Oberliga
Archiv 2010/11

FASS Berlin - IceFighters Leipzig

Sonnabend, 19.03.2011, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

14 : 3 (5:0 3:1 6:2)

Tore

1:0 (03:28) Hecker (Czajka, Gerstung), 2:0 (07:28) Hecker (Czajka, Schlenker) PP1, 3:0 (11:43) Patrzek (Leibrandt, Aicher) PP1, 4:0 (14:56) Schlenker (Czajka, Supis), 5:0 (19:01) Johnsson (Aicher, Thomè)

 

5:1 (27:37) Nighbert (Vrba, Hadamik) PP1, 6:1 (28:08) Leers (Patrzek, Veber), 7:1 (33:16) Leers (Patrzek, Czajka) PP1, 8:1 (39:26) Leibrandt (Veber)

 

8:2 (40:08) Vrba (Heinze), 8:3 (40:31) Vrba (Hadamik, Rutsatz), 9:3 (42:31) Patrzek (Leers, Veber), 10:3 (44:44) Leibrandt (Leers, Veber), 11:3 (49:14) Czajka (Schlenker, Hecker), 12:3 (50:35) Patrzek (Leers, Veber), 13:3 (51:21) Hecker (Schlenker, Czajka), 14:3 (53:13) Leers (Patrzek, Veber)

PIM

FASS: 8 - 2/4/2

IFL: 16 + 10 (J. Müller) - 4/18/4

Stimmen zum Spiel

Chris Lee: „Heute hat die Mannschaft gezeigt, was sie kann, wenn sie konzentriert über 60 Minuten spielt. (...) Am Anfang des letzten Drittels haben sich die Jungs eine kurze Auszeit genommen, aber ansonsten hart gekämpft. (...) Sie haben gewusst, um was es heute ging und auch bewiesen, dass sie ins Finale wollen. Dieses Spiel ist aber vorbei und abgehakt, morgen geht es weiter.“

 

 

Jan-Hendrik Seelisch: „Ich denke, wir haben heute bewiesen, dass wir ins Finale wollen, vom kurzen Aussetzer zu Beginn des letzten Drittels mal abgesehen. Es war eine solide Leistung der gesamten Mannschaft, die es morgen erneut abzurufen gilt, um den Einzug ins Finale perfekt zu machen."

Berichte

Hürde Nr. 2 übersprungen

Mit 14:3 gewannen die Akademiker am Sonnabend ihr Heimspiel gegen die Icefighters Leipzig und untermauerten damit mehr als deutlich ihre Ambitionen auf das Finale der Pokal-Qualifikationsrunde in der Oberliga Ost.

 

Und mit diesem Ergebnis gelang der Mannschaft nicht nur nach fast dreieinhalb Jahren mal wieder ein zweistelliger Sieg in einem Pflichtspiel (28.10.2007, 11:2 beim BSC 07, RL Nord/Ost Vorrunde); sie entledigte sich auf spektukuläre Weise auch zweier von drei Problemen auf dem möglichen Weg in das Finale. Denn neben den benötigten sechs Punkten gegen die Icefighters Leipzig existierte ja auch noch das Torverhältnis von -7 gegenüber den Black Dragons Erfurt, welches nun hinfällig ist. Somit ist am Sonntag in Leipzig „nur“ noch ein Sieg in der regulären Spielzeit gegen die Icefighters Leipzig erforderlich. Dass das nicht einfach wird, versteht sich hier von selbst, denn so einen Auftritt wird sich diese Leipziger Mannschaft vor dem eigenen Publikum und im letzten (Heim-/Saison-)Spiel garantiert nicht erlauben wollen, geschweige denn können.

 

Beim Team von Chris Lee gab es von Beginn an durch den Personalzuwachs von insgesamt sechs Spielern nicht nur Umstellungen in den einzelnen Reihen; auch im Tor gab es im Gegensatz zum Spiel in Erfurt einen Wechsel, denn gegen die Icefighters stand Jimmy Hertel im Tor, der ob des Ergebnisses in den 60 Minuten alles andere als beschäftigungslos war, aber knapp 28 Minuten mit einem Shut out liebäugeln konnte, ehe ihn Kevin Nighbert im Powerplay bezwingen konnte. Bei den Leipzigern stand Roberto Pohle im Tor, der sicher nicht zu beneiden war. Er blieb aber über die gesamte Distanz in seinem Kasten.

 

Nach einem kurzen Abtasten auf beiden Seiten war es Benjamin Hecker, der den Torreigen mit zwei Treffern, davon einen in Überzahl, eröffnen konnte (4./8. Minute). Wie zielstrebig, beinahe verbissen, aber auch gewitzt die Akademiker bemüht waren, die Tordifferenz gegenüber den Erfurtern wett zu machen, sei an den Toren 3, 4 und 5 dargestellt. Beim 3:0 (12.) flog die Scheibe über das Tor, wurde von Fabio Patrzek gefangen, der diese vor sich ablegte und einschoss. Beim 4:0 (15.) legte Patrick Czajka trotz eigener bester Einschussmöglichkeit auf den noch besser postierten Vincent Schlenker ab und beim 5:0 (20.) setzte der (dienst-)älteste FASS-Spieler an diesem Abend, nämlich Kapitän Lucien Aicher, der eigentlich schon verlorenen Scheibe nach, gewann den Zweikampf und passte auf den ebenfalls nachgeeilten Anders Johnsson zurück.

