» Eiskalt vor Ort: Wunder gibt es immer wieder

Heute fand der feierliche Spatenstich zum Bau der neuen Eissportanlage in der Glockenturmstraße statt. Seit über 30 Jahren hat Berlin auf diesen Augenblick gewartet, nun scheint es soweit zu sein und mit dem Bau der neuen Eishalle wird begonnen. Natürlich wurden bei diesem Anlass auch Reden gehalten. Der Baustadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf Klaus-Dieter Gröhler bedankte sich vor allem bei seiner Bauabteilung für die gute Planung und betonte noch einmal den engen Zeitplan. Außerdem gab er bekannt, dass der Bezirk ein neues Gutachten über eine mögliche Weiternutzung der Deutschlandhalle in Auftrag gegeben hat. Peinlich hingegen der Auftritt von Berlins Innensenator Klaus Körting. Dieser erklärte zwar, wie sehr er sich freut, dass nun endlich mit dem Bau der Eishalle begonnen werden kann, dann aber muss er diese Veranstaltung mit einer Sitzung im Abgeordnetenhaus verwechselt haben. Denn er beschwerte sich über die Steuerpläne der Bundesregierung, die vor allem zu Lasten der Länder gehen werden. Und dass bei Umsetzung der Pläne seine Vorhaben im Bereich Kindertagesstätten, Feuerwehr und ähnlichen gefährdet seien. Was ihn dazu bewog, dieses beim Spatenstich zum P9 zur Sprache zu bringen, wird wohl ein ewiges Geheimnis bleiben. Vermutlich soll aber keine Möglichkeit ungenutzt bleiben, um dem politischen Gegner eines auszuwischen; ob es passt oder nicht, spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Das Gelände ist inzwischen abgesperrt. Auf dem Baugelände sind auch schon die ersten Baufahrzeuge zu sehen. Begonnen wird mit den Pfahlbohrarbeiten. Der Spatenstich ist vollzogen. Ob aber wirklich gebaut wird und wie es mit den Arbeiten voran geht, werden wir weiter kontrollieren - versprochen. Und das nicht erst in 20 oder 30 Jahren, sondern in einigen Tagen. Norbert Stramm für Radio Eiskalt, wo ihr auch Bilder dazu findet.

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