» Aus dem Norden ...

Im Eishockeysport gibt es zur Saison 2009/2010 eine neue Kooperation. Der REV Bremerhaven wird mit dem Bremer EC eine Spielgemeinschaft bilden. Beide Vereine möchten eine Mannschaft in der Männer-Regionalliga an den Start bringen. ?Wir können jetzt einen Weg nach vorne gehen, statt nach hinten?, sagt der REV-Vorsitzende Dr. Joachim Keidel. Beide Klubs möchten von der Zusammenarbeit profitieren. Und das scheint durchaus machbar zu sein. Wichtigster Punkt der Kooperation: Alle Heimspiele der neu formierten Regionalliga-Truppe sollen im Paradice, der Eis-Arena im Bremer Stadtteil Walle, stattfinden. Momentan spielt das Eishockey in der Landeshauptstadt nur eine Nebenrolle. Der Bremer EC dümpelt auf der Nebenfläche des Paradice herum, die größere der beiden Flächen, ausgestattet mit Tribünen, ist dem Publikumslauf vorbehalten. In Bremerhaven stimmt zwar die sportliche Bilanz ? der REV steht auf Platz eins der Verbandsliga ?, aber mehr als 40 Zuschauer verirren sich selten zu den Punktspielen am Wilhelm-Kaisen-Platz. Nun soll alles besser werden. Beide Vereine haben sich mit dem Betreiber des Paradice, der Bremer Bäder GmbH, darauf geeinigt, dass zur neuen Saison auf der Hauptfläche gespielt werden darf. ?Wir haben ein riesiges Potenzial in Bremen?, sagt Keidel. ?500 Zuschauer pro Spiel sind durchaus machbar. Natürlich müssen wir auch Werbung machen.? Ohne Kooperation würde der REV auf sein Aufstiegsrecht für die Regionalliga wohl verzichten. In Bremerhaven, so Keidel, sei diese Liga mit weiten Auswärtsfahrten und einem hohen Kostenaufwand nicht machbar. Zudem sind freie Spiel- und Trainingszeiten am Kaisenplatz absolute Mangelware. Trotz des geplanten Aufstiegs in die Regionalliga plant der Stammverein der Fischtown Pinguins, ein neues Team für die Verbandsliga zu melden. Eishockey in der Seestadt, so scheint es, erlebt einen Boom. Der Spielbetrieb in der Regionalliga soll unter Amateurbedingungen stattfinden. Geld für teure Profis gibt es nicht. Der REV, der Bremer EC und der Bremer Eis- und Rollsport-Verband, der die Kooperation begrüßt, planen mit einem Etat in Höhe von 70000 Euro. Der ist, wenn alles glatt läuft, über Sponsoring und Zuschauereinnahmen gedeckt. Die Mitglieder der städtischen Deputation für Sport in Bremen unterstützen das Projekt: Sie stellen eine Ausfallbürgschaft über 35 000 Euro zur Verfügung. Trainer des Teams wird Tray Tuomie. Unterstützt wird er dabei von den Nachwuchstrainern Dieter Blum und Rouven Wisotzka. Quelle: Schulte-Info.de

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