

Sonntag, 19.12.2010, 16.00 Uhr, Erfurt
6 : 3 (1:1 1:0 4:2)
0:1 (08:01) Czajka (Faber), 1:1 (13:53) Fischer (Nickel, Pal) UZ1
2:1 (33:47) Marak (Vavroch, Hopp)
2:2 (43:03) Czajka (Supis) PP1, 3:2 (43:46) Manske (Schmidt, Neumann), 4:2 (51:13) Weise PP1, 5:2 (52:45) Hopp PP1, 6:2 (57:39) Pal (Nickel, Fischer) PP1, 6:3 (58:16) Haase
BDE: 22 + 10 (Marak) - 2/8/22
FASS: 21 + SpD (Czajka) + 10 (Hertel) - 2/4/45
Chris Lee: Die Mannschaft hätte heute den Sieg mehr als verdient gehabt. Wir waren 50 Minuten das klar bessere Team. (...) Entscheidend war natürlich die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Patrick Czajka, wo wir uns zwei Tore gefangen haben. (...) Wie schon gesagt, die Jungs hätten heute mehr verdient gehabt.“
Henry Haase: „Wir haben einfach zu wenig Tore geschossen. Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie halt hinten rein."
Jimmy Hertel: „Wir waren eigentlich das bessere Team, wurden aber eiskalt für unsere Fehler bestraft. Dazu kamen dann auch noch einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen."

3:6 in Erfurt - Spieldauerdisziplinarstrafe gegen zweifachen Torschützen Patrick Czajka - Zwei irreguläre Treffer in den letzten zehn Minuten verhelfen Erfurt endgültig zum Sieg
3:6 in Erfurt - Spieldauerdisziplinarstrafe gegen zweifachen Torschützen Patrick Czajka - Irreguläre Treffer in den letzten zehn Minuten verhelfen Erfurt endgültig zum Sieg
49:01 waren in der Erfurter Kartoffelhalle gespielt, als ein Pfiff ertönte. Dieser Pfiff von Hauptschiedsrichter Kissing und weitere fragwürdige Entscheidungen danach sollten in den folgenden Minuten das Spiel zu Gunsten der Erfurter entscheiden. Nach einem Zweikampf an der Bande zwischen Patrick Czajka und einem Erfurter Spieler war dieser liegen geblieben. Nach einer langen Diskussion schickte Herr Kissing den Stürmer der Akademiker zum Duschen, eine kleine Strafe hätte es dabei wohl auch getan. Es sollte nicht seine einzige Entscheidung dieser Art bleiben, denn danach verlor der Referee völlig den Faden. In der folgenden Überzahl schoss Marcel Weise zunächst das 4:2. Die endgültige Entscheidung fiel dann 90 Sekunden später. Nach einem geblockten Schuss von Jimmy Hertel pfiff Herr Kissing ab. Konstantin Hopp schoss nach diesem Pfiff die Scheibe ins Tor und, obwohl das Spiel eigentlich unterbrochen war, Herr Kissing, der bis zur ebenfalls eigentlich unnötigen Disziplinarstrafe gegen den Erfurter Spielertrainer Zbynek Marak, die er unmittelbar vor der großen Strafe gegen den Berliner Stürmer gegeben hatte (49.), eine durchaus solide Leistung abgeliefert hatte, gab den Treffer zum 5:2.
Davor war es 49 Minuten lang ein normales Eishockeyspiel zweier Mannschaften, in dem es das Team von Chris Lee im Gegensatz zum Freitag versäumt hatte, aus seinen zahlreichen Chancen das nötige Kapital zu schlagen. Durch Patrick Czajka war das Team nach acht Minuten in Führung gegangen, ein kapitaler Fehler ermöglichte den Black Dragons in Unterzahl in der 14. Minute den Ausgleich, Nutznießer war Sean Fischer. Die Erfurter Führung durch Zbynek Marak in der 34. Minute glich erneut Patrick Czajka dann in der 44. Minute aus, aber noch nicht mal eine Minute später lief die Mannschaft wieder einem Tor der Gastgeber hinterher, Enrico Manske hatte einen Erfurter Konter nach einem weiteren Fehler in der Berliner Abwehr erfolgreich abgeschlossen.
Vielleicht wäre an diesem Abend trotz dieses Rückstandes für die Mannschaft mehr drin gewesen, dann kam aber die 50. Spielminute und der Zweikampf von Patrick Czajka ...
In den letzten Minuten fielen noch zwei Treffer. Istvan Pal schoss für die Gastgeber zum 6:2 (58.) ein, obwohl das Tor verschoben war; Henry Haase sorgte auf Berliner Seite für Ergebniskosmetik.
Trotz dieser Niederlage bleiben die Akademiker, die erst im neuen Jahr wieder antreten müssen, zumindest bis Weihnachten auf dem zweiten Tabellenplatz.
