Kleinschüler
Archiv 2010/11

ESC Erfurt - FASS

Sonnabend, 09.04.2011, 13.00 Uhr, Erfurt

 

1 : 4 (1:2 0:2 0:0)

Tore

0:1 (10.) Renner (Höfert, Schulz), 0:2 (11.) Renner (Richter, Höfert), 1:2 (12.) ???

 

1:3 (22.) Küller, 1:4 (29.) Renner (Mathea)

PIM

ESCE: 4

FASS: 14 + 10

Berichte

FASS Kleinschüler ungeschlagener Sieger der Platzierungsrunde

Gute Stimmung bei den Weddingern zum Saisonende

 

Am letzten Spieltag der Platzierungsrunde mussten die FASS Kleinschüler in Erfurt antreten, kurz bevor dort, wie in vielen anderen Stadien, an diesem Sonntag das Eis abgetaut wird. Das Hinspiel gegen Erfurt in Berlin hatte FASS nur knapp gewonnen. Vorsicht war also angesagt. Die Berliner erarbeiteten sich aber bei ihrem letzten Auftritt in dieser Saison schon in den ersten Wechseln eine deutliche Feldüberlegenheit und konnten am Ende einen nie gefährdeten Sieg 4:1 Auswärtserfolg feiern. Ohne Punktverlust beenden die FASS Kleinschüler damit die Platzierungsrunde 2 der Ostdeutschen Meisterschaft auf dem ersten Platz.

 

Trotz der Feldüberlegenheit gelang es FASS zunächst nicht, die gut organisierte Abwehr der Young Dragons Erfurt zu überwinden. Andrej Renner erlöste seine Mannschaft mit einem Doppelschlag Mitte des ersten Drittels. Das gab den Berlinern Sicherheit, aber es kam auch zu Unaufmerksamkeiten. Die dritte Berliner Reihe kassierte folgerichtig das Anschlusstor der Erfurter, weil dem Konter der Thüringer nicht entschlossen genug nachgesetzt wurde. Spielentscheidend war dann das 1:3 durch Jonas Küller in der 22. Spielminute. Die junge Erfurter Mannschaft wollte danach nur noch den Schaden begrenzen, und FASS konnte einen Angriff nach dem anderen starten. Elegant sah das nicht immer aus, denn von Raumaufteilung und Passspiel war nur in Ansätzen etwas zu sehen. Gute Kombinationen gab es vor allem in der zweiten FASS Reihe zu sehen, in der sich Tuomas Leine und Theo Mathea bemühten, auch mal im gegnerischen Drittel einen Pass zum Nebenmann zu spielen. Die vielen Strafzeiten auf Seiten der Berliner hinderten jedoch den Spielfluss immer wieder. Immerhin wurde mit einer geschlossenen Mannschaftleistung der Gegner am Aufbau gehindert. Andrej Renner verwertete in der 29. Minute noch ein Abpraller nach einem Schuss von Theo Mathea. Das Spiel war entschieden, und im letzten Drittel konnten dann die Berliner schon die Feiern zum erfolgreichen Saisonabschluss einläuten.

 

Nach dem Geschmack der Zuschauer gab es aber bei FASS wieder einmal zu viele Alleingänge zu sehen. Wie wär's mit Gutscheinen vom Trainer für zwei Alleingänge pro Spiel und Spieler? Wer seine Gutscheine verbraucht hat, muss sofort passen. Und deutlich wurde auch wieder, dass die Mannschaft das Spielfeld nicht ausnutzt. Alle Stürmer orientieren sich auf die Seite, auf der der Puck ist. Dann wird's eng. Kein Wunder, wenn man dann zu viert besser spielen kann als zu fünft.

 

Die Stimmung in der Mannschaft schien ausgesprochen gut. Die Ruhe auf der Spielerbank, die am Samstag zu sehen war, erlaubte wohl auch das meist recht konzentrierte Auftreten auf dem Eis. Die FASS Kleinschüler wissen inzwischen auch, dass sie sich auf ihre Torhüter verlassen können. Das gibt den Feldspielern natürlich Rückenwind. Die sehr jungen (und deswegen auch körperlich unterlegenen) Gegner zeigten sich gut organisiert und mit großem Kampfeswillen, aber doch noch nicht in der Lage, den größeren FASSlern entscheidend den Mut zu nehmen. Dazu kamen der in Erfurt schon häufig erlebte freundliche Empfang der Gäste und ein verlockendes Buffet. "Das war Klasse hier - zu den HotDogs nach dem Spiel gab es sogar Röstzwiebeln. Und vor der Rückfahrt haben wir von den Erfurtern sogar noch jeder einen Schokoladenosterhasen bekommen", so hieß es aus Spielerkreisen. Insgesamt also ein gelungener Eishockeynachmittag für die Mannschaft und die mitgereisten FASS Fans.

 

Die Mannschaft wird sich nun trennen, denn ein Teil der Spieler wird in der kommenden Saison im Knabenbereich spielen, ein Teil wird noch eine Kleinschülersaison spielen und durch Spieler aus der in dieser Saison starken FASS Bambini Mannschaft ergänzt werden. Zum Trost für alle Fans: in der übernächsten Saison wird es dann ja ein Wiedersehen geben. So weit ist es aber noch nicht: erst einmal relaxen und dann auf zum Sommertraining! Vielleicht spendieren die Eltern ihren Helden in den nächsten Wochen ja auch noch eine richtige Feier zum erfolgreichen Saisonabschluss.

 

Mit dem regelmäßigen Spiel auf großem Eis wird die kommende Saison sicher für alle Beteiligten noch spannender und ein Schritt hin zum "richtigen" Eishockey. Natürlich gab es auch bei diesem Spiel wieder ein paar Dinge zu sehen, die sich für die kommende Saison ändern sollten, wenn die Spieler wirklich einen Schritt nach vorne machen wollen. Eishockey in der Ostdeutschen Meisterschaft lässt sich nun mal nicht mit halbem Einsatz oder halber Konzentration spielen. Dazu ist es ein zu schneller und anspruchsvoller Sport. Außerdem sind die Kinder jetzt alt genug, um ohne ihre Eltern die Begeisterung für (oder die Abneigung gegen) diesen Sport zu entdecken. Fleißiges Üben (zum Beispiel auch auf Inlinern), Konditions- und Geschicklichkeitstraining, sportgemäße Ernährung und vielleicht ein Trainingslager im Sommer sind also angesagt. Dann können sich die Spieler erst auf den Sommer, und dann auf eine tolle neue Saison mit dem FASS Knaben und Kleinschülern freuen.

 

FASS spielte heute mit: Luca Scheibler und Vincent Dolanbay im Tor; Erik Richter, Thaddäus Scheer, Jonas Küller, Helen George (C), Henrik Höfert; Niklas Pilz (A), Erik Morsch, Andrej Renner, Tuomas Leine, Theodor Mathea; Vincent Voß, Marvin Schulz (A), Nils Larsen, Tobias Kohnert.

 

EG