Zu den Spielberichten vom Finaltag: hier
F.A.S.S. e. V. Berlin vs. Rostocker EC - 10:00/Spiel beendet
Im Eröffnungsspiel des Knaben-Cups geriet das Team von FASS gegen die Piranhas schon in der zweiten Spielminute in Rückstand (01:26, Lennart Scheltz), konnte sich danach aber fangen und in der 13. Minute durch Shaun Postelnik ausgleichen. Aber nur 80 Sekunden später lagen die Piranhas wieder vorn; Lukas Richter konnte das 1:2 erzielen, was auch den Halbzeitstand markierte.
Nach der Halbzeit baute das Team von der Ostsee durch einen Alleingang von Florian Stockel seine Führung aus (17.). Die Mannschaft von Trainer Pascal Kube hatte danach zwar mehr Spielanteile, die Piranhas blieben aber durch ihre Konter gefährlich. Das 1:4 eben über so einen Konter von Lukas Richter in der 28. Spielminute war dann auch praktisch die Vorentscheidung. Das 2:4 exakt eine Minute vor dem Ende durch Andrej Renner bedeutete nochmal Ergebniskosmetik, aber letztlich blieb es dabei. Rostock damit mit dem optimalen Start, FASS muss um den Halbfinaleinzug bangen.
OSC Berlin vs. Hannover Indians - 11:00/Spiel beendet
Im zweiten Spiel begann es gut für das zweite Berliner Team, denn schon nach 60 Sekunden konnte Norman Schumann die Führung für den OSC markieren. Die Hannoveraner drückten danach auf das von Lilly-Ann Riesner gehütete OSC-Gehäuse, der Ausgleich durch Laurin Rutz war die Folge (5.). Die Leinestädter blieben spielbestimmend, zum Ende der ersten Hälfte war jedoch der OSC wieder besser in der Partie und vergab teils gute Möglichkeiten. Es blieb aber beim 1:1 nach 15 Minuten.
Bis zur 23. Minute war es dann ein ausgeglichenes Spiel, ehe Frederic Hartje nach einem langen Pass von Lukas Greschuchna das 1:2 für die indians erzielen konnte. Der OSC um den Ausgleich bemüht, kassierte aber in der 27. Minute wiederum durch Frederic Hartje das 1:3. 45 Sekunden vor Spielende fiel zwar noch der Anschlusstreffer durch Florian Milde, die restlichen Sekunden brachten die Indians aber über die Zeit.
Rostocker EC vs. SV Salzgittersee - 12:00/Spiel beendet
Der erste gute Angriff der Rostocker nach 90 Sekunden brachte auch gleich die Führung für die Ostseestädter; ein Rückhandschuss von Peter Braun landete hinter Jona Friedrich im Tor der Niedersachsen. Der Ausgleich ließ jedoch nicht lange auf sich warten, nach knapp drei Minuten war es Nikita Arndt, der zum 1:1 einnetzte. Und der legte nach fünfeinhalb Minuten noch einen drauf zum 1:2 für die Mannschaft vom Salzgittersee. Beide Teams hatten bis zur Halbzeit zwar noch ihre Möglichkeiten; Tore fielen jedoch in diesem ersten Abschnitt nicht mehr.
Torwartwechsel in der Pause bei Salzgitter, Leon Züchner kam für Jona Friedrich. Mehr zu tun hatte jedoch Lenny Scharf auf Rostocker Seite, der sein Team vor einem höheren Rückstand bewahrte. Wie es aber so ist im Eishockey; wenn man die eigenen Chancen nicht verwertet, macht es eben der Gegner. Die Piranhas glichen in der 28. Minute durch Nicolas Wild aus. Salzgitter blieb zwar spielbestimmend, aber ein Konter durch Peter Braun ließ die Rostocker erneut jubeln (3:2, 32.). Es war die Entscheidung und die Piranhas damit als erstes Team im Halbfinale.
Hannover Indians vs. Divci Hokey - 13:00/Spiel beendet
Der erste Auftritt der internationalen Mädchenauswahl, die neben den zehn Spielerinnen aus Tschechien auch noch Heidi Bruce/FIN, Muriel Scheuerlein (beide ECC), Aliyah Sarauer (OSC), Helen George und Sarah Wyrwas (beide F.A.S.S.) aufboten. Dass die Mädchen absolut ernst zu nehmen waren, bewiesen sie von Anfang an und es war Indians-Schlussmann Arne Hatnik zu verdanken, dass es zur Halbzeit "nur" 0:0 stand. Die besseren Chancen und auch mehr Spielanteile hatten in den ersten 15 Minuten ganz klar die "Mädels".
