befreiung und Chance in Unterzahl. Auszeit FASS. Noch 30 Sekunden. Wieder Bully im FASS-Drittel, Gewühle in der Ecke, nächste Strafe FASS. Jetzt drei gegen fünf Unterzahl. Aber nur noch zehn Sekunden auf der Uhr ...Der Schlussabschnitt endete unentschieden – und so auch die reguläre Spielzeit.

 

Aber es war ja noch nicht Schluss. Penaltyschießen! Welche Spannung, an der Bande die bange Frage: Wer wird schießen? Drei Schützen und eine Reserve waren zu nominieren. Dustin und Paul L. auf der Strafbank.

 

Ta war als Erster dran, der Torwart hält.

Dann die SG, totale Stille im Paul-Heyse, Tor, Führung Jonsdorf.

Dann Danny, er läuft los, zielt, schießt, gekonnt unter die Latte: Tor!

Wieder die SG, Paul S. schaut, geht noch vorn, dann nach hinten, drüber! Jubel an der Bande und auf der Berliner Bank!

Jetzt Erik, nimmt den Puck, auf den Torwart zu und wunderschön ins obere Eck! Führung!

Der vermeintlich letzte Penalty. Wenn Paul S. jetzt hält ... Das wird sich der Falke jetzt auch sagen: Ich muss jetzt treffen...

Er läuft an, den Puck am Schläger und es macht plopp, SIEG! Paul S. mit dem Schoner. Der Zusatzpunkt bleibt in der Hauptstadt!

Ein aufregendes Eishockeyspiel war vorbei. Die FASS-Schüler feierten den Sieg, die SG enttäuscht. Auf diesem Weg gute Besserung für euren verletzten Spieler!

 

AS, 5.12. 2010