

Freitag, 17.12.2010, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
6 : 1 (1:1 5:0 0:0)
1:0 (07:08) Czajka (Haase, Patrzek), 1:1 (15:55) Kohl (Havlik, Haack) PP1
2:1 (23:45) Johnsson (Aicher, Haase) PP1, 3:1 (28:41) Gries (Veber, Aicher), 4:1 (29:21) Johnsson (Ludwig, Leers), 5:1 (31:43) Schlenker (Patrzek, Czajka) PP1, 6:1 (38:10) Czajka (Faber)
FASS: 8 + 10 (Haase) - 2/4/12
JDF: 12 - 2/8/2
Chris Lee: „Im ersten Drittel sind wir ein wenig langsam ins Spiel gekommen. (...) Dafür hat die Mannschaft aber im zweiten Drittel richtig Gas gegeben. Sie hat nicht nur hart gearbeitet und diszipliniert gespielt, sondern auch konsequent die Möglichkeiten genutzt. In den letzten 20 Minuten hat sie das Spiel klug nach Hause gebracht. Das waren drei ganz wichtige Punkte heute. (...) Am Sonntag wartet nochmal viel Arbeit auf uns und darauf müssen wir uns jetzt konzentrieren.“
Anders Johnsson: „Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht und drei wichtige Punkte geholt."
Sebastian Albrecht: „Das erste Drittel war ausgeglichen; beide Teams waren bemüht, das Spiel zu machen und hatten ihre Chancen. (...) Im zweiten Drittel haben wir das Spiel dann klar dominiert und sind meiner Meinung nach auch in der Höhe verdient in Führung gegangen. Im letzten Drittel haben wir den Sieg klug nach Hause gebracht."

Dank eines überragenden zweiten Drittels und der Treffer von Patrick Czajka, Anders Johnsson (je 2), Christian Gries sowie Vincent Schlenker gewannen die Akademiker am Freitagabend mit 6:1 gegen Verfolger Jonsdorfer Falken und festigten damit nicht nur ihren zweiten Tabellenplatz, sondern entschieden auch den direkten Vergleich, der in dieser Vorrunde durchaus noch Bedeutung haben kann, für sich.
Mit 15 Minuten Verspätung begann das Spiel gegen den Tabellendritten aus Jonsdorf, dem die winterlichen Wetterverhältnisse in diesen letzten offiziellen Herbsttagen einen Strich durch die pünktliche Anreise gemacht hatten. Und die Voraussetzungen für diese Partie waren klar, denn mit einem Sieg konnte man nicht nur zumindest bis Weihnachten (Chemnitz hat noch vier Spiele weniger) auf dem zweiten Platz bleiben, sondern auch den direkten Vergleich mit den Falken für sich entscheiden. Den ersten Warnschuss feuerte Verteidiger Jan Schmidt schon in der zweiten Minute ab, leider traf er aber nur den Pfosten. Sechs Minuten später war es dann Patrick Czajka, der mit einer schönen Einzelleistung gegen zwei Falken-Spieler und Torwart Dustin Strahlmeier das Team von Chris Lee in Führung brachte. Danach kamen die Gäste aus dem Zittauer Gebirge besser ins Spiel und konnten in der 16. Minute in Überzahl und nach einem Stellungsfehler in der Defensive des F.A.S.S. den Ausgleich durch Matthias Kohl erzielen. Dessen ersten Schuss und auch den ersten Nachschuss hatte Sebastian Albrecht zwar pariert, gegen den zweiten Nachschuss war er aber machtlos. Dabei blieb es, trotz einiger weiterer Chancen auf beiden Seiten, bis zur Pause.
Im zweiten Drittel lieferten die Akademiker ihre wohl bisher besten 20 Minuten in dieser Saison ab. Von Beginn an dominierten sie die Gäste und nutzten ihre zweite Überzahlmöglichkeit in diesem Spiel zur Führung durch Anders Johnsson. Sieben Minuten später war das Spiel dann praktisch entschieden; innerhalb von nur 180 Sekunden hatte das Team die Führung auf 5:1 ausgebaut. Und bei jedem Treffer war die Vorarbeit durch gewonnene Zweikämpfe entstanden. Beim 3:1 setzte sich Lucien Aicher auf der rechten Seite durch und spielte auf den mitgelaufenen Roman Veber; dessen Schuss konnte Dustin Strahlmeier jedoch nur blocken und Christian Gries staubte im Nachsetzen bei angezeigter Strafe gegen die Falken ab. Exakt 40 Sekunden später bewies Anders Johnsson das richtige Gespür, als er im richtigen Moment frei vor dem Jonsdorfer Schlussmann auftauchte und die Vorlage von Justin Ludwig, der sich zuvor schön durchgesetzt hatte, verwertete. Für das 5:1 sorgte dann Vincent Schlenker, der Nutznießer des gewonnen Zweikampfes und der Vorlage von Fabio Patrzek wurde. Kurz vor Ende des zweiten Drittels war es noch einmal Patrick Czajka, der sich wie schon bei seinem ersten Treffer gegen Zwei durchsetzte und Dustin Strahlmeier erneut bezwang.
Das Spiel war entschieden und daran änderten auch die letzten 20 Minuten nichts mehr. Das Team spielte die Zeit nahezu routiniert runter und ließ sich auch durch kurzfristig aufkeimende Hektik nicht mehr verunsichern. Beide Torhüter hatten zwar noch einige Möglichkeiten, sich auszuzeichnen, aber letztlich blieb es bei diesem deutlichen 6:1, womit das Team von Chris Lee sowohl den zweiten Tabellenplatz bis auf Weiteres behalten wird als auch den direkten Vergleich mit den Falken nach vier absolvierten Spielen gegeneinander Dank des besseren Torverhältnisses gewinnen konnte.
Am Sonntag geht es nach Erfurt, wo man mit einem ähnlich starken Auftritt durchaus punkten kann. Aber davor kommt bekanntlich die Arbeit, denn der Schlüssel zum Erfolg gegen die Jonsdorfer Falken waren nicht nur Disziplin und konsequente Chancenausnutzung; sondern die gewonnenen Zweikämpfe, die zu diesen Chancen führten.
F.A.S.S. Berlin: Albrecht, Hertel; Haase, Balko, Schmidt, Supis, Seelisch, Faber, Winkler; Johnsson, Schlenker, Roubicek, Czajka, Aicher, Gries, Patrzek, Veber, Geiseler, Leers, Konietzky, Ludwig
Red

