Sonntag, 05.12.2010, 17.00 Uhr, Wolfsbau Schönheide
4 : 1 (2:0 1:1 1:0)
1:0 (02:55) Müller (Vojcak, Jun), 2:0 (19:55) Jun (Krehl, Vojcak)
3:0 (25:26) Krehl (Vojcak, Jun), 3:1 (26:36) Hecker (Johnsson, Haase)
4 : 1 (50:29) Hered (Jun) UZ1
EHVS: 23 + SpD (Preiß) - 2/8/33
FASS: 14 + 10 (Leers) + MS (Leibrandt) - 4/6/39
Schwer enttäuscht über die Niederlage zeigte sich Chris Lee nach dem Spiel, sah aber trotzdem das Positive: „Wir haben heute gekämpft und alles versucht, die Scheibe will zur Zeit nur nicht ins Tor. Wir haben unsere Torchancen, das sehen wir am Schussverhältnis. Wenn wir keine Torchancen hätten, müssten wir uns Sorgen machen. Wir sind aber im Spiel, es fehlt eben nur der Abschluss. Ich weiß aber auch, dass sich das wieder ändern wird, denn die Mannschaft arbeitet hart über das ganze Spiel und hat den Willen.“
Jan-Hendrik Seelisch: „Nach gutem Start hatten wir zu viel Respekt vor dem Gegner und vor dem gegnerischen Tor waren wir einfach zu harmlos. Am Ende ist das Spiel dann etwas ausgeartet, wobei meiner Meinung nach auch der Schiedsrichter seinen Teil beitrug, da er nicht konsequent durchgepfiffen hat.“
Christian-Alexander Leers: „Die Niederlage haben wir uns selbst zu zuschreiben. Wenn wir unsere Chancen besser nutzen und hinten taktisch klüger spielen, können wir trotzdem jeden schlagen. Kopf hoch.“

Mit 1:4 verloren die Akademiker am zweiten Adventssonntag ihr Auswärtsspiel in Schönheide und einmal mehr war es die Chancenverwertung, die ein besseres Ergebnis und damit mögliche Punkte bei den Wölfen verhinderte.
Aber nicht nur die Punkte gingen verloren, auch zwei Spieler werden möglicherweise über einen längeren Zeitraum nicht eingesetzt werden können. Torjäger Benjamin Hecker schied nach einem Knie-Check in der 42. Minute verletzt aus und Verteidiger Thomas Leibrandt wurde kurz vor Ende des Spiels mit einer Matchstrafe belegt.
Dabei begann die Partie mit leichten Vorteilen für das Team von Chris Lee, denn die Wölfe konnten gerade mal zwölf Feldspieler aufbieten, der F.A.S.S. hingegen 14. Zudem war Schönheide’s Top-Stürmer Miroslav Jenka gesperrt.
Die ersten knapp drei Minuten gehörten auch den Akademikern, bis der erste Angriff der Wölfe kam. Die Scheibe konnte nicht aus dem Drittel befördert werden und Christian Müller kam zum Schuss von der blauen Linie. Sebastian Albrecht war die Sicht verdeckt und er hatte bei seiner ersten Prüfung nicht die Möglichkeit, sich zu wehren. FASS zeigte sich danach zunächst unbeeindruckt und konnte sich wieder mehrere Möglichkeiten erspielen, aber die Ungenauigkeit der Schüsse und Tim Schnelle beließen zunächst es bei dem 0:1 aus Akademiker-Sicht. Die Schönheider verlegten sich schon nach dem Führungstreffer auf ihr bekanntes Konterspiel, das dann in der 14. Minute fast Erfolg gehabt hätte. Daniel Jun hatte aber seinen Stock zu hoch und das Tor wurde richtigerweise nicht anerkannt. Bis kurz vor Ende des ersten Drittels ging es dann so weiter. Schönheide probte sich im Spiel von langen Pässen und/oder verursachte ein Icing; FASS spielte sich bis vor Schnelle, brachte die Scheibe jedoch nicht im Tor unter. Das 2:0 in diese Drangphase fiel nach einem dieser Konter und fast war es eine Kopie es ersten Treffers. Jun zog ab, Albrecht war erneut die Sicht verdeckt; die Konsequenz war das Tor.
