» Ersatzhalle für Eissportler verzögert sich (mit Kommentar)

Es zeichne sich allerdings eine Verzögerung von bis zu drei Monaten ab, sagte er im Sportausschuss. Bei einer Bodenprüfung habe sich herausgestellt, dass eine Torflinse im Boden Veränderungen der Bauplanung erforderlich mache. Die Mehrkosten und den Zeitplan will Härtel nächste Woche mitteilen. Fest stehe, dass der Sport für die Deutschlandhalle keinen Mietvertrag mehr erhalte. Die Senatswirtschaftsverwaltung bleibe bei ihrer Auffassung, die Halle so schnell wie möglich abreißen zu wollen. Quelle: Berliner Morgenpost Dazu ein Kommentar von Norbert Stramm, Radio Eiskalt: Chaos um Ersatzhalle Auf den Berliner Eissport kommen chaotische Zeiten zu. Denn der Baubeginn - und damit auch die Fertigstellung des Ersatzbaus auf dem Gelände des Erika-Hess-Eisstadions - verzögert sich um einige Monate. Wie Sportstaatssekretär Thomas Härtel im Sportausschuss mitteilte, wurde bei einer Bodenprüfung festgestellt, dass eine Torflinse im Boden Veränderungen an der Bauplanung notwendig mache. Ein Problem, auf das schon bei der Planung hingewiesen wurde und somit bekannt war. Die Höhe der Mehrkosten und den neuen Zeitplan für den Ersatzbau will Härtel nächste Woche mitteilen. Gebaut werden soll die Ersatzlösung aber auf jeden Fall. Bezweifelt werden darf allerdings, ob eine Ersatzhalle überhaupt finanziell vertretbar ist. Für die Deutschlandhalle wird vom Senat als Betriebskosten ein Betrag von ca. 2,7 Millionen Euro pro Jahr angegeben. Diese teilen sich Messe (1,2) und Senat (1,5). Ob eine Summe von ca. 5,4 Millionen Euro für Bau, Unterhalt und Rückbau ausreichen, dürfte sehr fraglich sein. Und Mehrkosten in Zeiten von leeren Kassen sind wohl kaum zu verantworten. Eine Weiternutzung der Deutschlandhalle kommt für Härtel aber nicht in Frage. Die Senatswirtschaftsverwaltung will die Halle auch weiterhin so schnell wie möglich abreißen lassen. Da auch das Paul-Heyse-Stadion in der Saison 2009/10 dem Eishockeysport kaum zur Verfügung stehen wird, hier bekommen Olympiasportler zusätzliche Eiszeiten, erscheint in einigen Ligen - Nachwuchs (ca. 15 Mannschaften, Eisbären Juniors nicht mitgerechnet), Landesliga (acht Teams) oder Sachsenliga (ESCB) - der Spielbetrieb mehr als fraglich, vom Training ganz zu schweigen. Ein regelmäßiger Spiel- und Trainingsbetrieb im Bereich der Oberliga (eine Entscheidung des ECC Preussen Juniors steht ja dazu noch aus) und der Regionalliga Ost (FASS Berlin, ggf. auch ECC Preussen Juniors) dürfte somit nach den vorliegenden Fakten auch kaum möglich sein. Umso wichtiger wäre es eigentlich, dass der BEV endlich beginnt, öffentlich um einen Weiterbetrieb der Deutschlandhalle zu kämpfen. Bisher wird nur im stillen Kämmerlein mit dem Senat verhandelt. Und das, soviel kann man jetzt schon sagen, war ein sehr großer Fehler. Quelle/Link

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