» Kampf um Deutschlandhalle geht weiter / Bauprojekt Eissporthalle P9 vorgestellt

Bevor es um den Neubau an der "Glocke" ging, erklärte der Baustadtrat des Bezirks Klaus Dieter Gröhler, das der Bezirk den Antrag der Messe auf Abriss der Deutschlandhalle abgelehnt wird. Der Antrag geht nun zum Landesdenkmalamt. Erteilt dieses eine Erlaubnis zum Abriss, muss die oberste Behörde Berlins über den Abriss entscheiden. Da es hier direkten Einfluss seitens des Senats gibt, wäre die Halle wahrscheinlich nicht mehr zu retten. Verweigert das Amt den Abriss, stehen die Chancen zur Erhaltung der Halle sehr gut. Denn dann müsste der Senat das Denkmalschutzgesetzt ändern, um das von der Messe ungeliebte Objekt loszuwerden. Der Bezirk Charlottenburg/Wilmersdorf wird weiter für den Erhalt der Halle kämpfen. Minimalziel ist zunächst, die Halle wenigstens bis 2011 dem Eissport zur Verfügung zu stellen. Gebaut wird auf jeden Fall auf dem Gelände des Parkplatzes 9 an der Glockenturmstraße eine neue Eishalle. Der Parkplatz war schon immer ein als Gelände für ein Sportprojekt gedacht. Nach über 20 Jahren Planung geht es nun endlich los. Nach Beendigung der Leichtathletik WM (15.08. - 23.08.2009) ist Baubeginn für das 13 Millionenprojekt. Als Bauzeit werden 20 Monate eingeplant. Bis zur Frauenfußballweltmeisterschaft 2011 müssen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Das Projekt beinhaltet zwei Eisflächen. Eine wird an zwei Seiten offen sein, eine komplett überdacht. Die Kapazität beträgt 1000 Zuschauer. Mehr war in den Plänen des Senats, die der Bezirk als ausführendes Organ umsetzen muss, nicht vorgesehen. Die Anlage wird nach Energie- und damit Kostensparend gebaut. So werden zum Beispiel Warm- und Kaltbereiche strikt von einander getrennt. Die größten Probleme beim Bau stellt der Untergrund da. Dieser besteht aus Bauschuttaufschüttungen, die noch aus Zeiten nach dem 2. Weltkrieg stammen. Dennoch ist der Bezirk, der auch Betreiber der Anlage sein wird, zuversichtlich, den Bau in den vorgesehenen 20 Monaten abzuschließen. Änderungen am Bauplan sind nicht mehr möglich, da dann der komplette Bau neu geplant werden müsste. In der Eislosen Zeit steht die Sportanlage auch anderen Sportarten, wie zum Beispiel Inlinehockey, zur Verfügung. Im Winter wird auf der Freifläche auch öffentlicher Eislauf angeboten. Ansonsten steht die Anlage überwiegend dem Nachwuchs- und Amateursport zur Verfügung. Norbert Stramm für Radio Eiskalt

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