» Denkmalamt stimmt gegen Abriss der Deutschlandhalle

Der Abriss der Deutschlandhalle verzögert sich. Am Donnerstag hat die Denkmalschutzbehörde Charlottenburg-Wilmersdorf den Abbruch-Antrag der Messe Berlin abgelehnt. Die Pflicht zur Erhaltung des Denkmals würde nur bei einer wirtschaftlichen Unzumutbarkeit entfallen. Doch diese liegt nach Einschätzung der Behörde nicht vor, da ?der Eigentümer und der Nutzer die Instandhaltung des Baudenkmals absichtlich jahrelang unterlassen hat?. Wie Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) mitteilte, hätte die Denkmalschützer die Argumentation der Messe nicht überzeugt, sie benötige die Fläche für den Neubau einer Ausstellungshalle. Bis heute gebe es etliche nicht genutzte Reserveflächen auf dem Messegelände. Unterstützung erhält der Bezirk vom Rat für Stadtentwicklung. Er fordert, das Wettbewerbsverfahren für eine neue Ausstellungshalle auf dem Areal der Deutschlandhalle ?unverzüglich zu beenden?. Stattdessen soll ein Interessenbekundungsverfahren für potenzielle Betreiber der Deutschlandhalle eingeleitet werden. Uwe Hameyer, Mitglied des Rates, schlägt zudem vor, Instandsetzung und Umbau der Deutschlandhalle in drei Gutachten zu untersuchen. Über die Ablehnung des Abriss-Antrages muss nun das Landesdenkmalamt entscheiden. Gröhler hoffe, dass es dabei fachlich entschieden wird und nicht nur aufgrund politischer Anweisungen. ?Noch kann die traditionsreiche Deutschlandhalle gerettet werden?, sagte er. Gleichzeitig hat sich herausgestellt, dass der Bau der geplanten Ersatzsporthalle am Erika-Heß-Stadion in Wedding wesentlich teurer als angenommen werden würde. Der Eissportverband spricht von annähernd zwei Millionen Euro. Darin sind die Betriebskosten noch nicht enthalten. Zum Vergleich: Die jährliche Bewirtschaftung der Deutschlandhalle für den Eissport liegt bei rund 1,1 Millionen Euro. Quelle: Berliner Morgenpost

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