
Sonntag, 23.01.2011, 14.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
2 : 4 (0:2 0:2 2:0)
0:1 (03:33) Leyva (Noack, Kuhlee) UZ1, 0:2 (14:31) Jankovych (Brill, Wahne)
0:3 (23:00) Kuhlee (Rädecker) PP1, 0:4 (35:44) Rädecker (Wimmer)
1:4 (55:02) Czajka (P), 2:4 (59:17) Czajka (Patrzek, Gries)
FASS: 24 + 10 (Haase) + 10 (Supis) - 4/14/26
ELVN: 26 + 10 (Musil) - 8/6/22

2:4 gegen Niesky - Zwei Drittel lang erfolgloses Anrennen - Patrick Czajka erzielt beide Tore in der Schlussphase
Einen herben Rückschlag bei der Jagd nach Platz 2 musste das Team von Chris Lee am Sonntagnachmittag hinnehmen. Mit dem 2:4 (0:2 0:2 2:0) gegen Tornado Niesky verlor man nicht nur wichtige Punkte, sondern auch den direkten Vergleich gegen die Oberlausitzer und kassierte fast auf den Tag genau drei Monate später gegen dieses Team die dritte Niederlage in Folge.
Dabei begann die Partie wie schon das Spiel am Freitag gegen die Saale Bulls gut. In den ersten Minuten hatte man gleich mehrere Chancen und es schien nur eine Frage der Zeit, wann der erste Treffer für die Akademiker fallen würde. Und als dann noch die erste Strafzeit gegen die Mannschaft um Spielertrainer Jens Schwabe gegeben wurde, hätte es bei der Paradedisziplin der Mannschaft auch mit dem Führungstreffer klappen sollen, aber leider wurde die Rechnung ohne den Wirt, in dem Fall die Mannschaft aus Niesky, gemacht. Nach einem Pfostentreffer durch Henry Haase konterten die Tornados und erzielten das 0:1 durch Marcel Leyva in Unterzahl. Selbst danach spielten die Hausherren flüssig weiter und kamen mit gefälligen Kombination vor das von Robert Wolfermann gehütete Tor, nur der Ausgleich wollte nicht fallen. Dafür erhöhten die Gäste in der 15. Minute sogar auf 0:2, als man Viteszlav Jankovych allzu unbedrängt in Richtung Tor fahren ließ. Der holte kurzerhand aus und zog trocken ab, Jimmy Hertel hatte zwar noch die Hand an der Scheibe, was aber nicht half. Einen kurzfristigen Hoffnungsschimmer für die FASS-Fans gab es dann in der letzten Minute des ersten Drittels. Einen Schuss konnte Robert Wolfermann nicht festhalten und die Scheibe tanzte über den auf Torlinie liegenden Niesky-Schlussmann in der Luft. Als der Puck dann im Gewühl verschwunden und die Partie unterbrochen war, reklamierten die Hausherren auf Tor, aber Hauptschiedsrichter Metzkow gab den (vermeintlichen) Treffer nicht.
Im zweiten Drittel das selbe Bild: Die Chancen waren da, der Erfolg blieb aus. Anders die Oberlausitzer, die nach genau 23 Minuten in Überzahl durch Stephan Kuhlee auf 0:3 und in der 36. Minute sogar auf 0:4 erhöhten. Mit der verbleibenden Zeit merkte man nun dem Team der Akademiker obgleich des Spielstandes auch die zunehmende Nervosität an. Die Zuspiele wurden ungenauer und Niesky hatte es nicht sonderlich schwer, den Vorsprung zu verwalten.
Auch im letzten Drittel änderte sich für die Hausherren nicht viel. Es blieb zwar bei dem hohen Aufwand, aber bis fünf Minuten vor dem Ende auch beim fehlenden Erfolg. Bei einer Einzelaktion wurde Patrick Czajka am Torschuss regelwidrig behindert; den fälligen Penalty verwandelte er zum 1:4 (56.). Chris Lee setzte kurz vor Schluss dann noch mal alles auf eine Karte und nahm Jimmy Hertel vom Eis; mehr als das 2:4 in der letzten Minute wollte jedoch nicht fallen.
Christian-Alexander Leers gab dann die Stimmung in der Mannschaft nach dem Spiel wohl am Besten wieder: „Am liebsten würde ich das Wochenende komplett aus dem Kalender streichen. So können wir uns nicht präsentieren.“
Niesky zog mit diesem Erfolg an den Akademikern vorbei, die nun auf Platz 4 der Tabelle stehen. Leichter wird es in den verbleibenden Spielen nicht. Möglichkeiten zur Wiedergutmachung hat die Mannschaft am kommenden Wochenende, wenn es Freitag gegen Leipzig (A) und Sonntag gegen Erfurt (H) geht.
F.A.S.S. Berlin: Hertel, Krüger; Haase, Balko, Schmidt, Neugebauer, Supis, Seelisch, Leibrandt, Winkler; Johnsson, Roubicek, Czajka, Aicher, Gries, Patrzek, Veber, Leers, Konietzky
Red