

Sonntag, 27.02.2011, 15.00 Uhr, Hangar 3
8 : 1 (5:1 1:0 2:0)
1:0 (01:58) Simon, 2:0 (11:08) Watzke (Scholz), 3:0 (13:49) Hurbanek (Reuter), 3:1 (15:04) Czajka (Leers), 4:1 (15:56) Verelst (Trautmann), 5:1 (17:50) Trautmann
6:1 (25:10) Janke (Reuter) PP1
7 : 1 (42:33) Janke (Reuter) PP1, 8 : 1 (49:13) Just (Berger)
ECC: 4 - 2/0/2
FASS: 8 + MS (Leers) - 0/27/6

Chris Lee: „Was wir heute gezeigt haben, geht überhaupt nicht. Das weiß ich und das weiß auch die Mannschaft. (...) Der ECC wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen, diesen Biss hatten wir aber heute nicht. Es ist aber kein Grund zur Panik. Wir haben eine gute Mannschaft, die in der bisherigen Saison viel geleistet und auch gezeigt hat. (...) Wir haben nun vier wichtige Spiele vor uns und müssen uns schon ab dem nächsten Training darauf vorbereiten. Wir müssen uns den Erfolg erarbeiten.“

1:8 beim ECC nach schwachem ersten Drittel - Patrick Czajka erzielt den Treffer - Matchstrafe gegen Christian-Alexander Leers - Erfurt und Leipzig Gruppengegner in der Pokalrunde
In der Tabelle war das letzte Vorrundenspiel der Akademiker am Sonntagnachmittag bedeutungslos, es war aber das Derby gegen den ECC Preussen Juniors; ein Spiel, das sich in den vergangenen Jahren immer mehr zum Prestigeduell entwickelt hat. Die ersten drei Spiele hatte das Team des F.A.S.S. gewonnen, die vielgerühmte „inoffizielle Stadtmeisterschaft“ war faktisch entschieden. Dank eines schwachen ersten Drittels hatte dieses Mal jedoch das Team aus dem Hangar 3 die Nase vorn und gewann deutlich mit 8:1. Dabei hatten die Akademiker im Gegensatz zum Freitag mehr Spieler zur Verfügung, denn Sebastian Albrecht stand wieder im Tor und Lucien Aicher, Patrick Balko, Steve Roubicek, Arvid Schwarzbach, Roman Veber sowie Andre Winkler waren mit von der Partie. Es mag aber noch nicht mal die Niederlage so sehr schmerzen; viel schwerer wiegt dabei der Ausfall von Christian-Alexander Leers, der in der 29. Spielminute nach einem Check von hinten an Marc Niedermeyer mit einer Matchstrafe vom Eis musste.
Schon früh gerieten die Akademiker in dieser Partie ins Hintertreffen, denn bereits nach knapp zwei Minuten schoss Dave Simon die Hausherren in Führung. Das Team von Chris Lee hatte zwar seine Chancen, die aktivere Mannschaft war aber der ECC. Und teilweise haarsträubende Fehlpässe im weiteren Verlauf dieses Abschnitts luden die Gastgeber förmlich zum Toreschießen ein. Direkt nach einem Bully im Drittel des F.A.S.S. fiel in der 12. Spielminute das 2:0 durch einen Schlagschuss von Nils Watzke, das 3:0 entstand nach einem Fehlpass; Kay Hurbanek hatte keine Schwierigkeiten, Sebastian Albrecht zu überwinden (14). Zwar kamen die Akademiker durch Patrick Czajka nur 80 Sekunden später zum Anschlusstreffer, aber nur weitere 47 Sekunden später war der Abstand von drei Toren wieder hergestellt. Und erneut war es ein Fehlpass im Aufbau, der letztlich Sam Verelst das 4:1 ermöglichte. Das 5:1 durch Armin Trautmann bildete dann den Abschluss eines Drittels, in dem die Akademiker alle ihre Tugenden augenscheinlich vergessen hatten.
Mit neuem Schwung wollten dann die Akademiker wohl die ersten 20 Minuten vergessen lassen, der Schwung war aber etwas zu groß. Nach 33 Sekunden fuhr Christian-Alexander Leers von hinten in Marc Niedermeyer rein. Der blieb nicht nur auf dem Eis liegen, sondern musste auch runtergetragen werden; in der Annahme einer Verletzung schickte Hauptschiedsrichter Dierberg den FASS-Stürmer mit einer Matchstrafe von Eis. Marc Niedermeyer nahm später zumindest wieder auf der Spielerbank platz, doch die Matchstrafe wiegt schwer für die Akademiker, fällt der 20jährige doch nun mindestens ein Spiel aus. Und das bei der dünnen Personaldecke, die das Team zur Zeit hat. Die folgende Überzahl nutzte der ECC zum 6:1 durch Max Janke. Es sollte der einzige Treffer in diesem, an positiven Höhepunkten ereignisarmen Drittel bleiben.
Das Spiel war entschieden und in den letzten 20 Minuten konnte das Motto nur noch Schadensbegrenzung lauten. Als aber Kapitän Lucien Aicher in der 42. Minute auf die Strafbank musste, nutzten das die Hausherren zum 7:1; Max Janke schoss Jan Schmidt an und von dessen Körper prallte die Scheibe ins Tor. Das 8:1 in der 50. Minute durch Armin Trautmann setzte dann bereits den Schlusspunkt in einem, abgesehen von der Matchstrafe, fairen Spiel, in dem es insgesamt nur 12 (4/8) Strafminuten gab. Die Akademiker warten nunmehr bereits seit 14. Januar auf einen „Dreier“; man kann nur hoffen, dass sich die Personalstärke der Akademiker schnell wieder erholt. Denn die Pokalrunde steht vor der Tür und da geht es für das Team von Chris Lee in den vier Spielen der Gruppenphase gegen die Black Dragons Erfurt und die Icefighters Leipzig.
F.A.S.S. Berlin: Albrecht, Marquardt; Balko, Schmidt, Neugebauer, Seelisch, Schwarzbach, Leibrandt, Winkler; Johnsson, Roubicek, Czajka, Aicher, Gries, Patrzek, Veber, Leers, Konietzky
Red