Dieses Spiel setzte sich auch im zweiten Abschnitt fort; Chancen für die Indians ergaben sich nur durch Konter. Die beste Chance zur Führung hatte Tereza Topolska, doch sie scheiterte in der 23. Minute freistehend am Hannoveraner Goalie, der sich weiterhin über fehlende "Arbeit" nicht beklagen konnte. In den letzten beiden Minuten fand dann auch Hannover endlich ins Spiel, aber letztlich blieb es bei diesem - man muss es so sagen - für die Indians glücklichen Unentschieden, die damit ebenfalls das Halbfinale erreichen.
SV Salzgittersee vs. F.A.S.S. e. V. Berlin - 14:00/Spiel beendet
FASS muss gewinnen, um ins Halbfinale zu kommen; Salzgitter reicht wegen des besseren Torverhältnisses ein Unentschieden. Nach ausgeglichenem Beginn waren es die Niedersachsen, die in Führung gingen (9., Lukas Viet). In der 12. Minute konnte jedoch Jakub Kadlec ausgleichen. Mit diesem 1:1 ging es auch in die Pause.
Ausgeglichen auch der Start in die zweite Hälfte, kein Team konnte sich zunächst den entscheidenden Vorteil erspielen. Die Salzgitteraner verlegten sich im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte mehr auf das Konterspiel; bei drei dieser Attacken war es Björn Nickel zu verdanken, dass es beim 1:1 blieb. Nach einer Auseinandersetzung in der 27. Minute musste Shaun Postelnik mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis, sein Gegenüber Lukas Vit von den Young Steel Bullets kam mit zwei kleinen Strafen davon. Das war aber der Weckruf für FASS, denn kurz danach konnte Jonas Küller die Führung erzielen. Es blieb schließlich dabei und FASS erreichte dadurch ebenfalls das Halbfinale.
OSC Berlin vs. Divci Hokey - 15:00/Spiel beendet
Die Ausgangsposition ist klar. Der OSC muss gewinnen, den Mädels reicht ein Unentschieden. Spielen sie aber so auf wie gegen Hannover, dürfte dem Halbfinaleinzug nichts entgegen stehen. In der achten Minute erster Jubel bei den Mädels, aber Muriel Scheuerlein traf nur das Außennetz. 30 Sekunden später machte sie es dann richtig und erzielte das 1:0. Die jungen Damen auch danach besser, sie vergaßen aber nachzulegen, so dass es mit dem 1:0 in die Pause ging.
Zur zweiten Hälfte Torwartwechsel beim OSC, Lilly-Ann Riesner nun im Kasten. Der OSC muss jetzt was tun, sonst ist für Sonntag frühes Aufstehen angesagt. Nach gut fünf Minuten in der zweiten Hälfte ein unveränderter Spielstand, die Mädels verwalten das Spiel mit der Führung im Rücken sehr gut. Florian Milde hatte in der 27. Minute die Chance zum Ausgleich, Ludmila Jerabkova im Tor der "Young Ladies" blieb in diesem Duell jedoch Sieger. In der 28. Minute war das Spiel wegen einer Verletzung von Martina Zednikova unterbrochen. Es war jedoch nicht so schlimm, Martina konnte anschließend weitermachen. Dadurch verloren die Mädels ein wenig den Faden und der OSC konnte in 30. Minute durch Florian Milde ausgleichen. Mehr war aber nicht drin, so dass die Mädels als letztes Team ins Halbfinale einzogen. Für den OSC bleibt nur das Spiel um Platz 5.
Vor den Halbfinalspielen wurde übrigens noch der Penaltykönig gekürt. Jakub Kadlec war lange im Rennen, doch "König" wurde er nicht. Denn der König war eine Königin, da sich Muriel Scheuerlein (Divci/ECC) vor Moritz Miguez (OSC) durchsetzte.
Rostocker EC vs. Divci Hokey - HF1, 16:30/Spiel beendet
Gespielt werden nun 3 x 20 Minuten. Eine Prognose zu stellen ist schwer, denn beide Teams haben sich in der Vorrunde gut verkauft. In Führung gingen die jungen Damen in der fünften Spielminute; eine Vorlage von Aliyah Sarauer schoss Muriel Scheuerlein zum 0:1 ein. Und die Mädels legten nach. Erst erhöhte Martina Zednikova in der 13. Minute auf 0:2; dann war es Aliyah Sarauer, die das Ergebnis auf 0:3 schraubte. Rostock nahm dann erstmal eine Auszeit, die aber auch nicht allzu viel brachte. Kurz danach erhöhte Aliyah Sarauer auf 0:4. Eine Strafzeit gegen den REC nutzten die Mädels dann gar zum 0:5, Muriel Scheuerlein erzielte ebenfalls ihren zweiten Treffer in diesem Spiel. Damit ging es auch in die erste Drittelpause.
