Oberliga
Archiv 2010/11

FASS Berlin - Black Dragons Erfurt

Freitag, 11.03.2011, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

6 : 3 (2:1 2:2 2:0)

Tore

0:1 (00:28) Marak (Vavroch), 1:1 (02:01) Ludwig (Seelisch, Johnsson), 2:1 (06:14) Patrzek (Aicher, Gries) PP1

 

3:1 (21:06) Aicher (Gries), 4:1 (22:48) Supis (Haase, Hecker) PP1, 4:2 (27:42) Fischer (Brink, Marak) PP1, 4:3 (32:34) Marak (Vavroch)

 

5:3 (55:18) Schlenker (P), 6:3 (57:16) Gries

PIM

FASS: 17 + SpD (Patrzek) - 2/35/0

BDE: 16 + 10 (Neumann) + 10 (Fischer) - 4/28/4

Stimmen zum Spiel

Chris Lee: „Ein ganz wichtiger Sieg für uns. (...) Es war ein hartes Spiel mit einem unglaublich hohen Tempo. Das Team hat heute mit viel Herz gespielt und eine tolle Leistung gezeigt. Dieses Spiel war ein guter Anfang, wir haben aber noch viel Arbeit vor uns.“

 

 

Anders Johnsson: Es war ein gutes Spiel von uns. Es ist schön, dass fast alle Spieler wieder zurück sind. Es ist lange her, dass wir mit so vielen Reihen spielen konnten.“

 

 

 

Lucien Aicher: „Wir haben heute auch durch viel Einsatz verdient gewonnen. Im Mitteldrittel haben wir für kurze Zeit das Spiel aus der Hand gegeben, woran auch einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen nicht ganz unschuldig waren. Im Endeffekt haben wir es aber clever über die Bühne gebracht. Wie schon gesagt, verdient gewonnen.“

Berichte

Geschenke für den Trainer

Durststrecke beendet - 6:3 gegen die Black Dragons im ersten Pokalspiel - Sechs verschiedene Torschützen - Wermutstropfen durch die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Fabio Patrzek

 

Es war eine Geburtstagsparty der besonderen Art am Freitagabend im Erika-Hess-Eisstadion und das Geburtstagskind, nämlich Coach Chris Lee, durfte sich dabei gleich über mehrere Geschenke freuen. Zum einen war das Team der Akademiker mit 18 Feldspielern nach langer Zeit mal wieder personell stark besetzt (und das ohne Jörn Kugler, Christian Krüger, Christian-Alexander Leers, Patrick Neugebauer, Jan Schmidt, Roman Veber sowie Andre Winkler), zum anderen präsentierte sich die Mannschaft nicht nur kämpferisch sondern auch spielerisch von ihrer besten Seite und besiegte in ihrem Auftaktspiel in der Pokal-Qualifikationsrunde der Oberliga Ost die Black Dragons aus Erfurt verdient mit 6:3.

 

Es waren aber die Gäste, die sich zu Beginn des Spiels vor 142 Zuschauern wacher präsentierten, denn schon nach 28 Sekunden durfte Robert Vavroch auf der rechten Seite nahezu ungestört bis zur Grundlinie durchlaufen. Dessen Rückpass verwertete Spielertrainer Zbynek Marak für die Erfurter ebenso ungestört zum 0:1, Sebastian Albrecht war dabei machtlos. Der Ausgleich ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Von Jan-Hendrik Seelisch angespielt setzte sich Justin Ludwig kurz vor der Mittelinie mit einer schönen Einzelaktion gegen drei Erfurter durch und überwand Kai Fischer zum 1:1. Es entwickelte sich nun ein schnelles und abwechslungsreiches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten; es war jedoch das Team von Chris Lee, das seine Möglichkeiten besser nutzte. War eine erste Unterzahl für die Erfurter noch folgenlos geblieben, eine zweite blieb es nicht. In der siebenten Minute war es Fabio Patrzek, der eine Vorlage von Kapitän Lucien Aicher zum 2:1 vollendete. Trotz einer Reihe von guten Möglichkeiten fielen im ersten Drittel keine weiteren Tore und es ging mit diesem 2:1 in die erste Pause.