F.A.S.S. Berlin: Albrecht, Hertel; Haase, Supis, Seelisch, Faber, Gerstung; Johnsson, Schlenker, Czajka, Gries, Patrzek, Veber, Geiseler, Leers, Konietzky, Ludwig
Red
Mit einem verdienten 6:3-Erfolg gegen den Tabellenzweiten FASS Berlin konnten die Black Dragons am Sonntagabend die mittlerweile 4 Spiele andauernde Niederlagenserie stoppen. Dabei sorgten die Drachen mit 3 Treffern in den letzten 10 min erst spät für die Entscheidung.
Mit gut 15 minütiger Verspätung startete das letzte Punktspiel vor dem Weihnachtsfest und beide Teams machten von Beginn an klar, dass sie sich die Punkte unter den Weihnachtsbaum legen wollten. Schon früh im Spiel erarbeiteten sich beide Mannschaften erste Chance, wobei sich die Gastgeber ein leichtes optisches Übergewicht erspielen konnten. Den ersten zählbaren Erfolg verbuchten allerdings die Gäste, Czajka profitierte dabei von einem Schnitzer in der Erfurter Defensive und konnte in der 9. Spielminute zur Führung für die Berliner Gäste treffen. Die Gastgeber antworteten mit wütenden Angriffen scheiterten aber gleich mehrfach am Aluminum des Berliner Tores. So dauerte es bis zur 14. Minute als den Erfurtern doch der Ausgleich gelang. Bei eigener Unterzahl, Konstantin Hopp drückte die Strafbank, eroberte Sean Fischer im eigenen Drittel die Scheibe, enteilte der Defensive der Akademiker und lies auch Hertel im Berliner Tor keine Chance und traf zum Ausgleich. Im weiteren Verlauf des ersten Drittel hatten weiter beide Teams ihre Chancen doch konnte diese keiner nutzen und so ging es mit einem leistungsgerechten Remis in die erste Pause.
Im Mittelabschnitt gerieten die Gastgeber schnell in Unterzahl überstanden diese jedoch schadlos. Selbst eine 3 gegen 5 Unterzahl überstanden die Gastgeber ohne Gegentreffer und machten sich nun selbst daran das Ergebnis zu verbessern. Doch wieder stand 2x der Pfosten im Weg und es dauerte bis zur 34. Minute ehe es der Spielertrainer selbst war, der eine schöne Kombination über Hopp und Vavroch im Dreiangel des Berliner Tores unterbringen konnte. Es sollte, trotz Chancen auf beiden Seiten, der einzige Treffer im zweiten Drittel bleiben und so gingen die Gastgeber mit einer knappen Führung in die 2. Pause.
Den besseren Start ins letzte Drittel erwischten die Gäste aus Berlin, die begünstigt durch eine frühe Strafzeit für Manske die Chance auf ein Powerplay hatten. Dieses konnten sie auch nutzen, Kapitän Czajka war mit einem satten Schuss zum Ausgleich erfolgreich. Der Jubel der Berliner war noch nicht richtig verhallt, als der alte Abstand wieder hergestellt war. Enrico Manske bekam den Puck von Robert Schmidt zugespielt und war nach einem Konter zum 3:2 erfolgreich. Hektisch wurde es dann in den letzten 10 Minuten des Spieles. Zunächst bekam "Drachendompteur" Marak nach einer Schwalbe von Czajka eine 2 Minutenstarfe aufgebrummt, Marak beschwerte sich beim HSR und bekam auch noch eine 10 min Diszi aufgebrummt. Die Gäste hatten allerdings nicht lange Freude an ihrer Überzahl, denn nach einem Bandencheck gegen Andreas Nickel wurde der Kapitän der Akademiker Patrick Czajka nur 20 Sekunden später zum frühzeitigen Duschen geschickt. Damit hatte er seinem Team einen wahren Bärendienst erwiesen, denn nachdem die Gastgeber wieder vollzählig auf dem Eis waren traf Marcel Weise zum 4:2. Nur knapp 90 Sekunden später war, bei angezeigter Strafe gegen Berlin, auch noch Konstantin Hopp zur Stelle und sorgte mit dem 5:2 für die Vorentscheidung. Die Akademiker protestierten gegen diesen Treffer, sie meinten das Spiel sei bereits unterbrochen gewesen, als Hopp einen Abpraller von Hertel über die Linie bugsierte. Alle Proteste seitens der Berliner nutzten allerdings nichts und der Treffer zählte. Für die endgültige Entscheidung sorgte in der 58. Minute Istvan Pal mit seinem ersten Saisontreffer zum 6:2. Der Berliner Treffer zum 6:3 durch Henry Haase in der 59. Minute war lediglich noch für die Statistik.
