» „50 Jahre - fühlt sich gut an!”

NACHGEFRAGT

Gerald Hagen, bis zu einer schweren Verletzung 1993 selbst aktiver Spieler beim BSchC und FASS, begleitet FASS Berlin seit 2003 als Pressesprecher und im Vorstand.

Herr Hagen, Gratulation zum 50 jährigen Bestehen von FASS Berlin. Was bedeutet Ihnen dieses Jubiläum?

Gerald Hagen: „Der Geburtstag ist der schönste Tag im Jahr! Und wenn er rund ist, umso mehr. Der F.A.S.S. e.V. Berlin - Die Akademiker entwickelte sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der größten Eishockeyvereine in Berlin und zum führenden Eishockeyverein im Amateurbereich des Hauptstadteishockeys. So vertreten wir Berlin als stärkster Verein in der Oberliga Ost. An eine solche Entwicklung haben die Gründungsväter und die folgenden Spielergenerationen der 70er-, 80er-und 90er-Jahre mit Sicherheit nicht geglaubt. Aber ich kann Ihnen sagen, es fühlt sich gut an."

Neben einem neuen Logo und vielen Beiträgen mit Rückblicken hat FASS noch weitere Überraschungen für seine Fans und Anhänger versprochen. Können Sie schon etwas verraten?

Gerald Hagen: „Wir sind mitten in der Planung. Mehr darf ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten. Da müssen Sie noch bis zum Saisonstart am 5. Oktober warten."

Ausgerechnet in der Geburtstagssaison zieht die Oberligamannschaft vom Erika-Hess-Eisstadion nach Hohenschönhausen ins Sportforum, der einstigen Heimat der Eisbären. Für viele Fans bestimmt kein einfacher Schritt, oder?

Gerald Hagen: „Für manchen Fan ist es entfernungstechnisch und aus Tradition unverständlich, aber durch die Fertigstellung der Eishalle P9 und den Umzug des ECC und der Oberligamannschaft konnten wir dadurch unseren Nachwuchs endlich zentralisiert im Wedding stationieren. Von der Laufschule bis zur 1 b im Wedding. Gerade für die Eltern ist. dies ein großer Vorteil, nicht mehr jede Woche zwischen den anderen Eisstadien in Neukölln, Lankwitz, Paul-Heyse-Straße hin und her fahren zu müssen. Besonders für die Eltern mit mehr als einem Kind im Verein. Für unser Oberligateam sind die Trainingsbedingungen deutlich besser geworden. Aber die Heimat vom FASS ist weiterhin der Wedding. Der FASS besteht aus rund 300 Eissportlern, nicht nur aus dem Oberligateam."

FASS ist präsenter geworden, vor allem im Internet Welche neuen Wege beschreiten die Akademiker in der Öffentlichkeitsarbeit?

Gerald Hagen: „In der Sportstadt Berlin ist es für ein Oberligateam im Eishockey nahezu unmöglich, sich in der Printpresse, das meistverbreitete Medium zu präsentieren. Daher nutzen wir sehr intensiv das Internet. Im Zeitalter von Youtube, Facebook und Twitter kann man mit seinen Fans direkt in Kontakt treten und sie einbeziehen."

Mit welchen Mitteln realisieren Sie das? Gemeinhin geht man ja davon aus, dass eine funktionierende Öffentlichkeitsarbeit nicht umsonst zu haben ist.

Gerald Hagen: „Wir haben ein kleines Team, das Ideen ausarbeitet und umsetzt. Und das alles ehrenamtlich und in der knappen Freizeit. Natürlich profitieren wir auch vom Know-how von unseren Kooperationspartnern, wobei nicht alles, was im Profibereich funktioniert, eins zu eins auf die Oberliga umzusetzen geht."

Wie ist die Resonanz bisher? Was erhoffen Sie sich zum Beispiel in Sachen Zuschauerzuspruch, Sponsoreninteresse etc.?

Gerald Hagen: „Der Zuspruch im Netz ist enorm. Die Zugriffszahlen sind mehr als zufriedenstellend. Wir haben unseren Bekanntheitsgrad vergrößert und hoffen natürlich, dass sich der Zuschauerzuspruch auch vergrößert. Aber das ist ein langer Weg und gelingt nicht von heute auf morgen. Besonders bemerkbar hat sich das bei unseren Spielerpatenschaften gemacht. Wir haben für fast alle Spieler bereits zwei Paten vermitteln können. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Interview: Sabine Becker Eishockey News

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