
Freitag, 18.02.20101 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
2 : 3 (1:2 1:0 0:1)
0:1 (05:21) Jenka (Jun, Vojcak) PP2, 1:1 (07:03) Patrzek (Leers, Hecker) PP2, 1:2 (10:56) Jenka (Jun, Vojcak)
2:2 (39:05) Aicher (Czajka, Kuch)
2:3 (45:36) Lenk (Hered, Jun)
FASS: 8 - 4/4/0
EHVS: 16 + 10 (Heumann) - 4/14/8

2:3 gegen die Wölfe - Fabio Patrzek und Lucien Aicher treffen - Benjamin Hecker muss nach seinem Comeback mit einer Handverletzung ins Krankenhaus - Patrick Neugebauer verletzt
Es ist müßig, darüber zu diskutieren, was gewesen wäre, wenn Lucien Aicher, Fabio Patrzek, Patrick Czajka, Anders Johnsson und Co. in der letzten Minute noch den Ausgleich erzielt oder zuvor schon eine ihrer vielen Möglichkeiten verwertet hätten. Eishockey ist aber bekanntermaßen kein Wunschkonzert und so unterlagen die Akademiker den Wölfen aus Schönheide mit 2:3 in einem Spiel, in dem die Gäste nicht das bessere Team waren, aber sicherlich das effektivere und clevere. Denn permanente Diskussionen der Herren Jun und Jenka mit den Schiedsrichtern sorgten immer für Verwirrungen mit längeren Unterbrechungen und gaben damit dem Miniteam die benötigten Pausen.
Erstmals in dieser Spielzeit konnte das Team von Chris Lee bei einem Heimspiel nicht drei komplette Reihen aufbieten, 14 + 2 standen auf dem Spielbericht und darunter mehrere Spieler, die unter der Woche noch erkrankt waren oder aus anderen Gründen nicht am Training teilnehmen konnten. Die Ausfälle von Henry Haase, Jimmy Hertel, Vincent Schlenker, Thomas Supis, Roman Veber (alle bei DNL-Team der Eisbären Juniors) Christian Gries und Andre Winkler (beide verletzt) standen ja schon vorher fest. Dafür gab es aber auch zwei Lichtblicke am „Verletzten- und Ausfall-Horizont“, denn neben Christian Krüger, dessen Ausbildung wieder in der Nähe von Berlin stattfindet, lief auch Benjamin Hecker erstmals seit seiner Verletzung Anfang Dezember 2010 wieder auf. Allerdings verletzte er sich bei einem seiner Kurzansätze an der Hand und musste noch in der Nacht längere Zeit im Krankenhaus behandelt werden. Aber auch die Wölfe hatten ihren bekannten Auswärts-Minikader mitgebracht und boten auch nur 12 + 2 auf, so dass das Kräfteverhältnis fast ausgewogen war.
Nach einem abtastenden Beginn war es die Mannschaft von Spielertrainer Daniel Jun, die in Führung ging. Lucien Aicher und Jan-Hendrik Seelisch mussten kurz nacheinander auf die Strafbank, was sich die Wölfe nicht entgehen ließen. Martin Vojcak spielte Daniel Jun an, der den freistehenden Miroslav Jenka bediente und es stand 0:1 (6.). Gute 90 Sekunden später war aber auch Tim Schnelle erstmals geschlagen und es ging vom Ergebnis her wieder von vorne los, denn die ersten beiden Strafzeiten gegen die Wölfe nutzten die Akademiker zum Ausgleich. Benjamin Hecker ging in der Überzahl mit auf das Eis und zog von der blauen Linie ab; Christian-Alexander Leers fälschte ab und Fabio Patrzek stand richtig; 1:1 (8.). In der elften Minuten war es dann abermals das Trio Vojcak, Jun und Jenka, das für erneute Führung verantwortlich zeichnete. Von Martin Vojcak angespielt ging Daniel Jun hinter den von Sebastian Albrecht gehüteten Kasten und spielte seinen „Zwilling“ Miroslav Jenka an, der vor dem Tor lauerte und es stand 1:2 (11.). Die Akademiker drängten noch in diesem Drittel auf den Ausgleich und die wohl noch beste Möglichkeit hatte dabei Patrick Czajka, dessen Schuss aber nur am Außenpfosten landete, fallen sollte er jedoch viel später und damit blieb es beim 1:2 nach dem ersten Abschnitt.
Das zweite Drittel war ähnlich geprägt wie das erste, begann jedoch mit einem weiteren Rückschlag für die Gastgeber. Nach einem nicht geahndeten Stockschlag von Pierre Gläser blieb Patrick Neugebauer im eigenen Drittel hinter dem Tor an der Bande liegen. Es war das „Aus“ für den 21jährigen Verteidiger, der wohl auch kurz bewusstlos war. Eine erste Diagnose ergab einer starke Schwellung der Oberlippe; ob er am Sonntag spielen kann, stand noch nicht fest. Die Mannschaft von Chris Lee indes arbeitete und erspielte sich ihre Möglichkeiten, wie zum Beispiel Christain Alexander Leers und Fabio Patrzek in der 22. oder 28. Minute, aber entweder fehlten die berühmten Millimeter oder Tim Schnelle parierte. Die Wölfe blieben aber mit ihrer Kontertaktik gefährlich, einen Alleingang von Dustin Hered entschärfte Sebastian Albrecht (37.). Das spielerische Übergewicht in diesem Abschnitt sollte aber auch noch seine Früchte tragen. 55 Sekunden vor Ende des Drittels war es Daniel Kuch, der Patrick Czajka anspielte, der sich mit einer kurzen Drehung den nötigen Freiraum verschaffte und auf Lucien Aicher am kurzen Pfosten weiterleitete. Der fand die Lücke und es stand 2:2.
Im letzten Abschnitt war es dann die 45. Minute, die den K.O. für die Akademiker brachte. Daniel Jun mit dem langen Pass auf Dustin Hered, der an Sebastian Albrecht scheiterte; die Scheibe rutschte jedoch durch und Andre Lenk staubte zum 2:3 ab. Danach war es wie so oft in den letzten Spielen, die Akademiker beackerten das gegnerische Gehäuse, der Erfolg, auch bei Überzahlspielen, blieb leider aus. Selbst in dieser letzten Minute, als das Team ohne Sebastian Albrecht zugunsten eines weiteren Feldspielers und mit 6 gegen 4 agierte. Als die Schlusssirene ertönte, bildete sich eine große Traube um Tim Schnelle. Hängende Köpfe hingegen bei den Akademikern, denen erneut der Lohn für ihre Arbeit verwehrt blieb. Aber wie schon erwähnt, es ist müßig, darüber zu diskutieren, denn das Ergebnis zählt und so ist der Sport. Am Sonntag geht es nun gegen die Saale Bulls. Leichter wird es auf keinen Fall, denn neben dem Fragezeichen hinter Patrick Neugebauer und den anderen fallen zusätzlich auch noch Steve Roubicek, Patrick Balko und erneut Benjamin Hecker aus.
F.A.S.S. Berlin: Albrecht, Krüger; Balko, Schmidt, Neugebauer, Seelisch, Leibrandt; Johnsson, Kuch, Roubicek, Czajka, Aicher, Patrzek, Leers, Konietzky, Hecker
Red