 

Im zweiten Drittel waren es dann die Hausherren, die besser aus der Kabine kamen. Als sich die Black Dragons im eigenen Drittel die Scheibe ziemlich uneinig hin- und herschoben, war es Christian Gries der erfolgreich störte und sich die Scheibe hinter dem Tor von Kai Fischer erobern konnte. Seinen Rückpass setzte Lucien Aicher über die Schulter des Erfurter Schlussmannes zum 3:1 in die Maschen (22.). Und beim 4:1 nur 102 Sekunden später bewiesen die Akademiker, dass auch ihr Überzahlspiel wieder funktioniert. Es war erst die dritte Strafzeit in dem Spiel für die Gäste; Sascha Neuman musste eine Minute zuvor auf die Strafbank. Benjamin Hecker spielte in der Folge auf Henry Haase an der blauen Linie. Der schoss zwar knapp am Tor vorbei, den Rückpraller von der Bande nutzte jedoch Thomas Supis zur Drei-Tore-Führung. Danach kam es jedoch zu einem Bruch im Spiel der Akademiker und die Black Dragons kamen fortan besser ins Spiel. Erst erzielten sie mit einem Mann mehr auf dem Eis durch Sean Fischer das 2:4 (28.) und fünf Minuten später war es erneut Zbynek Marak auf Vorlage von Robert Vavroch, der den Anschlusstreffer zum 3:4 aus Erfurter Sicht markierte. Das Spiel war inzwischen auch zunehmend härter geworden, Strafzeiten für beide Mannschaften die Konsequenz daraus. Unmittelbar vor dem 3:4 waren Jan-Hendrik Seelisch und Robert Schmidt aneinander geraten (beide musste für 2+2 Minuten pausieren), dann wanderten kurz nacheinander Benjamin Hecker und Fabio Patrzek auf die Strafbank. Hart dabei die Strafe gegen die Nummer 24 des F.A.S.S.; er musste nach einem Foul an Robert Vavroch seinen „Arbeitstag“ vorzeitig beenden. Hauptschiedsrichter Möhring schickte ihn mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe von Eis, der Erfurter Stürmer konnte nach einer kurzen Unterbrechung sein Spiel fortsetzen. Aufgrund der doppelten Überzahl rückte nun Sebastian Albrecht immer mehr in den Brennpunkt des Geschehens, er war aber nicht nur in dieser Phase des Spiels ein starker Rückhalt für sein Team. Insgesamt drei der fünf Minuten mussten die Akademiker zu dritt auf dem Eis agieren, da kurz nach Ende der Strafe von Benjamin Hecker auch noch Thomas Supis die Kühlbox besuchen musste. Aber was auch passierte, die Abwehr hielt und der Kasten blieb sauber. Kurz vor Ende des zweiten Drittels erwischte es dann auch die Erfurter oder vielmehr Sean Fischer. Nach einem Check gegen Kopf und Nacken an Patrick Balko war für ihn insgesamt 12 Minuten Pause.

 

Im letzten Drittel drückten die Black Dragons, aber je länger das Spiel dauerte, umso mehr zeigten auch die Erfurter Stürmer angesichts ihrer Erfolglosigkeit leichte Anflüge von Verzweiflung. Das Team von Chris Lee hingegen lauerte auf Konter. Zwar verfehlten zunächst Benjamin Hecker und Vincent Schlenker das leere Tor, Kai Fischer war in beiden Fällen schon ausgespielt worden, doch Vincent Schlenker sorgte dann in der 56. Minute für die Vorentscheidung. In Überzahl setzte er sich alleine gegen Zwei durch, wurde aber im letzten Moment regelwidrig gestoppt. Hautschiedsrichter Möhring entschied daraufhin auf Penalty. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zum 5:3. Die Erfurter nahmen darauf eine Auszeit, aber auch das sollte an diesem Abend nicht mehr helfen. Nur dreißig Sekunden später setzte sich Christian Gries alleine durch und fügte seinen beiden Vorlagen in diesem Spiel auch noch den entscheidenden Treffer zum 6:3 hinzu (58.). Die Luft war raus, das Spiel entschieden und mit einem verdienten „Dreier“ endete eine für die Akademiker seit dem 14. Januar andauernde Durststrecke. Der Anfang ist gemacht, aber bereits am kommenden Freitag kommt es zum Rückspiel. Fehlen werden dann Maximilian Faber, Henry Haase (beide U18-Nationalmannschaft) und, wie schon erwähnt, Fabio Patrzek. Dafür aber mit Marcel Thomè, der zum Kader stoßen wird.

 

F.A.S.S. Berlin: Albrecht, Hertel; Haase, Balko, Supis, Seelisch, Faber, Leibrandt, Gerstung, Geiseler; Johnsson, Ludwig, Schlenker, Roubicek, Czajka, Aicher, Gries, Patrzek, Konietzky, Hecker

 

Red

Drachen unterliegen Akademikern

Eine unnötige und ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallene Niederlage mussten die Black Dragons am Freitagabend bei FASS Berlin einstecken, dabei bauten die Gäste aus Thüringen die Gastgeber, die erstmals seit langer Zeit wieder auf die Förderlizenzspieler aus der DNL zurück greifen konnten, immer wieder mit unnötigen Puckverlusten und Abspielfehlern wieder auf.

