

Sonntag, 20.03.2011, 14.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
7 : 3 (1:0 3:1 3:2)
1:0 (00:23) Ristow (Marowski)
2:0 (24:48) Marowski (Krämer), 3:0 (31:09) Esdar (Connolly), 3:1 (32:20) Hidde, 4:1 (38:51) Krämer (Hobrecht)
4:2 (41:12) Höhling (Franetzki, Böttcher) PP1, 5:2 (41:34) Weigel (Krämer), 5:3 (43:53) Hidde, 6:3 (44:19) Marowski (Ristow, Krämer), 7:3 (59:48) Müller ENG
FASS: 8 - 4/2/2
ECB: 8 - 2/2/4
FASS gewinnt nach klarem 7:3-Erfolg gegen den EC Bärlin das Finale der Berliner Landesliga
Die Neuauflage des letztjährigen Finales zwischen dem EC Bärlin und FASS Berlin und damit die Aussicht, ein spannendes und hochklassiges Endspiel um die Berliner Meisterschaft zu sehen, lockte trotz der frühlingshaften Temperaturen zahlreiche Zuschauer ins Erika-Hess-Eisstadion. Die Ausgangslage der Mannschaften war ähnlich wie im Vorjahr, beide belegten nach Abschluss der regulären Saison mit deutlichem Vorsprung die ersten beiden Plätze, allerdings schafften es die Akademiker im direkten Vergleich mit dem EC die Nase knapp vorn zu behalten und die Spitzenposition für sich zu behaupten.
Zum Saison-Highlight traten Mannschaften nahezu in Bestbesetzung an - lediglich der gesperrte Top-Scorer Marco Leffelsender fehlte bei den Akademikern. Während FASS ansonsten auf nahezu die gleiche Besetzung zurückgriff wie im Finale von 2010, das denkbar knapp mit 4:3 gewonnen worden war, hatte sich der EC in der Zwischenzeit namhaft verstärkt und konnte mit Danny Gaab, Philipp Grunwald und Christopher Hidde gleich drei spielstarke Neuzugänge zum Einsatz bringen. Die gut 250 Zuschauer durften sich also berechtigte Hoffnungen machen, dass ihre Erwartungen erfüllt würden.
Gleich zu Beginn setzte FASS das erste Ausrufezeichen, als nach einer schnellen Kombination durch Krämer und Marowski der Puck zu Patrick Ristow gelangte, der aus zentraler Lage auf Höhe der Bullypunkte abzog und das 1:0 für seine Mannschaft erzielte.
Die frühe Führung verlieh dem Spiel der Akademiker Sicherheit, während der EC sich verunsichert zeigte. FASS schaffte es, den Gegner weitestgehend vom Tor fern zu halten, hatte aber selbst noch einige hervorragende Tormöglichkeiten, die der aufmerksame EC-Keeper Schwarzmeyer aber entschärfen konnte. Mit 1:0 ging es zur ersten Drittelpause in die Kabinen.
Auch im zweiten Abschnitt blieb der EC Bärlin vor allem durch Einzelaktionen gefährlich, die allerdings zu oft in der starken Defensive der Akademiker steckenblieben. FASS dagegen hatte mehr vom Spiel und konnte dies auch bald in Tore ummünzen. Zunächst konnte abermals Jules Markowski nach einer Kombination mit Christopher Krämer im Nachschuss einnetzen, bevor Bodo Esdar mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie traf. Obwohl zu diesem Zeitpunkt nur knapp die Hälfte der Spielzeit absolviert war, schien der EC für einen Moment zu resignieren. Die Bärliner brachten keine vernünftigen Aktionen mehr zustande und es schien, als wenn FASS das Spiel nur noch nach Hause schaukeln müsste.
Doch dies änderte sich schnell. Als ein eigentlich harmloser Schuss aus unmöglichem Winkel unglücklich von der Kelle von FASS-Keeper Fabian Theil ins eigene Tor abprallte, war dies der Impuls, wieder ins Spiel zurückzufinden. Der EC war nun im Aufwind, während die Akademiker etwas verunsichert wirkten und nicht mehr an die zuvor gezeigte souveräne Spielweise anknüpfen konnten. Die Bärliner konnten sich nun mehr – teilweise hochkarätige – Torchancen erarbeiten und schafften es dabei sogar, mehrmals FASS auszukontern, obwohl die doch eigentlich in Führung lagen. Doch das unglückliche Gegentor blieb der einzige Fehler von FASS-Goalie Theil, der ein ums andere Mal überragend reagierte und seiner Mannschaft die Führung rettete. In einer der wenigen vernünftigen Offensiv-Aktionen der Akademiker konnte sich Johannes Hobrecht auf der rechten Seite durchsetzen und bediente den mitgelaufenen Krämer, der eine Minute vor Drittelende zum 4:1 traf.
Die nun anbrechenden letzten 20 Minuten der Saison waren insgesamt ausgeglichen. Der EC drückte zwar auf den Anschluss, aber konnte die Akademiker nicht mehr großartig in Gefahr bringen. Zwar gelang ein schnelles Tor zu Beginn des Drittels durch Norman Höhling, aber es dauerte nur 22 Sekunden, da stellte Roman Weigel den alten Abstand wieder her. Auch auf einen weiteren EC-Treffer durch Hidde fand FASS die richtige Antwort durch Marowski, der wiederum nur 28 Sekunden später zum 6:3 einschoss. Zwar mühte sich der EC noch redlich, fand aber durch die solide FASS-Defensive kaum noch eine Lücke. Auch das frühzeitige Auswechseln des Torwarts zugunsten eines sechsten Feldspielers half da nicht. FASS versäumte hier zwar lange den einfachen Treffer ins leere Tor, aber schließlich konnte Maximilian Müller 12 Sekunden vor Schluss doch noch per Fernschuss aus dem eigenen Drittel zum 7:3 Endstand treffen.
Mit dem überraschend klaren Sieg gegen den früheren Serienmeister EC Bärlin erringt FASS die Berliner Meisterschaft - auch über die gesamte Saison gesehen - verdient und darf seine Saisonabschlussfeier am 2. April nun in Meisterfeier umbenennen.