» Preussen ziehen nicht aus der Deutschlandhalle

Die LKWs waren auch schon angemietet. Doch in letzter Sekunde stoppten die Charlottenburger den Auszug und hoffen wieder, die nächsten beiden Jahre in der Arena bleiben zu können. Bis vor kurzem war die Aussicht darauf noch gleich null, der Beschluss zum baldigen Abriss der geschichtsträchtigen Halle steht. Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen in den vergangenen Tagen verändert, so dass das letzte Wort in der Angelegenheit noch nicht gesprochen scheint. So sollte als Ausweichquartier bis zur Fertigstellung einer neuen Halle an der Glockenturmstraße in zwei Jahren eine Tragluftkonstruktion neben dem Erika-Hess-Stadion in Wedding errichtet werden - vorrangig zum Trainings- und Spielbetrieb des Nachwuchses. Doch der Bezirk Mitte verhängte kürzlich eine Haushaltssperre. Alle neuen Bauvorhaben dürften damit stark gefährdet sein. Zudem soll die Übergangslösung teurer werden als der Unterhalt der Deutschlandhalle. Dies war vorher als nicht akzeptabel dargestellt worden. Unterstützung erhalten die Preussen vom Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Der kündigte an, den Antrag auf Abriss abzulehnen und die Deutschlandhalle stattdessen von der Messe Berlin übernehmen zu wollen. Die Situation ist verfahren. Wo die Preussen, die gerade in die Dritte Liga aufgestiegen sind, nächste Saison spielen, lässt sich derzeit kaum sagen. Quelle: Berliner Morgenpost/mst v. 18.05.09 Und hier auch noch die dazugehörige Pressemitteilung des Bezirksamtes Mitte: Bezirksamt Mitte erlässt Haushaltssperre Pressemitteilung Nr. 216/2009 vom 14.05.2009 Das Bezirksamt Mitte hat auf Vorlage des Bezirksstadtrats für Jugend und Finanzen am 05. Mai 2009 eine ab sofort gültige Haushaltssperre erlassen. Es dürfen vom Bezirksamt nur noch die unbedingt notwendigen Ausgaben geleistet werden, um bestehende Einrichtungen zu erhalten, gesetzliche Aufgaben und rechtliche Verpflichtungen zu erfüllen, Bauvorhaben weiterzuführen und eine ordnungsgemäße Tätigkeit der Verwaltung aufrechtzuerhalten. Alle Bereiche sind gezwungen, ihre Tätigkeiten und Maßnahmen einer strengen Prüfung zu unterziehen, ob ihre Entscheidungen sachlich absolut notwendig und zeitlich unaufschiebbar sind. Nur die im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Konjunkturpaket II stehenden Vorhaben sind davon ausgenommen. Hintergrund für diese Entscheidung ist das schlechte Jahresabschlussergebnis für das Jahr 2008, in dem der Bezirk Mitte einen isolierten (ohne Vorträge aus Vorjahren) Fehlbetrag von rd. 7,7 Mio. ? erzielt hat, der maßgeblich auf die Nichterstattung von Mehrausgaben im Bereich der Hilfen in besonderen Lebenslagen und der Hilfen zur Erziehung durch den Senat zurückzuführen ist. Die Analyse der aktuellen Haushaltsdaten für das Jahr 2009 weist erneut auf Besorgnis erregende Ausgabenentwicklungen vor allem im Bereich der Transferausgaben hin bei gleichzeitig erheblichem Rückgang der Einnahmen. Quelle: Bezirksamt Mitte auf Berlin.de

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