» Konstant spielen

Mit acht Spielen ist ein Viertel der Vorrunde gelaufen, drei Siegen stehen fünf Niederlagen gegenüber; die derzeitige Bilanz ist bei den Akademikern eher durchwachsen. Sieht man aber, dass die Mannschaft bei drei von den fünf verlorengegangenen Spielen in Führung ging, in fast allen Spielen über weite Strecken spielbestimmend war und Chancen ?bis zum Abwinken? hatte, relativiert sich diese durchwachsene Bilanz ziemlich schnell. Denn nicht das Spiel der Mannschaft verhinderte weitere Erfolge, sondern eher die fehlende Konstanz. Und so sieht es auch Coach Chris Lee: ?Wir müssen unser Spiel über 60 Minuten konstant durchspielen. Dann ist es egal, gegen wen wir spielen; eine Chance zu gewinnen oder wenigstens zu punkten haben wir dann immer.? Nun geht es am Sonnabend um 19.30 Uhr gegen den derzeitigen Tabellendritten, die Jonsdorfer Falken. Auch ein Beispiel für das Stichwort ?Konstanz?: Beim ersten Spiel im Falkenhorst unterlag man zwar 3:6, führte aber nach dem ersten Drittel noch mit 2:0. Da sowohl die DEL als auch die 2. Liga an diesem Wochenende wegen des Deutschland Cup pausieren, kann davon ausgegangen werden, dass die Mannschaft von Trainer Jaroslav Stastny Verstärkung vom Kooperationspartner und Zweitligisten ES Weißwasser erhält. Dann werden um 19.30 Uhr im Erika-Hess-Eisstadion Robert Handrick, Petr und Tomasz Gulda, Jakub Wiecki, Mike Mieszkowski sowie Jens Heyer für die Falken auflaufen. Aber auch im Team von Chris Lee wird es am Sonnabend einige Veränderungen geben. Henry Haase wird fehlen, da er beim Internationalen 4-Nationen-Turnier in der Slowakei für die deutsche U18-Nationalmannschaft im Einsatz ist. Dafür werden vom ETC Crimmitschau Dominik Bielke, Patrick Pohl, Steve Hanusch und von den Dresdener Eislöwen Jari Pietsch zum Einsatz kommen. Ein munteres Stelldichein von Zweitligaspielern steht den Fans also bevor und dieses ?Kooperationsderby? weckt irgendwo auch Erinnerungen an alte Zeiten, wo es zwischen Berlin und Weißwasser immer heiß her ging. Den Spielern, die am Sonnabend auf dem Eis stehen, wird das aber völlig egal sein, denn, mal abgesehen davon, dass die meisten von ihnen beim letzten Ost-Derby noch nicht mal geboren waren, da geht es nur um eines: Punkte für den F.A.S.S. oder Punkte für die Falken. Der Kampf um die berühmten Zentimeter Eis ist damit vorprogrammiert. Spielt das Team von Chris Lee sein Spiel auch noch konstant, bleiben die Punkte hoffentlich in Berlin und damit wäre man ein Stück näher an den Falken dran.

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