» Berliner Volkswirt unverzichtbar bei Olympia-Gala

Denn der Berliner ist Teil der Show - und der einzige Deutsche, der sich beim besten Turnier der Olympiageschichte noch Hoffnungen auf das Halbfinale machen darf. Während für die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp das Highlight nach den Playoffs vorbei war, stand Winnekens im Viertelfinalmatch zwischen den USA und der Schweiz auf dem Eis. «Es war überragend, dass ich hier in der Runde der letzten Acht dabei sein konnte. Ich bin sehr zufrieden, wie die Spiele gelaufen sind», sagte der 25-Jährige anschließend der Deutschen Presse-Agentur dpa. Obwohl Winnekens von den Schiedsrichter-Beobachtern in seinen bisherigen vier Spielen gute Beurteilungen bekam, schätzt er seine Halbfinal-Chancen «eher gering ein». Die Konkurrenz sei groß und die anderen Linienrichter würden einen guten Job machen, betont er. Andererseits kommt es ihm entgegen, dass die deutschen Kufencracks nicht mehr dabei sind, denn Referees oder Linienrichter dürfen keine Partien der eigenen Nation leiten. Winnekens persönliches Highlight war die Vorrunden-Partie zwischen Weltmeister Russland und der Slowakei. Beim Bully gab er den Puck für Owetschkin frei. Sein Arbeitsbereich ist vor allem die neutrale Zone, wo Winnekens unter anderem für die Abseits-Entscheidungen zuständig ist. «Das Turnier ist überragend, es gibt mehr und härtere Checks, das Tempo ist viel höher als in der DEL», sagt Winnekens, der auch in der Deutschen Eishockey-Liga pfeift. Seitdem der Unparteiische von FASS Berlin vor fünf Jahren bei der U20-WM seine internationale Premiere gab, hat er sich im Ranking stetig nach oben gearbeitet. In Vancouver ist der studierte Volkswirt der Jüngste aller 14 Linienrichter. Da diese jedes Jahr an nur einem großen Turnier teilnehmen, wird er nicht bei der WM im Mai in Deutschland auf dem Eis stehen. Aber das sei nicht so schlimm. Winnekens: «Wenn ich die Wahl gehabt hätte zwischen Vancouver und der WM, hätte ich mich ohnehin für Olympia entschieden.»

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