
Sonnabend, 15.01.2011, 18.30 Uhr, Niesky
6 : 5 n. V. (3:1 1:2 1:2 - 1:0)
1:0 (05:44) Brill (Noack, Wimmer) PP1, 1:1 (06:11) Schmidt (Aicher, Gries), 2:1 (16:37) Mazurek (Wahne, Schwabe), 3:1 (19:22) Leyva (Schwabe)
3:2 (20:36) Schlenker (Haase, Czajka) UZ1, 4:2 (37:09) Kuhlee (Leyva, Noack) PP2, 4:3 (39:00) Patrzek (Czajka, Schlenker)
4:4 (51:40) Haase (Czajka, Patrzek) PP1, 5:4 (55:22) Becher (Greulich, Schwabe) PP1, 5:5 (58:33) Supis (Haase, Pietsch) PP1
6:5 (64:03) Brill (Greulich, Noack) PP1
ELVN: 11 + SpD (Kuhlee) - 0/2/29
FASS: 18 + 10 (Gries) + 10 (Aicher) + 10 (Seelisch) - 8/26/2/12

Jan Schmidt, Vincent Schlenker, Fabio Patrzek, Henry Haase und Thomas Supis die Torschützen - Ausgleich zum 5:5 87 Sekunden vor dem Ende - Strafe in der Overtime ermöglicht Tornado-Sieg
Groß war die Enttäuschung im Team der Akademiker unmittelbar nach dem Spiel in Niesky. Durch einen Überzahl-Treffer durch Andreas Brill hatte die Mannschaft in der letzten Minute der Verlängerung doch noch mit 5:6 verloren, womit der zweiten Punkt an die Tornados ging. Trotzdem kann dieser eine Punkt im wahrsten Sinne des Wortes noch „Gold“ wert sein, schließlich hatte man damit die Tornados in der Tabelle nur um einen Punkt rankommen lassen. Außerdem ist das Team von Chris Lee in dieser Spielzeit bisher die einzige Mannschaft in der Liga, die dort gewinnen konnte und hat mit nunmehr vier Punkten aus zwei Aufeinandertreffen eine positive Bilanz aus den Spielen im Nieskyer Waldstadion.
Dabei sah es insbesondere im ersten Drittel nicht danach aus, dass man an diesem Abend dort überhaupt etwas erreichen würde. Bereits in der sechsten Minute waren die Hausherren im Powerplay durch Andreas Brill in Führung gegangen, Jan Schmidt konnte aber nur 27 Sekunden später ausgleichen. Das Team um Spielertrainer Jens Schwabe hatte in diesen ersten 20 Minuten die größeren Spielanteile und konnte durch die Tore von Filip Mazurek (17.) und Marcel Leyva (20.) zunächst auf 3:1 davonziehen.
Bereits 36 Sekunden nach Wiederanpfiff verkürzte Vincent Schlenker in Unterzahl nach starker Vorarbeit von Patrick Czajka auf 2:3 und das Team von Chris Lee war nun besser im Spiel. Aber zwei fragwürdige Strafen kurz nacheinander ermöglichten den Tornados die erneute Zwei-Tore-Führung durch Stephan Kuhlee (37.). Überhaupt schien es nicht der beste Tag von Hauptschiedsrichter Hedwig gewesen zu sein, denn bis zur ersten Nieskyer Strafe hatte er mit sieben kleinen Strafen und zwei „Zehnern“ bereits 34 Strafminuten gegen die Akademiker verhängt und die Tür auf Nieskyer Seite blieb bis zur 40. Minute geschlossen. Kurz davor gelang der Mannschaft der erneute Anschlusstreffer durch Fabio Patrzek (40.) und Kapitän Lucien Aicher durfte sein persönliches Minutenkonto nach einem Protest gegen eine Abseitsentscheidung um Zehn erhöhen, ehe es 17 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels auch einmal die Gastgeber erwischte – Sebastian Greulich durfte die Nieskyer Strafbank an diesem Abend einweihen.
Im letzten Drittel hatten die Akademiker mehr von Spiel, auch bedingt durch eine weitere Strafe gegen Niesky. Stephan Kuhlee hatte Anders Johnsson mit dem Stock ziemlich hart am Körper erwischt, der Nieskyer Stürmer musste mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis. Leider konnte das Team von Chris Lee diese fünf Minuten und eine weitere Strafzeit nicht in Tore ummünzen, aber diese fielen nach dem letzten Seitenwechsel in der in der 50. Minute. Ein Schlagschuss von Henry Haase ging durch Freund und Feind durch, das 4:4 in der 52. Minute. Obwohl die Akademiker den drei Punkten nun näher waren als die Tornados, gelang denen in Überzahl das 5:4 durch Sven Becher (56.). Thomas Supis setzte wie schon am Freitag gegen den ECC den Schlusspunkt für sein Team und erzielte mit seinem Treffer 87 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich.
In der vierten Minute der Verlängerung musste dann Jan-Hendrik Seelisch nach einem Check von hinten auf die Strafbank und der Rest ist bekannt. Aber selbst beim alles entscheidenden Treffer zog sich HSR Hedwig den Zorn der Gäste zu. Da ein Spieler von Niesky im Torraum lag, unterbrach er das Spiel. Die Spielfortsetzung fand aber nicht, wie es die Regel vorsieht und von Berliner Seite heftig gefordert wurde, mit einem Bully in der neutralen Zone statt, sondern im Drittel der Akademiker. Daraus erfolgte unmittelbar der entscheidende Treffer.
Fazit: Ein Punkt in Niesky unter diesen Rahmenbedingungen ist ein Erfolg. Die Mannschaft hat es am kommenden Sonntag um 14.00 Uhr im Erika-Hess-Eistadion mit einem „Dreier“ selbst in der Hand, die Tornados in der Tabelle auf Distanz zu halten und auch den direkten Vergleich zu gewinnen, denn da steht Niesky noch mit 5:4 Punkten und 13:9 Toren vorn.
F.A.S.S. Berlin: Albrecht, Hertel; Haase, Schmidt, Neugebauer, Supis, Seelisch, Leibrandt; Johnsson, Pietsch, Schlenker, Czajka, Aicher, Gries, Patrzek, Veber, Leers
Red