Quelle:
Black Dragons Erfurt
Eigentlich waren die Vorzeichen in Erfurt klar. Die Black Dragons waren durch 4 Niederlagen in Folge auf Platz 5 der Tabelle in der Oberliga-Ost zurückgefallen, FASS dagegen befand sich in der Erfolgsspur und belegt mittlerweile Platz 2 in der Tabelle. Beste Voraussetzungen also für die Weddinger, mit einem weiteren Erfolg noch mehr Abstand zwischen sich und die Verfolger zu bringen. Aber wieder einmal war das alles graue Theorie
Vor der Erfurter Saison-Minuskulisse von 451 Zuschauern entwickelte sich von Anfang an ein munteres und völlig offenes Spiel. Erfurt war gewillt, die letzten schwachen Vorstellungen vergessen zu machen und FASS hielt trotz des Fehlens von Schmidt, Hecker, Harloff und des gesperrten Leibrandt munter dagegen. Im Tor der Berliner erhielt dieses Mal Jimmy Hertel seine Chance und musste von Anfang an auf der Hut sein. Erfurts Spielertrainer Marak war allein im ersten Drittel dreimal völlig frei vor seinem Kasten aufgetaucht, konnte aber Hertel nicht überwinden. 2 mal rettete auch das Aluminium für den bereits geschlagenen Berliner Goalie. Auf der anderen Seite war auch Kai Fischer von Anfang an hellwach und konnte Schüsse von Leers, Veber und Czajka entschärfen. Aber Czajka wurde dann zu Beginn der 9. Spielminute von der Erfurter Abwehr förmlich durch das eigene Drittel durchgewunken und konnte unbedrängt die Führung der Gäste erzielen.
Wer jetzt dachte, dass dieses Tor für etwas mehr Sicherheit im Berliner Spiel sorgte, sah sich getäuscht. Erfurt erhöhte den Druck auf Hertels Tor und erneut half der Pfosten den Gästen und bewahrte sie vor dem Ausgleich. Mitte des ersten Drittels gab es dann die erste Strafzeit für die Black Dragons. Nach dem Bullygewinn versuchte FASS sofort die Formation einzunehmen, was auch kurzzeitig gelang. Dann spielte Leers jedoch einen katastrophalen Querpass, der genau auf der Kelle von Erfurts Sean Fischer landete. Der zog auf und davon und bewies, dass er einer der besten Stürmer der Liga ist. Keine Chance für Hertel beim Ausgleich. Fortan machte Erfurt mächtig Druck und versuchte, noch vor der ersten Pause in Führung zu gehen. Mit etwas Glück und dem Können von Hertel konnte das aber verhindert werden.
Zu Beginn des 2. Drittels wechselten sich beide Teams in schöner Regelmäßigkeit beim Besuch der Strafbank ab. Kapital aus diesen Überzahlspielen konnte aber keine der beiden Mannschaften schlagen. Chancen gab es zwar auf beiden Seiten, aber am Ende behielten jeweils die Torhüter die Oberhand. So dauerte es bis zur 34. Minute, bis die Erfurter eine schöne Kombination durch Marak zur Führung abschließen konnten. Fortan gab es weiter Chancen auf beiden Seiten, aber bis zur Drittelpause passierte nichts mehr.
Dafür hatte es das 3. Drittel umso mehr in sich. Nach 3 gespielten Minuten war es erneut Czajka, der zum Ausgleich für die Akademiker treffen konnte. Aber noch förmlich in den Jubel der Berliner hinein kam nach einem schönen Solo die erneute Führung der Black Dragons durch Manske. Dann begann der Auftritt des Hauptschiedsrichters Kissing aus Niedersachesen. Erst schickte er Erfurts Spielertrainer Marak nach einer guten Schauspieleinlage von Czajka mit 2 Minuten vom Eis und erhöhte die Strafe dann um weitere 10 Minuten, als Marak dagegen protestierte. Damit war das Spiel für den Erfurter Spielmacher beendet. Kurze Zeit später wurde Berlins Kapitän Czajka nach einer Rangelei an der Bande mit einer streitbaren Spieldauerstrafe vom Eis geschickt. Als dann die Erfurter Strafe abgelaufen war, nutzten die Black Dragons die Überzahl konsequent und entschieden das Spiel in kurzer Zeit. Zuerst war es Weise, der einen Vavroch-Pass mustergültig verwertete und kurze Zeit später Hopp, der für die Vorentscheidung sorgte. Zum 5. Treffer bleibt jedoch anzumerken, dass der Schiri schon abgepfiffen hatte, bevor der Puck die Linie überschritten hatte. Eigentlich hätte das Tor also nicht zählen dürfen, allein, der Schiri war anderer Meinung. In der 58 Minute gelang Pal mit seinem ersten Saisontor sogar noch der 6. Erfurter Treffer ehe Henry Haase in der 59. Minute noch für eine Ergebniskorrektur sorgte.
Am Ende ein verdienter Sieg der Black Dragons, die neben den 6 Toren noch weitere 6 mal das Aluminium belasteten. Da hätte es der Unterstützung durch den Hauptschiedsrichter eigentlich nicht bedurft.
FASS hat gemerkt, dass der Platz an der Sonne noch lange nicht sicher ist. Auch die Black Dragons sind wieder im Rennen um den begehrten 2. Platz. Es verspricht, eine spannende 2. Hälfte der Vorrunde zu werden! Den Zuschauern kann das nur Recht sein!
Quelle:
Axel Hirsch für Radio Eiskalt