» Sein Name ist Haase ...

Ein blutjunger Berliner ist auf dem Weg in die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL: Henry Haase. ?Henry, wer?? Henry H-A-A-S-E ? ganz groß steht dieser Name in den Notizblöcken der Talentspäher. Der KURIER erklärt, warum. Einst spielte der 17-jährige Weddinger bei den Eisbären Juniors, inzwischen bei FASS Berlin in der Oberliga. Im vorläufigen Entry Draft, bei der sich die Klubs der nordamerikanischen Profiliga die Rechte an Talenten sichern, steht der Verteidiger auf Position 5. Die Chancen auf den Sprung über den großen Teich stehen also richtig gut. Haase: ?Ich wurde schon von einem Scout angesprochen, musste einen NHL-Fragebogen ausfüllen. Mein Traum ist natürlich die NHL, mein Lieblingsklub die Pittsburgh Penguins. Aber ich weiß, dass dieser Weg lang wird.? Schon mit 16 Jahren gab ?Klein-Henry? bei FASS sein Debüt ? damals noch in der Regionalliga. Seine Stärken: aggressive Körpersprache, gutes Stellungsspiel, blitzschneller Antritt. Bei 1,89 m Größe und 101 kg Gewicht ist Henry schon ein echtes Kraftpaket. Gegner, die sein Vater sein könnten, prallen an ihm ab wie lästige Fliegen. Haase: ?Ich will aber mein Gewicht auf 99 kg reduzieren, um noch schneller zu werden.? Ein Ausnahmetalent. Dennoch will Chris Lee, Sohn des Eisbären-Managers Peter-John Lee, den Teenager behutsam aufbauen. ?Henry bringt gute Voraussetzungen mit. Aber er muss noch viel lernen?, sagt der Chef-Coach von EHC-Kooperationspartner FASS. Und wenn es mit der NHL nicht klappt, gibt es ja immer noch die Eisbären und die DEL. Klar, dass Henry im Visier des EHC steht. Haase: ?Ich habe im Sommer schon bei den Eisbären-Profis mittrainiert, helfe auch in der DNL aus. Natürlich wäre es toll, wenn ich in der DEL eine Chance bekommen würde.? Wer sich davon überzeugen möchte, wie gut der Baby-Hüne (2 Tore/6 Vorlagen) schon ist, kann dies am Sonntag in der Oberliga tun. FASS spielt gegen die Icefighter Leipzig (14 Uhr/Erika-Hess-Eisstadion). Eiskämpfer aus Sachsen ? für Power-Henry genau der richtige Gegner? Mit freundlicher Genehmigung des: Berliner Kurier (Print- und Online-Ausgabe v. 10.12.10)

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