 

Viel hatte man sich seitens der Drachen in Berlin vorgenommen und der Start ins Spiel war auch ganz nach dem Geschmack der Gäste aus Erfurt. Wie schon in Leipzig legten die Drachen einen Blitzstart auf das Berliner Eis. Gerade 28 Sekunden waren gespielt, als es erstmals hinter Albrecht einschlug. Marak wurde von Vavroch mustergültig freigespielt und brauchte nur noch ins leere Tor einschieben. Aber nur kurz später konnten die Gastgeber ein Abstimmungsproblem in der Erfurter Defensive zum Ausgleich nutzen. Justin Ludwig war der Torschütze. Es sollte aber noch schlimmer kommen. Nur 4 Minuten nach dem Ausgleich gelang den Berlinern durch Patrzek gar der Führungstreffer, erneut bekamen die Erfurter den Puck in der Defensive nicht unter Kontrolle und so konnte Patrzek sein Team in Front schießen. Auch im weiteren Verlauf des ersten Drittels hatten die Gastgeber die besseren Chancen, doch Kai Fischer hielt sein Tor sauber. Auf der Gegenseite vergab Oliver Otte die größte Ausgleichsmöglichkeit für die Drachen und so ging es mit einem knappen Rückstand in die erste Pause.

 

Der Mittelabschnitt begann wie der erste Abschnitt endete, mit drückenden Gastgebern die in dieser Druckphase auch zu mehreren guten Chancen kamen. Zunächst konnten sie diese aber nicht nutzen, erst als die Gäste wieder einmal den Puck leichtfertig im eigenen Drittel verspielten konnte Aicher zum 3:1 vollenden. Knapp 60 Sekunden später mussten die Erfurter in Unterzahl, Sascha Neumann musste wegen Haken und Reklamierens 2 + 10 min in die Kühlbox, gar das 1:4 durch Schlenker hinnehmen. Nun schienen die Erfurter auch endlich aufzuwachen und übernahmen mehr und mehr das Kommando auf dem Eis. Zunächst konnte Albrecht seinen Kasten noch sauber halten, erst als Brink mit einem feinen Pass Sean Fischer bediente und dieser einnetzen konnte war Albrecht chancenlos. Nach diesem Treffer waren die Drachen nun endgültig erwacht und drängten die Akademiker immer wieder ins eigene Drittel zurück und kamen nun mehrfach zu dicken Chancen, aber erst Marak konnte zum 3:4 treffen. Etwa 30 Sekunden später hatte Vavroch gar den Ausgleich auf dem Schläger, Albrecht war bereits geschlagen und Patrzek blieb nur ein Crosscheck übrig. Vavroch krachte gegen den Torpfosten und blieb benommen auf dem Eis liegen. Patrzek brachte dieser Crosscheck eine 5 + Spieldauerstrafe ein, die Gäste konnten die folgende Überzahl jedoch nicht nutzen und so ging es mit 3:4 in die 2. Pause.

 

Im letzten Drittel drückten die Erfurter nun vehement auf den Ausgleich konnten aber selbst beste Möglichkeiten nicht nutzen und so kam es wie es kommen musste. Schlenker startete einen Konter, konnte dabei zwar von der Erfurter Defensive gestoppt werden. Nach Auslegung des alles andere als sattelfest wirkenden Referee Möhring jedoch nicht regelkonform und so sprach er Schlenker einen Penalty zu, den dieser auch verwandeln konnte. Mit diesem 5:3 war das Spiel natürlich entschieden, der Treffer zum 6:3 durch Gries war lediglich noch für die Statistik. Schon am Sonntag gibt es Gelegenheit für die Drachen diese Niederlage auszumerzen. Dann gastieren die Leipziger Icefighters in Erfurt.

 

Quelle:  Black Dragons Erfurt

Guter Start für FASS in die Pokalrunde

Bereits nach 28 Sekunden lag FASS Berlin gegen die Black Dragons aus Erfurt zwar zurück, aber mit einem stärkeren Siegeswillen und einem „XXL-Kader“ drehten sie das Spiel und gewannen am Ende verdient mit 6:3 (2:1,2:2,2:0).

