» Neues aus der ?Tante Erika?

Habt Ihr es bemerkt? Unserer Kooperationspartner FASS Berlin hat einen tollen Start in der Oberliga-Ost erwischt. Das Team von Coach Chris Lee hat Meister Halle bezwungen, den Lokalrivalen ECC Preussen ebenfalls und war zwischenzeitlich Tabellenführer. Wie jedes Jahr, besteht die Mannschaft aus älteren, erfahrenen Spielern und vielen aktiven oder ehemalige Eisbären Juniors. Mit einem durchschnittlichen Alter von etwa 21 Jahren, sind die Akademiker eines der jüngsten Teams der Liga. Um mehr herauszufinden, traf sich Boulette Ehrlich mit Justin Ludwig. Der 19jährige Stürmer, der seine Laufbahn in Weißwasser startete und die letzten drei Jahren bei den Eisbären Juniors spielte, sprach über seine Eindrücke der neuen Saison, seine persönliche Leistung und den richtigen Team-Mix bei FASS Berlin. Eis-Dynamo: Justin, diese Saison spielst Du ausschließlich für FASS Berlin, da Du jetzt einen ?Over Age?-Spieler bist und nicht mehr DNL spielen darfst. Welche Unterschiede zwischen der DNL und der Oberliga-Ost siehst Du? Justin Ludwig: Es gibt immer einen Unterschied zwischen dem Nachwuchs- und dem Männerbereich. Der größte Unterschied ist, daß das Spiel viel schneller, intensiver und körperbetonter ist. Durch das höhere Tempo, muß man viel schnellere Entscheidungen treffen. ED: Herzlichen Glückwunsch zum tollen Start in die Oberliga-Ost. FASS steht gut da und auch Du hast Deinen Beitrag dazu mit Toren und Vorlagen geleistet. Wie hast Du die ersten Saisonspiele erlebt? Immerhin konnten die Akademiker die ersten drei Spielen gewinnen unter anderem auswärts beim Oberliga-Meister in Halle. JL: Die Mannschaft hat einen guten Mix aus jungen und alten Spielern. Ich freue mich ein Teil dieses Teams zu sein. Wir verstehen uns untereinander sehr gut und jeder gibt sein Bestes. Ich versuche immer das Beste aus mir heraus zu holen. Der Saisonauftakt war super, besonders das Spiel gegen Halle. Vor so vielen Zuschauern zu spielen und dann noch zu gewinnen, war einfach klasse. Wenn wir weiter an uns arbeiten und uns stetig verbessern, sehe ich eine gute Chance, daß wir vorne mitspielen können. ED: Im Derby gegen den ECC Preussen hast Du ein Tor und eine Vorlage erzielt. Wie wichtig war der 4:1 Sieg für die Mannschaft? JL: Ein Derby ist immer etwas besonderes, das ist kein normales Spiel. Da sind viele Emotionen drin. Es war wichtig, daß wir gewonnen haben, alleine um unsere Leistung vom vorherigen Wochenende zu bestätigen. Und wenn dann noch ein Tor und eine Vorlage herausspringen, freut man sich um so mehr. ED: Wie würdest Du Deine Spielweise selbst beschreiben? Coach Lee gefällt Deine Kämpfermentalität und Charakterstärke. JL: Ich bin ein junger Spieler und ich glaube, es ist immer schwierig, sich selbst einzuschätzen. Ich denke, daß meine Qualitäten im kämpferischen Bereich liegen und ich so der Mannschaft am besten helfen kann. Ein Tor oder eine Vorlage sind dann immer eine schöne Ergänzung. ED: Du spielst in einer Reihe gemeinsam mit Deinem ehemaligen DNL-Mitstreiter Marcel Thome Viele andere DNLer wie Henry Haase oder Jonas Gerstung sind ebenfalls bei FASS im Kader. Hat Dir das geholfen, sich schneller an den Oberliga-Alltag zu gewöhnen? JL: Natürlich ist es eine Umstellung vom Nachwuchs in den Männerbereich. Da hat es mir schon geholfen, mit einem Spieler an meiner Seite zu spielen, den ich schon von der DNL kenne und mit dem ich mich blind verstehe. ED: Das FASS-Team besteht aus einem Mix aus Eisbären Juniors und ältere Spielern, die auch jenseits des Eises einem Beruf nachgehen müssen. Wie sieht es bei Dir aus? Bist du in der Ausbildung und wie wichtig ist es für Dich, ein zweites Standbein zu haben? JL: Momentan bin ich dabei mein Fachabitur zu machen. Heutzutage ist es sehr wichtig sich in den jungen Jahren, wo man noch die Chance hat, ein zweites Standbein zu schaffen. Es kann mit  Eishockey so schnell vorbei sein, wenn man sich z.B. schwer verletzt. ED: Wieso sollten, Deiner Meinung nach, Eisbären Fans auch den Kooperations-Partner FASS Berlin aunterstützen? JL: Das ist eine schwierige Frage. F.A.S.S. ist der Kooperationspartner hat aber auch eine eigene Identität, so wie die Eisbären auch ihre Identität haben. F.A.S.S. gibt jungen Spielern der Eisbären die Chance sich in der Oberliga weiterzuentwickeln. So können wir den Sprung in die 2. Bundesliga oder die DEL leichter schaffen. Daher fände ich es schon schön, wenn Fans von den Eisbären bei den Spielen zugegen sind. Zumal sie diese Spieler hoffentlich später auch in der O2-World wiedersehen werden und ihnen jetzt schon das richtige Eisbären-Feeling im Erika-Hess-Stadion geben können. Denn es gibt nichts Schöneres als vor einer großen Kulisse zu spielen.

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