Auch im zweiten Drittel das selbe Bild: FASS spielte, Schönheide konterte und traf, 3:0 durch Matthias Krehl in der 26. Minute. Aber eine Minute später keimte wieder Hoffnung bei FASS auf, als Benjmamin Hecker bei Vier gegen Vier nach schöner Vorarbeit von Anders Johnsson im zweiten Versuch Tim Schnelle überwinden konnte. Mittlerweile hatten sich auch die Nickligkeiten im Spiel erhöht. Zunächst gerieten Patrick Czajka und Christian Müller aneinander, dann waren es Christian-Alexander Leers und Thorsten Fischer, auf der Strafbank wurde es eng. Am Spiel an sich änderte sich jedoch nicht viel. Drei Sekunden vor Ende des zweiten Drittels hätte Patrick Czajka sein Team wieder auf ein Tor heranbringen können, er scheiterte jeoch mit einem an ihm verursachten Penalty gegen Schnelle.
Das letzte Drittel sollte seinen Anfang in einem schweren Foul von Wölfe-Verteidiger Patrick Preiß an Benjamin Hecker haben. Preiß musste zwar duschen gehen, aber auch Benjamin Hecker schied aus dem Spiel aus. Und so wie es aussieht, sind die Bänder im Knie betroffen, eine genauere Diagnose wird erst noch folgen. Man kann nur hoffen, dass die Verletzung von Benjamin Hecker nicht so schlimm ist, wie die von Fabio Patrzek in der vergangenen Sdaison in Schönheide. Denn der fiel den Rest der Saison aus. Dann erwischte es auch noch Christian Gries an der Bande. Auch er blieb liegen, aber die sichtbare Verletzung in Form einer blutenden Lippe bei ihm wurde mit nur zwei Minuten geahndet. Im folgenden Überzahlspiel konnte FASS die Scheibe ebenfalls nicht im Tor unterbringen, selbst ein kurzes Fünf gegen Drei brachte nichts Zählbares. So kam, was kommen musste. Bei einem weiteren Powerplay in der 51. Minute war die Mannschaft zu offen und Dustin Hered konnte in Unterzahl das 4:1 erzielen. Dass in der Zwischenzeit auch die Anzeigetafel in Schönheide ihren Geist aufgegeben hatte, sei nur am Rande erwähnt; besser war es aber auch, denn in den letzten Minuten kam es dann knüppeldick für die Mannschaft von Chris Lee. Nicht nur, dass Christian-Alexander Leers kurz nach dem 4:1 für zehn Minuten auf die Strafbank musste; Thomas Leibrandt geriet kurz vor Ende der Partie mit Matthias Krehl aneinander, der den FASS-Verteidiger mit dem Stock in seinen edelsten Teilen erwischt hatte. Matthias Krehl ging mit einer blutenden Nase vom Eis, den Einsatz von Thomas Leibrandt belegten die Schiedsrichter mit einer Matchstrafe. Es blieb schließlich bei diesem 1:4 aus Sicht des F.A.S.S., schwerer wiegt aber der Verlust von Benjamin Hecker und Thomas Leibrandt.
Fazit: Es ist zur Zeit ein Kreuz mit der Chancenverwertung. Ein Schussverhältnis von 44:24 für die Akademiker an diesem Sonntagnachmittag ist dabei aussagekräftig genug, nur ein erzielter Treffer aber noch mehr.
F.A.S.S. Berlin: Albrecht, Hertel; Haase, Schmidt, Supis, Seelisch, Leibrandt; Johnsson, Schlenker, Czajka, Gries, Patrzek, Veber, Leers, Konietzky, Hecker
Red