

Sonntag, 16.01.2011, 13.00 Uhr, Paul-Heyse-Str.
2 : 6 (0:1 2:1 0:4)
0:1 (07:46) Zlatkin (Franke)
1:1 (23:48) Lüttcher, 1:2 (26:25) Franke PP1, 2:2 (31:01) Postelnik (Blandin, Kaiser) UZ1
2:3 (48:58) Zlatkin (Popp, Rudolph), 2:4 (49:06) Zlatkin (Franke, Rudolph), 2:5 (52:17) Franke (Zlatkin), 2:6 (55:01) Lauschkin (Machts)
FASS: 10 + 10 (Müller) - 2/6/12
SGLC: 6 - 0/2/4
Wenn über Eishockeyspiele geschrieben wird geht es zu Recht meist um die Aktiven auf dem Eis und an der Bande. Viel zu selten um diejenigen, die oft nur eine Nebenrolle spielen, oder im Hintergrund den Trainings- und Spielbetrieb absichern. Eine unabdingbare Rolle spielen dabei die Sanitäter, bei den Längerdabeiseienden kurz Sanis genannt. 30 Minuten vor Spielanfang immer noch kein Rotkittel gesichtet. Wurde denn angefordert? Was passiert eigentlich, wenn keiner da ist? Wie lange dürfen die Schiedsrichter warten? Da die Eishockeygemeinde in Berlin übersichtlich ist, hat Mann oder Frau doch einige Telefonnummern, aber da war auch keine Lösung in Sicht. In Zeiten des mobilen Internets ein Blick zum DRK: Einteilung war i. O. Warum ich so viel schreibe, bevor das Spiel beginnt? Was dann folgte war einfach nur grausig.
Aber nun leider doch zum Spiel. Wie oben erwähnt begann das Spiel der ODM zwischen der SG Leipzig/Chrimmtschau und den FASS-Schülern mit einiger Verspätung. Die Weddinger begannen gar nicht so schlecht. Gleich in der ersten Minute gute Chance, übersichtlicher Spielaufbau. Die Sachsen fingen sich dann. Immer wieder Schüsse auf das FASS-Tor. Möglichkeiten auf beiden Seiten. Dann in der achten Spielminute die erste Führung für das Auswärtsteam. Ein schöner Rückhandschlenzer mit vorangegangener Drehung ließ der Verteidigung keine Chance. Dass gab der SG Selbstvertrauen, sie kamen immer wieder gefährlich vor das Tor der Berliner. Noch stand die Defensive. Wer weiß, was passiert wäre, wenn Ta in der seine Aktion wenig später genutzt hätte, aber leider vorbei ... Das erste Drittel war vorbei.
Der Mittelabschnitt mit einigen optimistischen Gedanken. Die SG in Unterzahl, aber das Überzahlspiel war grauenhaft. Kaum wirkliche Chancen im Powerplay. Die Strafe war vorbei, die Weddinger versuchten es jetzt mit mehr Druck, aber immer war ein Schläger der Sachsen dazwischen. In der 24. Minute kam Paul L. endlich mal gefährlich vors Tor der SG und mit Hilfe des Torwarts der Ausgleich. Kurze Zeit später, wieder einmal Strafe FASS, die SG durch Unachtsamkeit der Verteidigung begünstigt zur erneuten Führung. Dann keimte kurz Hoffnung auf. Auch die Sachsen mit einer Strafe. Und wie schon oft in dieser Saison, die FASS-Schüler in Unterzahl konzentrierter als beim fünf gegen fünf. Erst gut in der Verteidigung gekämpft und dann ein schneller Konter und Shaun zum erneuten Ausgleich. Zum Drittelende dann die beste Zeit der Weddinger. Manchmal lief der Puck über zwei drei Stationen, gefährliche Szenen vor dem Tor der SG, aber auch heute wieder das Thema Chancenverwertung. Unentschieden ging es in den Schlussabschnitt.
Dieser begann sehr unruhig. Das Spiel ging rauf und runter. Schönes Hockey sieht anders aus. In der 43. Minute dann mal eine schönes Zusammenspiel von Paul L. und Erik K. aber vorbei. Was dann aber folgte war eine einzige Offenbarung. Die SG machte im FASS-Drittel was sie wollte. Unfassbare Fehler im so genannte Spielaufbau, Defensivarbeit fand mit Ausnahme einiger Spieler gar nicht mehr statt! Wären die Sanis doch nur zu Haus geblieben! Wir hätten uns das erspart! Das Endergebnis von 2 : 6 ist bekannt.
Nun sind erst einmal vier Wochen Ruhe. Genug Zeit, um mit der Mannschaft zu arbeiten. Für die Trainer Möglichkeiten der Fehleranalyse. Ich lasse mir auf keinen Fall die bisher doch recht erfolgreiche Saison der FASS-Schüler durch dieses Gegurke schlecht reden.
AS 18.1. 2011