Es war einfach kein gutes „Pflaster“ in dieser Saison, das Erika-Hess-Eisstadion in Berlin. Auch die zweite Begegnung verlor der EHC Jonsdorfer Falken recht deutlich. Leider konnten die Falken an die sehr guten Leistungen aus Chemnitz nicht anknüpfen. In der Aufstellung fehlten mit Milan Buda, Pavel Vait und Mike Mieszkowski drei Stammspieler, aber eigentlich ist das Team stark genug, um dies zu kompensieren. Wieder im Falkentrikot stand erstmals in dieser Saison Rene Landgraf mit auf dem Eis. Ebenso gehörten die Youngster Fabian Weise und Paul Förster sowie Felix Reinelt zum insgesamt 16-köpfigen Aufgebot des EHC.
Die Falken kamen nicht richtig in die Partie und hatten gleich zu Beginn einige brenzlige Situationen zu überstehen. Aufgrund einer verhängten Strafe in der fünften Minute standen sie gerade wieder vollzählig auf dem Eis, da spazierte Czajka ziemlich ungestört durch das Abwehrdrittel und schoss zum 1:0 für die Gastgeber ein. Die Cracks um „C“ Christian Rösler versuchten, sich ins Spiel zu kämpfen, aber wirkliche Torgefahr war nicht vorhanden. Fass Berlin hingegen hatte noch einige zahlreiche Möglichkeiten, die sie zum Glück ungenutzt ließen. In der 15. Minute dann die erste Überzahlsituation der Falken, sie versuchten sich in der gegnerischen Zone festzusetzen, aber immer wieder beförderten die Berliner die Scheibe aus ihrem Abwehrdrittel. Ein weiterer Versuch, diesmal mit einem schönen direkten Pass zu dem an der blauen Linie lauernden Matthias Kohl, der im ersten Versuch noch an Albrecht scheiterte, den Nachschuss aber zum 1:1 Ausgleich versenkte. Zwar machten die Gastgeber sofort wieder Druck in Richtung Jonsdorfer Tor, doch die Falken können dieses Ergebnis mit in die erste Pause nehmen.
Im mittleren Spielabschnitt führten das oftmals glücklose Bemühen der Falken in der Vorwärtsbewegung und die zahlreichen Fehler zu einer richtigen Toreflut der Gastgeber. Erst nutzten diese eine Überzahl in der 24.min zur erneuten Führung. Dann folgte ein Doppelschlag in der 29.und 30.min zum 4:1 und nur zwei Minuten später machten die Berliner alles klar, indem sie wieder in Überzahl agierend auf 5:1 davonzogen. Es lief einfach nichts zusammen bei den Falken an diesem Abend. Einen schlechten Wechsel bestrafte Czajka kurz vor der Pause dann noch mit dem 6:1 für FASS Berlin. Damit war das Spiel dann wohl endgültig entschieden. Auch wenn sich die Falken im letzten Drittel noch die eine oder andere Torchance erarbeiteten, war der Sieg der Gastgeber, die damit ihren zweiten Tabellenplatz untermauerten, nicht mehr zu gefährden.
Jetzt gilt es, dieses Spiel so schnell wie möglich abzuhaken, denn schon am Sonntag wird der unangefochtene Tabellenführer aus Halle im Falkenhorst erwartet.
Quelle:
Jonsdorfer Falken