» Kommentar: Sommertheater 2009/10

Es ist ja schon Tradition, dass die Ligenzusammensetzungen im Bereich der Oberliga recht spät erfolgen. Lag meist am Lizenzierungsverfahren, oder was man bei der ESBG darunter versteht. Dennoch konnte recht gut zugeordnet werden, welcher Verein in welcher Liga antreten wird. Dieses Jahr aber ist selbst das noch nicht möglich. Dabei war ja recht früh klar, dass die geplante ?Umstrukturierung? in der Oberliga nicht stattfinden wird. Schließlich haben das einige Vereinsvertreter schon sehr früh deutlich gemacht. Warum aber werden die wahrscheinlich selbst nicht verstehen. Aber das ist ein anderes Thema. Mit 8 ? 10 Vereinen wird für die Oberliga geplant. Nur wo sollen die herkommen? Braunlage hat schon im Vorfeld auf sein Aufstiegsrecht verzichtet. Rostock plant eher für die Regionalliga Nord. Der ECC Preussen Juniors Berlin ebenfalls. In Halle liebäugelt man inzwischen auch mit der Regionalliga. Bleiben für die Oberliga aus dem Bereich Ost noch Leipzig, um die es sehr still geworden ist, und die Eisbären Juniors Berlin. Womit wir beim Hauptthema wären, dem Unterbau der Oberliga, der Regionalliga. Denn der ECC, Halle und Rostock haben klar gesagt, dass sie nur in einer 10er Oberliga antreten werden. Rostock wird sicherlich in der Regionalliga Nord aufgenommen, schließlich spielt deren Nachwuchs schon seit Jahren unter dem Dach des NEV. Beim ECC bin ich mir nicht sicher, ob das klappt. Ich frag mich aber auch, was die da überhaupt wollen. Die abgelaufene Regionalligasaison hat gezeigt, dass die Regio Ost qualitativ interessant ist. Na gut, ein Verein hatte die Seuche, aber so was passiert jedem Mal ? In der Liga ging es spannend zu, bis zum Ende wurde um bestimmte Plätze gekämpft. Auch die Zuschauerzahlen waren sehr gut. Der Schnitt in der Vorrunde lag bei ca. 500, ein Schnitt von dem mancher Oberligist träumt. Warum also diese Liga verlassen? Zumal sie ja noch interessanter werden könnte. Fest stehen als Teilnehmer Chemnitz, Erfurt, FASS, Jonsdorf und Niesky. Sachsenligameister ESC Dresden e. V. (Stammverein von Zweitligist Dresdner Eislöwen) hat Interesse an einem Start in der Regio signalisiert. Hinter dem ECC (Regio Nord) und Schönheide (Insolvenz) stehen noch kleine Fragezeichen. Mal angenommen, beide starten und es käme dann auch noch Halle dazu, würde die Liga qualitativ noch besser werden. Wenn es wirklich eine Liga mit acht oder neun Vereinen geben würde, wäre auch der Modus kein Problem. Sofern die Vereine einsehen, dass es bei ca. 30 Vorrundenspielen bleiben wird. Bei einer Doppelrunde mit acht Vereinen würde man auf 28 Spiele kommen, bei neun Vereinen auf 32. Beides wäre für alle machbar. Was danach kommt, ist eine ganz andere Frage. Schön wäre natürlich eine Verzahnung mit anderen Landesverbänden. Hätte für manche Vereine auch einen Vorteil. Denn es kann ja mal passieren, dass man in einer der dann folgenden Runden scheitert ? Aber das sind natürlich nur Gedankenspiele. Und solange sich die Vereine nicht entscheiden, wo sie denn nun spielen, werden es auch nur solche bleiben. Was bin ich doch froh, dass ich weder als Fan noch als Verantwortlicher irgendetwas mit einem Verein zu tun habe. Die Lust etwas zu tun, wäre mir wahrscheinlich schon vergangen. So geht mir das Theater zwar auch langsam auf den Keks, dennoch kann ich das Ganze relativ entspannt als Zuschauer genießen. In diesem Sinne Euer vereinsloser Noppe Norbert Stramm für Radio Eiskalt

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