» Ach, wäre es doch ein Punktspiel gewesen...

In Zeiten der knappen Eiszeiten fährt man zu einem Trainingsspiel auch gern mal in die Ferne. Heute hieß das für die Jugend der Akademiker eine Reise an die Küste. Der Parkplatz am Erika-Hess-Eisstadion war gut gefüllt. Fast in kompletter Mannschaftsstärke von 18 Feldspielern und zwei Torhütern ging es Richtung Hamburg. Die Fahrt verlief ruhig, die Ankunft verzögerte sich ein wenig, es gibt in Hamburg auch noch andere Sportereignisse... Am Parkplatz endlich angekommen ging es in die Kabinen der Volksbankarena und dann zu Warm Up. Das ließ nicht?s Gutes erwarten. Während sich auf Hamburger Seite mehrere Spieler mit ?Gardemaß? erwärmten, verdiente der wirre Haufen der Hauptstädter diese Bezeichnung eher nicht. Manch bange Blicke an der Bande. Was wird denn jetzt kommen? Rein in?s Spiel. Die Gastgeber begannen druckvoll. Chancen im Drittel der Akademiker. Die Verteidigung arbeitete hart. Die Umstellungen in diesem Bereich von Trainer Michael Müller bewährten sich. Die ersten Minuten ging es auch mal in?s Drittel der Hanseaten. Doch dann in der fünften Minute ein Schlagschuss und das 0 : 1. Doch unsere Mannschaft steckte nicht auf. Sie kämpfte, die neu formierten Reihen gewöhnten sich immer mehr aneinander, es war dann ein ausgeglichenes Spiel. Und als dann Joey mit starkem Einsatz den Puck eroberte und Ta in der 13. Minute den Ausgleich erzielte, war der Jubel groß! Die Hausherren dann wieder wütender, aber der Verteidigungsriegel der Akademiker hielt. Das erste Drittel endete unentschieden. Der Mittelabschnitt begann verhaltener. Die Mannschaften ?tasteten sich ab?. Es gab einige Szenen, aber keine klaren Chancen. Es plätscherte so vor sich hin. Doch davon hatte Dustin irgendwann genug. In der 23. Minute sein schon bekannter und geschätzter Einsatz. Puckeroberung, die Linie runter ins gegnerischen Drittel,  vor?s Tor und Paul L. zur Führung!  Wer nun aber dachte die Hamburger werden jetzt richtig wütend, weit gefehlt. Ein eher zerfahrenes Drittel folgte. Einerseits waren es viele Fehler der Akademiker beim Wechseln, einige waren doch mit dem Zweitürensystem überfordert, andererseits sah man beim Gegner auch limitierte spielerische Mittel. Der geplante Torwartwechsel in der 30. Minute brachte keinen Bruch im Spiel. Im Gegenteil: Beide Goalies waren heute ein sicherer Rückhalt der Mannschaft. Der Schlussabschnitt begann wie das Mitteldrittel endete. Eher ereignislos. Mal der Puck da, dann wieder hier. Zwei Nachwuchsmannschaften auf ?Augenhöhe? spielten gegeneinander. Einige schöne Spielzüge, aber auch ruppige Szenen waren zu sehen. Aber zum Ende des Spieles dann doch noch Dramatik. Zuerst der Ausgleich der Hamburger in der 54. Minute. Danach einige unschöne Szenen der Gastgeber, die einige Strafen einbrachten. Ab der 55. Minute sogar eine fünf gegen drei Überzahl für die Hauptstädter. Doch diese wurde nicht genutzt. Das konsequente Reihenwechseln von Trainer Michael Müller bescherte unseren unerfahrenen Spielern Eiszeit und man sah, dass sie da noch viel lernen müssen. Strafen abgelaufen. Noch eine knappe Minute zu spielen. Auszeit FASS. Reihenumstellung, klare taktische Anweisungen. Dustin, Joey und Paul L. als Sturmformation. Und was dann kam, verbesserte die Stimmung im Bus bei der Rückfahrt nachhaltig. Paul L. auf Vorarbeit von Dustin zum Siegtreffer in der letzten Spielminute!Der erste, wenn auch freundschaftliche Ausflug der FASS-Jugend in den hohen Norden war geglückt. AS 18.9.2011

von Fass Berlin

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