 

Da die Akademiker die abgelaufene Saison nicht gerade mit einem Wunschplatz abschlossen, hatten sie sich vorgenommen, dafür in der Pokalrunde umso besser abzuschneiden. Nun kam mit den Black Dragons aus Erfurt ein Gegner gegen den man von vier Spielen drei verlor, aber der Pokal hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetze…

 

Also fuhr man auch eine Personalstärke auf, von der FASS-Trainer Cris Lee die letzten Wochen nur träumen konnte. Ganze 20 Mann durften sich diesmal die roten Trikots überziehen, während es bei den Gästen 18 waren, die die Reise in die Hauptstadt antraten.

 

Und das die Fahrt nicht nur ein Betriebsausflug werden sollte, sah man von Beginn an. FASS zwar mit der allerersten Chance nach 10 Sekunden, aber Erfurts Keeper Kai Fischer hellwach, was man von der Verteidigung der Hauptstädter nicht unbedingt sagen konnte, denn mit einem schnellen Konter sorgte Zbynek Marak nach 28 Sekunden bereits für die frühe Führung der Gäste. Aber die Akademiker ließen sich davon nicht beeindrucken und blieben ihrer Taktik treu. Mit Erfolg, denn schon 93 Sekunden später egalisierten sie die Führung durch Justin Ludwig. Und Fabio Patrzek sorgte im Überzahlspiel sogar für das 2:1 der Hausherren (7.). Mit der Führung im Rücken standen die Akademiker jetzt auch hinten sicherer, sodass die Gäste jetzt mehr Mühe hatten ihre Chancen abzuschließen. Nur Oliver Otte bekam noch eine Riesenchance zum Ausgleich, aber Sebastian Albrecht im Tor der Berliner konnte seinen Schuß abwehren. Da auch die Akademiker ihre Chancen nicht nutzen konnten, blieb es beim knappen 2:1 nach 20 Minuten.

 

Das zweite Drittel begann ganz nach dem Geschmack der Berliner Fans. Diesmal dauerte es zwar 66 Sekunden, bis die Scheibe wieder ins Tor trudelte, aber dieses Mal war die Verteidigung der Gäste mit den Gedanken wohl noch in der Kabine, denn einen kapitalen Abwehrfehler nutzte FASS-Stürmer Lucien Aicher zum 3:1. In der 23. Minute konnten die Hauptstädter sogar auf drei Tore davonziehen, als Thomas Supis wieder in Überzahl auf 4:1 erhöhen konnte. Doch die Gäste gaben sich noch nicht auf und versuchten es jetzt mehr mit Kampf zum Erfolg zu kommen. Und es sollte sich bezahlt machen. Jedenfalls nutzten sie ihr zweites Powerplay dieser Partie durch Sean Fischer zum 2:4 (28.).

 

Ab der 33. Minute war es dann ein Spiel auf des Messers Schneide, nachdem Zbynek Marak mit seinem zweiten Tor den 3:4-Anschlusstreffer für die Erfurter bescherte. Und nur eine Minute später hatte Robert Vavroch den Ausgleich auf dem Schläger, aber Fabio Patrzek rettete in (aller)letzter Sekunde. Dies war dann auch seine letzte Aktion dieses Tages, denn bei seiner Abwehr prallte er mit dem Erfurter Stürmer zusammen, der sich dabei verletzte, und Schiedsrichter Möhring schickte den FASS-Stürmer wegen „unkorrektem Körperangriff“ mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe zum Duschen…

 

Die Akademiker zwar jetzt „menschlich“ mit einem Spieler weniger, aber „spielerisch“ merkte man das nicht unbedingt - denn man hatte ja genug „Ersatz“ auf der Bank.

 

Da die Gäste aus dem darauf folgenden fünfminütigen Überzahlspiel kein Kapital schlagen konnten, blieb es beim 4:3 für FASS nach 40 Minuten.

 

Im letzten Abschnitt geriet FASS-Goalie Sebastian Albrecht immer mehr in den Mittelpunkt. Denn die Thüringer wollten den Ausgleich und machten jetzt mächtig Druck. Doch die Verteidigung der Weddinger konnte die Chancen abwehren. Aber umso länger die knappe Führung Bestand hatte, desto spannender wurde es. Erfurt fast nur noch im Berliner Drittel und die Akademiker mit x Versuchen im Konter endlich das Spiel zu entscheiden. Aber es dauerte bis zur 56. Minute als Vincent Schlenker bei einem dieser Konter nur durch eine „Notbremse“ am Schuss gehindert werden konnte - Penalty!

 

Der FASS-Stürmer behielt die Nerven und verwandelte ihn zum erlösenden 5:3 für sein Team. Christian Gries erzielte fast genau zwei Minuten später sogar noch das 6:3. Es war zwar nur noch Ergebniskosmetik, aber ein schönes Geschenk des Teams an seinen Trainer, der heute Geburtstag hatte.

 

 Carsten Ruschke für Radio Eiskalt