Im zweiten Drittel ließ es das Team von Divci ein wenig ruhiger angehen, in den ersten fünf Minuten waren Torchancen Mangelware. Als sich Ludmila Jerabkova in der 27. Minute zu weit aus ihrem Kasten wagte, war es Peter Braun, der die junge Torhüterin umkurven und zum zum 1:5 einschießen konnte. Die Antwort erfolgte aber postwendend, Muriel Scheuerlein erhöhte mit ihrem dritten Treffer auf 1:6 und nur eine Minute später Laura Lukoviny auf 1:7. Und die Mädels machten nun das, was sie in den ersten beiden Spielen versäumt hatten: Sie verwerteten ihre Chancen, auch wenn sie noch so klein waren. Martina Zednikova erzielte in der 32. Minute das 1:8 und 35 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels war es dann Viktorie Vanerkova, die zum 1:9 einschoss.
Zweistellig wurde es dann in der 50. Spielminute, als Michaela Jurcova auf 1:10 erhöhen konnte, für das 1:11 sorgte Muriel Scheuerlein nur eine Minute später. Bis zum Ende passierte dann nicht mehr viel. Die Mädels hatten zwar noch ihre Chancen und ließen den REC teilweise auch nicht aus seinem Drittel kommen, doch schließlich blieb es bei diesem 1:11. Rostock nun um Platz 3 und die Mädels könnten am morgigen Tage ihre gute Leistung mit dem Turniersieg krönen.
F.A.S.S. e. V. Berlin vs. Hannover Indians HF 2, 18:15/Spiel beendet
Gesucht wird der zweite Finalteilnehmer. Ein verhaltener Beginn von beiden Teams, "Abtasten" ist angesagt. In der sechsten Minute die erste große Chance für die Indians, doch Jan Oltersdorf im Tor von FASS ist mit dem Kopf da. Nach gut zehn Minuten steht es weiterhin 0:0, mehr Spielanteile aber bei den Hannoveranern. In der 13. Minute die nächste große Chance für die Indians, doch Frederic Hartje schießt aus zwei Metern am Tor vorbei. Nach 18 Minuten weiterhin 0:0, doch die Indians drücken immer mehr: ein Treffer für die Gäste scheint hier nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Es bleibt aber bei dem torlosen Unentschieden und die Pause kommt zur richtigen Zeit.
Im zweiten Abschnitt dann gleich Chancen auf beiden Seiten. Erst schoss Marvin Ahl knapp am Indians-Kasten vorbei, im Gegenzug blieb Jan Oltersdorf im Gewühl vor seinem eigenen Tor Herr des Geschehens. In der 24. Minute war es dann aber doch geschehen, nach Vorlage von Frederic Hartje konnte Yannic Diedloff die Führung für die Indians erzielen. Jan Oltersdorf blieb auch danach im Mittelpunkt, doch er hielt seine Mannschaft im Spiel. Aber in der 32. Minute war auch er machtlos, ein Alleingang von Alexander Dirks brachte das 0:2. 0:3 hieß es dann in der 35. Minute und nochmals war es das Duo Hartje/Diedloff. Vor der zweiten Drittelpause fiel dann sogar noch das 0:4, dass Niklas Dalsch erzielen konnte.
Im letzten Drittel begann FASS besser, doch Jonas Küller scheiterte in der 43. Minute am Indians-Schlussmann. Schade, aber es kam noch schlimmer, denn im direkten Gegenzug erhöhte Kai Steinmann auf 0:5. Hoffnung dann in der 47. Minute, als Theodor Mathea nach Vorlage von Marvin Ahl das 1:5 erzielte. Eishockey kann doch so einfach sein: ein Pass, Verteidigung ausgehebelt, Ergebnis: Tor. In der 49. Minute Torwartwechsel bei FASS - Björn Nickel nun im Kasten. Doch auch er musste hinter sich greifen, denn Robin Boße konnte in der 52. Minute auf 1:6 erhöhen und Lukas Greschuchna in der 55. auf 1:7. Das 1:8 in der 58. Spielminute durch Kai Steinmann war dann der Schlusspunkt in einer Partie, die eigentlich garnicht so schlecht begonnen hatte. Hannover damit im Finale gegen die Mädels, aber die kennen sich ja bereits. FASS bekommt es im Spiel um Platz 3 mit den Piranhas zu tun.