» Auf zum Derby

Eishockey ist nichts für Langsame: Schließlich ist jedes einzelne Spielerduell packend, der Puck fliegt auf der spiegelglatten Eisfläche mit über 100 Km/h aufs Tor und gekämpft wird bis zur letzten Sekunde. Das ist dann das normale Eishockeyspiel. Es gibt aber auch noch diese besonderen Spiele, wenn zwei konkurrierende Mannschaften aus einer Region aufeinander treffen Und diese besonderen Spiele nennt man dann Derbys. Dabei ist es eigentlich völlig egal, auf welchem Tabellenplatz die beiden Mannschaften stehen, die Liga gerät in den Köpfen der Beteiligten für diese drei, vier Stunden in den Hintergrund. Irgendwie ist alles anders, man freut sich darauf, sehnt es geradezu herbei und wartet nur noch, dass endlich der Puck fällt. Und danach? Danach schleicht der Verlierer wie ein geprügelter Hund vom Eis und der Sieger wird von seinen Fans gefeiert, als ob soeben die Weltmeisterschaft errungen wurde. Dabei ist und war es ein Spiel wie jedes andere, nur halt ein Derby. Erklären kann man das mit logischen Worten nicht. Die Weddinger jedenfalls sind vorbereitet, wenn am kommenden Sonntag, dem 7. März, um 14 Uhr, wieder ein Lokalderby in der Erika-Hess Eishalle ansteht; denn die Spiele gegen den Lokalkonkurrenten aus Charlottenburg sind traditionell die am besten besuchten Duelle der Saison. In dieser Spielzeit liegen die Akademiker mit zwei Siegen aus drei Derbys vorn. Dabei bringt die Aussicht auf die drei erzielbaren Punkte beide Teams vor dem Spiel noch richtig in Schwung. Die Zielrichtung für das Team von FASS-Coach Chris Lee ist klar. Nur der Sieg zählt, um Tabellenplatz 6 zu festigen und vielleicht noch im Kampf um Platz 5 eingreifen zu können. Für Preussen-Coach Heiko Awizus zählt jeder Punkt im Kampf gegen die ?Rote Laterne?. Also, dabei sein und Daumen drücken, wenn es in der Erika-Hess Eishalle zum Derby gegen den ECC heißt: ?Und damit ist es Zeit zum Spielen!?

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