 

Im zweiten Abschnitt lief es dann zunächst nicht so flüssig wie noch im ersten. Selbst eine halbe Minute in doppelter Überzahl ließ die Mannschaft nach gut 25 Minuten verstreichen und es bedurfte eines Weckrufes seitens der Icefighters (1:5, Kevin Nighbert, 28.), um deutlich zu machen, wie flüchtig ein vermeintlich komfortabler Vorsprung sein kann. Nur 30 Sekunden später stellte Christian-Alexander Leers den alten Abstand aber wieder her; nochmal Christian-Alexander Leers (34.) und Thomas Leibrandt (40.) mit einem Schlagschuss aus vollem Lauf erhöhten auf 8:1. Damit waren zumindest die sieben Tore Vorsprung der Black Dragons bereits nach zwei Dritteln egalisiert und das Spiel faktisch entschieden.

 

Aber das Thema „flüchtiger Vorsprung“ sollte auch im letzten Drittel ein weiteres Mal auftreten und das gleich doppelt. Denn nach gespielten 31 Sekunden im letzten Abschnitt stand es nur noch 8:3, denn Tomas Vrba konnte nahezu unbedrängt zwei Mal Jimmy Hertel bezwingen. Aber wie schon beim ersten Leipziger Treffer wurde der Mannschaft von Chris Lee das „wie gewonnen, so zerronnen“ ziemlich schnell bewusst. Fabio Patrzek erzielte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend in der 43. Minute das 9:3 und Thomas Leibrandt schraubte mit ebenfalls seinem zweiten Tor (zugleich auch sein zweites Saisontor) das Ergebnis auf 10:3 (45.). Und die Akademiker hatten auch aus den „Weckrufen“ der Leipziger gelernt, denn ab der 50. Spielminute legten sie noch vier weitere Tore durch Patrick Czajka, Fabio Patrzek , Benjamin Hecker sowie Christian-Alexander Leers zum Endstand von 14:3 nach. Erwähnt sei neben der geschlossenen Mannschaftsleistung noch, dass sowohl Patrick Czajka als auch Christian-Alexander Leers, Fabio Patrzek und Roman Veber insgesamt sechs Scorerpunkte erzielen konnten. Und Roman Veber hätte an diesem Abend auch Top-Scorer seines Teams werden können, aber bei einem Penalty in der 18. Spielminute blieb Roberto Pohle Sieger.

 

So schön dieser Erfolg auch für die Mannschaft und einen Großteil der 220 Zuschauer an diesem Abend auch war; gelingt es in der Messestadt nicht - trotz des möglichen Kräfteverschleißes und der zu erwartenden weitaus höheren Gegenwehr der Leipziger - nachzulegen, war alle Mühe umsonst, dann war er nur Makulatur.

 

F.A.S.S. Berlin: Hertel, Albrecht; Supis, Seelisch, Schwarzbach, Leibrandt, Gerstung, Winkler, Geiseler; Johnsson, Ludwig, Schlenker, Czajka, Aicher, Patrzek, Thomè, Veber, Leers, Konietzky, Hecker

 

Red

Fass Berlin schickt IceFighters mit 14:3 nach Hause

So deutlich hatten sich die IceFighters die Niederlage in Berlin sicher nicht vorgestellt. Dass das Spiel gegen den mit Nachwuchsspielern von den Eisbären gespickten Club aus dem Wedding schwer würde, war vor Beginn der Partie schon klar, 11 Tore Unterschied hätten es vor den 220 Zuschauern im Erika-Hess-Eisstadion trotzdem nicht sein müssen.

 

Die Hausherren drehten von der ersten Minute auf und spielten Angriff um Angriff auf das von Roberto Pohle gehütete Leipziger Tor. Der musste allein bis zur ersten Pause fünf Mal hinter sich greifen.

 

Im zweiten Spielabschnitt schraubten die Akademiker ihre Bemühungen etwas zurück und so konnte Kevin Nighbert in der 28. Minute in Überzahl das erste Tor für die IceFighters markieren. Der Treffer wurde von Tomas Vrba und Fabian Hadamik aufgelegt. Bis zur zweiten Pause legten die Gastgeber drei weitere Tore nach und führten damit die vorzeitige Entscheidung an diesem Abend herbei.

 

Ein Doppelschlag von Tomas Vrba, kurz nach dem Anpfiff des letzten Drittels, wurde vom angereisten Leipziger Fanblock gefeiert. Die Berliner zeigten sich davon unbeeindruckt und schlugen fast umgehend zurück. Nach 60 Minuten hieß es dann 14:3.

 

Die IceFighters stellen sich nun auf das letzte reguläre Saisonspiel vor heimischem Publikum ein. Gegner ist erneut FASS Berlin, für die der Einzug ins Pokalfinale mit einem weiteren Sieg möglich ist. Zahlreiche treue Heimfans und die bisher immer blendende Stimmung könnten den IceFighters das nötige Quäntchen mehr Kraft und Ausdauer geben, um sich mit einem Heimsieg zu verabschieden!

 

Quelle:  IceFighters Leipzig