

Freitag, 28.01.2011, 20.00 Uhr, Leipzig/Messehalle 6
5 : 4 n. P. (1:0 1:2 2:2 - 1:0)
1:0 (04:25) Vrba (Nighbert, L. Müller) PP1
1:1 (32:03) Supis (Gries, Haase) PP1, 2:1 (34:22) Nighbert (L. Müller), 2:2 (39:35) Czajka (Johnsson, Gries) PP1
2:3 (44:11) Veber (Czajka, Schmidt), 3:3 (44:17) Vrba (Hrach, Stibitz), 4:3 (49:59) Vrba (Nighbert) PP1, 4:4 (51:29) Schmidt (Veber, Gries)
5:4 (65:00) Vrba (GWS)
IFL: 14 - 6/6/0/2
FASS: 16 - 4/4/4/4

Mit nur 12 Feldspielern, einer starken Moral und hohem kämpferischen Einsatz Punkt in Leipzig geholt - Über weite Strecken die bessere Mannschaft - Tomas Vrba erzielt vier Leipziger Treffer
In einem von hohem Tempo und Spannung geprägten Spiel unterlagen die Akademiker am Freitagabend den IceFighters Leipzig zwar mit 4:5 nach Penaltyschießen, hatten aber über weite Strecken das Geschehen bestimmt und dabei das Kunststück fertig gebracht, drei Mal einen Rückstand auszugleichen. Eigentlich war man dabei aber nur zwei Leipziger Hauptdarstellern unterlegen: Zum einen Adam Ondraschek, der mit Serien von Glanzparaden weitere Treffer der Weddinger verhinderte, und zum anderen Tomas Vrba, der zum Erfolg der IceFighters vier der fünf Tore beisteuerte. Andererseits war es aber nicht nur in der Schlussphase Sebastian Albrecht im Tor der Akademiker zu verdanken, der seine Mannschaft immer wieder im Spiel hielt.
Nur 12 Feldspieler konnte das Team von Chris Lee in der Messestadt aufbieten, da neben den Verletzen Jörn Kugler, Benjamin Hecker und Vincent Schlenker auch noch Lucien Aicher, Patrick Balko, Paul Konietzky, Thomas Leibrandt, Steve Roubicek sowie Andre Winkler aus beruflichen Gründen passen mussten.
Wenige Unterbrechungen zeichneten das erste Drittel aus, in dem die Hausherren bei der ersten Strafzeit gegen das Team von Chris Lee durch Tomas Vrba in Führung gegangen waren. Leipzig versuchte zwar nachzulegen, lief sich aber immer wieder in der FASS-Abwehr fest, so dass weitere Torchancen nur durch Einzelaktionen entstanden, bei denen Sebastian Albrecht jedoch stets auf dem Posten war. Die Akademiker hingegen kamen mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie und hatten in der 14. Minute ihre größte Möglichkeit zum Augleich; jedoch scheiterte Patrick Czajka aus Nahdistanz an dem Leipziger Schlussmann, den Abpraller setzte Christian-Alexander Leers an der Pfosten und bei zwei weiteren Nachschüssen zogen Henry Haase und Jan Schmidt den Kürzeren gegen Ondraschek.
Das zweite Drittel begann dann mit einer doppelten Überzahl für das Team von Chris Lee. Zählbares sprang dabei jedoch noch nicht heraus und so sollte es bis zur nächsten Überzahl dauern, ehe die Akademiker den Ausgleich erzielen konnten. Der Angriff war eigentlich schon verpufft, als Henry Haase die Scheibe mit einer akrobatischen Leistung nicht nur zurückeroberte, sondern auch im Leipziger Drittel hielt, Christian Gries legte für Thomas Supis auf, der trocken abzog – 1:1 (33.). FASS drückte nun weiter, doch wie aus heiterem Himmel ging Leipzig zwei Minuten später erneut in Führung, dieses Mal durch Kevin Nighbert (35.). Weitere Möglichkeiten danach machte Sebastian Albrecht zunichte, da FASS für zwei Minuten mit einem Mann weniger agieren musste: Fabio Patrzek und Oliver Kämmerer waren nach einem Zweikampf aneinander geraten; die Nummer 24 auf Berliner Seite musste zwei kleine Strafen abbrummen, sein Leipziger Kontrahent jedoch nur eine. In der 39. Minute waren es dann die Leipziger, die vor dem selben Problem standen und es nicht so gut meistern konnten. Christian Gries setzte sich auf der linken Seite durch und legte mustergültig für Patrick Czajka auf, der vor dem Tor lauernd 25 Sekunden vor Drittelende ausglich.
Im letzten Drittel gingen dann die Akademiker zunächst in Führung. Nachdem Hendrik Bärschneider an Sebastian Albrecht gescheitert war, zog Roman Veber im direkten Gegenangriff über links durch und konnte durch die Beine von Freund und Feind zum 2:3 einschießen. Die Freude war groß beim Team; zu groß, denn Tomas Vrba konnte sich unmittelbar nach dem Scheibeneinwurf gegen Drei durchsetzen und nur sechs (!) Sekunden nach der FASS-Führung ausgleichen (45.). Und in der 50. Minute lagen die in Unterzahl agierenden Akademiker zum dritten Mal zurück. Zwei Schüsse von Jens Müller und Kevin Nighbert konnte Sebastian Albrecht noch blocken, Schuss Nummer 3 von Tomas Vrba landete im Netz. Die Akademiker reagierten in der Folge geradezu wütend, um den erneuten Ausgleich zu erzielen und zwei Minuten später gelang es auch. Roman Veber zog mit einer weiteren schönen Einzelleistung über rechts bis vor Adam Ondraschek, der mit einem Schuss rechnete. Es kam aber ein Pass auf den mitgelaufenen Jan Schmidt, der nur noch den Schläger hinhalten musste, 4:4 (52.). In den letzten Minuten machte sich dann der Kräfteverschleiß bei der Mannschaft bemerkbar, es blieb aber bei diesem Unentschieden, so dass das Spiel in die Verlängerung ging.
Einzelaktionen bestimmten die ersten drei Minuten der Verlängerung und dann wurde es noch mal kritisch für das Team von Chris Lee, denn Jan Schmidt durfte sich in den letzten beiden Minuten der Overtime unfreiwillig ausruhen. Aber auch das überstand die Mannschaft mit ein wenig Glück und Sebastian Albrecht. So musste das Penaltyschießen die endgültige Entscheidung bringen. Während Beim F.A.S.S. nur Christian Gries seine Möglichkeit verwandeln konnte, waren es auf Leipziger Seite Fabian Hadamik und Tomas Vrba, womit der Zusatzpunkt in der Messestadt blieb.
Durch den Erfurter Erfolg gegen die Wölfe aus Schönheide fielen die Akademiker zwar auf Platz 5 zurück, haben es am Sonntag nunmehr in der Hand, aus eigener Kraft an den Black Dragons vorbei zu ziehen. Spannung pur ist also ab 14.00 Uhr im Erika-Hess-Eisstadion vorprogrammiert.
F.A.S.S. Berlin: Albrecht, Hertel; Haase, Schmidt, Neugebauer, Supis, Seelisch; Johnsson, Kuch, Czajka, Gries, Patrzek, Veber, Leers
Red